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AdJ-Wahl |13.12.2018|17:00

Melanie Bölzle: „Ich lebe den Verein“

Melanie Bölzle nach ihrer Auszeichnung: "Im ersten Moment war ich platt, ich konnte erst mal gar nichts sagen."[Foto: Screenshot]

Eine Woche ist es nun her, dass Melanie Bölzle zur Amateurin des Jahres 2018 gekürt wurde. Die 43-Jährige vom württembergischen TV Derendingen setzte sich bei der Wahl der FUSSBALL.DE-User durch und war auch bei der prominenten Jury die klare Favoritin.

Im ausführlichen FUSSBALL.DE -Interview spricht Bölzle nun über ihre Auszeichnung sowie ihr vielfältiges Engagement für den TV Derendingen. Zudem verspricht sie ein großes Kabinenfest im kommenden Jahr.

FUSSBALL.DE: Liebe Frau Bölzle, zunächst: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zur Amateurin des Jahres. Wie blicken Sie mit einer Woche Abstand auf Ihre Auszeichnung?

Melanie Bölzle: Für mich persönlich ist das eine große Ehre. Ich habe mich riesig gefreut, die Tränen sind geflossen – vor Freude natürlich. Irgendwie ist es komisch: Es gratuliert mir jeder, für etwas, was für mich selbstverständlich ist.

"Ich liebe den Fußball, egal in welcher Form"

Wem haben Sie von Ihrem Sieg zunächst erzählt?

Bölzle: Natürlich erstmal allen zuhause und dann der Cosima Schneider, die die Bewerbung ins Rollen gebracht hat. Als die Entscheidung dann bei FUSSBALL.DE veröffentlicht wurde, hat es ganz schnell die Runde gemacht. Mein Handy hat gebrannt, ich wurde bombardiert mit SMS und Anrufen – mit lauter tollen Glückwünschen.

Ist denn nun eine Woche später ein wenig Ruhe bei Ihnen eingekehrt?

Bölzle: Ja, das schon. Aber wenn ich Freunde und Bekannte treffe, die mich seit der Wahl noch nicht gesehen haben, gratulieren erst mal alle.

Sie haben Ihre Mitspielerin Cosima Schneider bereits angesprochen, die die Bewerbung ausdrücklich im Namen des ganzen Vereins eingereicht hat – mit Beiträgen von vielen Wegbegleitern Ihrer bisherigen Karriere.

Bölzle: Ich habe die Bewerbung in der Zwischenzeit sehen können. Die Cosi hat fast meinen ganzen Fußball-Lebenslauf reingeschrieben. Dazu kommen die Kommentare von all den Leuten, von meinem Bruder bis zu meiner ehemaligen Trainerin Theresa Merk. Alles, was dort über mich geschrieben wurde, hat mich sehr gerührt.

Wann haben Sie denn überhaupt von Ihrer Bewerbung erfahren?

Bölzle: Ich bin in die Kabine zitiert worden und dann hieß es: „Du bist unter den ersten Fünf.“ Ich wusste vorher wirklich von nichts und habe die Welt nicht mehr verstanden. Es war eine totale Überraschung und gleichzeitig eine große Freude. Im ersten Moment war ich platt, ich konnte erst mal gar nichts sagen.

Aussagekräftig war jedoch die Bewerbung: Als „Ikone des Frauenfußballs beim TVD“ wurden Sie dort gefeiert. Seit 1989 spielen Sie nun nämlich bereits in Derendingen.

Bölzle: Damals habe ich bei den Mädchen im Tor angefangen und war gleichzeitig auch Torschützenkönigin. Ich hatte damals die Qualität, nach vorne zu rennen und meine Tore zu erzielen. Das lag auch an meinem ältesten Bruder Patrik Bölzle, von dem ich als „Trainingsbruder“ viel lernen konnte. Später bei den Frauen hatten wir dann zwei tolle Torfrauen, sodass ich ganz lange draußen auf der Libero-Position gespielt habe. Erst vor acht Jahren kam ich wieder ins Tor. Wir hatten Torwartmangel und dann hat unser damaliger Trainer Klaus Schäfer gefragt: „Kannst du nicht…?“ Und klar, da bin ich wieder ins Tor.

Sie haben viele sportliche Erfolge gefeiert. Was ist im Rückblick Ihr bisher größter sportlicher Moment gewesen?

