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Kurzpass kurios |01.11.2019|13:00

Monheim unaufhaltsam - trotz Polizeikontrolle

"Wir bleiben auf unserem Weg und heben nicht ab": das Team des 1. FC Monheim.[Foto: Tim Kögler]

Von wegen, es gibt keine Fairplay-Momente im Fußball! Ab und zu steht der Sieg eben doch nicht an erster Stelle. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass eine Spielerin zum Elfmeterpunkt geht und den Ball anschließend weit vorbeisetzt - und das mit Absicht. Nicht beabsichtigt war hingegen die Polizeikontrolle, in die die Mannschaft aus Monheim auf dem Weg zu ihrem Auswärtsspiel geriet. Nicht-Alltägliches aus dem Amateurfußball in unserer Rubrik  Kurzpass kurios.

Fairplay im Fußball ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Momente, in denen Fairness und Ehrlichkeit an erster Stelle stehen. Genau zu so einer Situation kam es in der Bezirksligabegegnung zwischen den Frauenmannschaften des SV Eidelstedt und des Eimsbütteler TV . Der SVE hatte die Gelegenheit, per Elfmeter in Führung zu gehen. Doch stattdessen wurde der Strafstoß mit Absicht verschossen. Was war passiert?

In der zweiten Halbzeit steht es 2:2. Eidelstedt hat einen 0:2-Rückstand aufgeholt und bekommt die Chance, das Spiel endgültig zu drehen. Der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt, er will ein klares Foul der Torhüterin vom ETV gesehen haben. Der Trainer von Eimsbüttel ist außer sich, auch die Spielerinnen verstehen nicht, was gerade passiert. Beide Mannschaften sind sich einig: Bevor es zum Kontakt zwischen Torhüterin und gegnerischer Stürmerin kam, spielte erstere ganz klar den Ball.

"Es gab überhaupt keine Reaktionen von den Spielerinnen auf dem Platz", beschreibt Peter Tralau, Coach von Eimsbüttel, die Situation nach dem Elfmeterpfiff. "Normalerweise wird bei Elfmetern immer protestiert. Dieses Mal waren alle einfach nur perplex." Tralau versuchte, auf den Schiedsrichter einzureden, und auch die gegnerische Mannschaft erklärte, dass es aus ihrer Sicht keinen Pfiff hätte geben müssen. Doch der Schiedsrichter blieb bei seiner Entscheidung.

"Passt auf Jungs, wir kommen eine Viertelstunde später, dann könnt ihr mal nicht den Rasen prüfen"

Es war also klar, dass der Elfer ausgeführt wird. Unklar war jedoch, ob Eidelstedt diese Chance wirklich nutzen würde. "Für uns hatten wir dann entschieden, dass wir das Tor nicht wollten", sagt Michael Görge, Trainer des SVE. "Die Torhüterin hatte das in der Situation einfach richtig gut gemacht", lobt der Coach, der auch verstehen konnte, dass seine Mannschaft kurz überlegt hatte, den Elfmeter zum möglichen Führungstreffer dennoch zu nutzen. Aber das Team entschied sich letztlich dagegen. "Relativ zügig hat unser Trainerteam gerufen, wir sollen Fairplay spielen", erklärt Anna Lisa Quassdorf, Kapitänin von Eidelstedt. "Das habe ich so auch noch mal unserer Schützin weitergegeben."

Die Schützin, die schließlich zum Punkt ging, war Nele Zabel, die kurioserweise früher von der Kapitänin des ETV trainiert worden war. Und während einige von Emsbüttel noch dachten, dass die Spielerin den Ball doch sicher nicht vorbeischießen würde, lief sie an und spielte den Ball weit ins Aus. Mindestens fünf Meter ging der Ball rechts am Kasten vorbei. Tralau war begeistert von der Aktion des Gegners: "Mir blieb da echt die Spucke weg. So etwas habe ich in meiner Laufbahn noch nie erlebt." Die Spielerinnen des ETV applaudierten und bedankten sich für diese Fairplay-Geste.

Bitter für den SVE war jedoch, dass das Team anschließend noch das Gegentor zum 2:3 kassierte. "Es war schon alles hochemotional, da gab es natürlich auch Diskussionen, ob das jetzt richtig oder falsch war", so Görge. Doch am Ende waren sich alle einig, dass sie in der Situation richtig gehandelt hatten. "Wir haben letztlich nicht aufgrund des verschossenen Elfmeters verloren, sondern weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben", meint auch Kapitänin Quassdorf.

"Wenn der Schiri keine Lust hat zu warten..."

Eigentlich läuft gerade alles beim 1. FC Monheim : Die Mannschaft von Trainer Dennis Ruess steht momentan auf Platz zwei der Oberliga Niederrhein mit nur vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer SV Straelen . Am Wochenende lief dann aber erst mal nichts - zumindest für 35 Minuten. Die Mannschaft fuhr gerade die 120 Kilometer zu ihrem Auswärtsgegner, dem 1. FC Bocholt, als sie von einer Polizeikontrolle aus dem Verkehr gezogen wurde. "Sechs, sieben, acht Reisebusse standen da", beschreibt Trainer Ruess im Gespräch mit FUSSBALL.DE  die Situation.

Die "allgemeine Verkehrskontrolle von Reisebussen zum Ferienende", so die offizielle Bezeichnung, passte der Mannschaft so gar nicht in den Zeitplan. Die Polizei nahm Daten auf, sprach mit dem Busfahrer und gab dem Trainer den Hinweis, er solle doch, wenn es ihm zu lange dauere, "anrufen, dass sie später kommen". Ruess aber brachte die Problematik auf den Punkt: "Wenn der Schiri keine Lust hat zu warten, dann hat er keine Lust."

Es galt also, so viel Zeit einzusparen wie nur möglich. Die Mannschaft verlegte kurzerhand die Teambesprechung in den Bus und klärte wie gewohnt die Aufstellung und Spieltaktik. Eine kleine Zusatzansage musste Coach Ruess wegen des Zwischenfalls dann doch machen: "Passt auf Jungs, wir kommen eine Viertelstunde später, dann könnt ihr heute eben mal nicht den Rasen prüfen."

Insgesamt hätten seine Jungs - nicht zuletzt durch ihre "Charakterstärke" - die Situation vor dem Spiel gut weggesteckt, was sich auch am eindeutigen 4:0 gegen den 1. FC Bocholt widerspiegelte. Das Ergebnis reiht sich in fünf weitere zuvor gewonnene Partien ein. Ruess betont aber, dass die Mannschaft trotz des Höhenflugs und der Tabellensituation auf dem Boden bleibe: "Es gibt viele Dinge, die wir noch anpacken und verbessern können." Zunächst mal sei wichtig, die Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg nun das dritte Jahr in der Oberliga Niederrhein spielt, zu festigen und sich in der Liga zu etablieren. Das Team sei sich ebenso bewusst, dass es Phasen geben werde, "wo das ein oder andere auch mal nicht klappt". Daher bleibe jeder im Team geerdet und realistisch. Ruess: "Wir bleiben auf unserem Weg und heben nicht ab."

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