Bölzle: Puh, wir haben zweimal den WFV-Pokal gewonnen und im DFB-Pokal gespielt. Aber die Regionalliga war schon das i-Tüpfelchen. Ich habe damals schon wieder im Tor gestanden, als wir 2014 für zwei Spielzeiten aufgestiegen sind.

Vor drei Jahren wollten Sie Ihre Karriere dann eigentlich beenden, wurden sogar schon verabschiedet, sind aber doch schnell wieder ins Tor.

Bölzle: Ich habe aufgehört, weil ich an den Sprunggelenken sehr viele Probleme hatte. Dann ist unsere Torfrau jedoch berufsbedingt weggegangen und es hieß wieder: „Kannst du nicht…?“ Zum Glück waren die Schmerzen nach der Pause wie weggeblasen und so ist die Zeit bis heute wie verflogen.

Denken Sie also gar nichts ans Aufhören?

Bölzle: Aktuell haben wir wieder neue Torhüterinnen, aber die sind noch sehr jung und müssen noch etwas aufgebaut werden. Aber so langsam ist es bei mir tatsächlich soweit. Ich möchte zwar nicht sofort komplett aufhören, aber nächstes Jahr schon ein bisschen weniger tun.

Dafür tun sie allein abseits der Rasen eine Menge für den TV Derendingen. Fangen wir mit Ihrer Tätigkeit als Coach an: Jahrelang waren Sie bei den Juniorinnen sowie der 2. Frauenmannschaft, nun sind sie Torwarttrainerin im Aktivenbereich.

Bölzle: Ich liebe den Fußball, egal in welcher Form, also mache ich auch die Traineraufgabe mit Leidenschaft. Mit 100 Prozent, so war ich schon immer. Jetzt meine Erfahrungen an die Mädels weitzugeben, macht mir echt Freude. Jede Woche sieht man Fortschritte. Das ist für mich dann schon ein Zeichen: „Cool, wow, jetzt können wir von Nachfolgerinnen sprechen.“

Nicht nur für die Frauenteams, sondern für alle Mannschaften erledigen Sie auch den Kabinendienst.

Bölzle: Genau, ich bin für Sauberkeit und Ordnung zuständig. Ich reinige die Kabinen, wische sie nass aus, fege sie, leere die Mülleimer. Ich mache alles, was als Kabinendienst anfällt.

Außerdem sind Sie Spartenleiterin bei den Frauen. Welche Aufgaben fallen konkret an?

Bölzle: In erster Linie bin ich für die beiden Frauenteams verantwortlich und Ansprechpartnerin für andere Vereine. Ich besorge Trainingsklamotten, kümmere mich um neue Spieler oder Trainer. Dann muss ich natürlich mit jeder Spielerin sprechen, ob sie kommende Saison weitermacht, das sind intensive Gespräche. Zudem gebe ich die Anliegen aus den Frauenteams im Verein weiter und berichte bei Ausschusssitzungen.

Die Liste Ihrer Tätigkeiten ist noch nicht zu Ende: Als Platzwartin pflegen Sie zudem die Sportanlage beim TV Derendingen.

Bölzle: Wir haben zwei Plätze, die halte ich ordnungsgemäß sauber. Vor allem streue ich die Plätze bei Heimspielen im Aktivenbereich, egal ob Männer oder Frauen. Die Kleinen spielen meist auf abgesteckten Feldern oder auf Kunstrasen, da brauche ich das nicht.

Sie haben zu Beginn des Gesprächs betont, dass Ihr großes Engagement für Sie eine Selbstverständlichkeit ist.

Bölzle: Ich bin halt so im Verein aufgewachsen. Früher war es vielleicht auch noch familiärer. So habe ich von Beginn an gelernt, dass man seine Sachen für den Verein mit vollem Einsatz macht. Ich habe daher schon immer mein ganzes Herzblut in den TVD hineingesteckt. Ich lebe für den Verein.

Abschließende Frage: Gibt es im Verein noch eine große Feier für die Amateurin des Jahres? Immerhin sind Sie im Festausschuss die Ansprechpartnerin für alle Veranstaltungen beim TV Derendingen.

Bölzle: Noch ist nichts geplant, jetzt  ist gerade Winterpause, alle freuen sich auf Weihnachten und ein bisschen Erholung. Wenn wir aber in die Vorbereitung starten, wird es definitiv ein großes Kabinenfest geben, von mir gesponsert – da gibt es dann alles an Speisen und Getränken.

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