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One-Man-Ultra|02.06.2017|13:00

Oberrad-Ultra Fabian Knapp: Allein am Megafon

Fabian Knapp kümmert sich bei der SpVgg. Oberrad um die Sponsoren, die Materialverwaltung, den Fanshop und natürlich die Fans. [Foto: SpVgg Oberrad/Michael Bieckmann]

Support an jedem Ort – das ist das Motto von Fabian Knapp von der Spielvereinigung Oberrad 05. Für den Verein aus Frankfurt ist der 34-Jährige unersetzlich. Ob als Platzwart, Materialverwalter oder treue Seele am Megafon – Knapp kümmert sich bei dem abgestiegenen Verbandsligisten nahezu um alles. Am vergangenen Wochenende übernahm unsere Kultfigur der Woche beim vorerst letzten Oberräder Heimspiel in der Verbandsliga selbst den Elfmeter zum 1:3-Anschlusstreffer. Und das, obwohl er nie aktiv Fußball im Verein gespielt hat.

Die 83. Minute des Verbandsligaspiels zwischen der Spielvereinigung 05 Oberrad und der Usinger TSG wird Fabian Knapp so schnell nicht vergessen. Er steht am Spielfeldrand und kommt beim Spielstand von 0:3 für Vedran Plavsa ins Spiel. „Das war ein Traum in so einer hohen Liga für Oberrad zu spielen“, schwärmt Knapp noch Tage nach dem Spiel im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Vier Minuten später dann das nächste Highlight. Elfmeter für Oberrad und seine Mitspieler signalisieren ihm, dass er schießen soll. Fabian Knapp tritt an und trifft – mit der Pike. Der Jubel in Oberrad kennt keine Grenzen. Das Spiel ist zwar verloren und der Abstieg seit mehreren Spieltagen besiegelt, doch für ihren Fabi freuen sich in Oberrad alle.

„Ich wusste, dass Fabi immer einen Traum hatte und das war ein Einsatz bei der ersten Mannschaft. Als Dankeschön, dass er alles für den Klub macht und immer jedem hilft, wollte ich ihm diesen Wunsch erfüllen. Dass er dann noch das Tor macht, war die absolute Krönung“, erklärt sein Trainer Baldo di Gregorio. Aktiv Fußball gespielt hat Fabian Knapp in seiner Jugend nie. „Mein erstes Spiel habe ich 2014 für die Alten Herren von Oberrad gemacht. Als Kind habe ich immer nur hobbymäßig auf dem Schulhof gekickt“, erzählt er.

Normalerweise kennen sie ihren Fabi in Oberrad vom Spielfeldrand. Bei Heimspielen und mindestens jedem zweiten Auswärtsspiel ist er mit seinem Megafon dabei und feuert die Mannschaft an. Mal alleine, mal zusammen mit Jugendspielern des Vereins. In der Saison 2008/2009 fing alles an. „Nach der WM 2006 im eigenen Land habe ich mich wieder mehr für Fußball, die Stadien und die ganze Kultur interessiert“, erzählt der 34-Jährige. Für den gebürtigen Oberräder stand außer Frage, welchem Verein er die Treue schwört: der Spielvereinigung Oberrad 05. Dort, wo er als kleines Kind schon hinging. „Für mich war immer Oberrad der Verein, mit dem ich mich ohne Wenn und Aber identifiziert habe.“

"Die grün, weiß, roten Farben passen zu Oberrad und Wales ist genauso wie wir klein und kämpferisch"

Groundhopper Knapp: Anfield und Alte Försterei

Er gründete fortan alleine eine Fangruppierung und gab sich den Namen „Ultras Oberrad“. Mit der Zeit nahmen die Flaggen und Aktionen weiter zu. Gelegentlich hat er heute eine Wales-Flagge im Gepäck. „Die grün, weiß, roten Farben passen zu Oberrad und Wales ist genauso wie wir klein und kämpferisch“, erklärt er. Hinter dem Tor auf dem Oberräder Sportplatz befindet sich zudem ein großes Banner. „Ein Stadtteil steht hinter seinem Verein. 12.000x der 12. Mann“ steht dort grün auf weiß. „Das Banner habe ich zuhause im Garten angefertigt. Ich wünsche mir natürlich, dass so eine Kultur da ist, dass ein Stadtteil wirklich komplett zu seinem Verein geht.“ Neben der Unterstützung durch Banner und Fahnen entwickelte Knapp auf Wunsch der Spieler mit der Zeit auch Gesänge. Knapp gibt zu, dass das anfangs etwas Überwindung gekostet habe. Mittlerweile gehört es für ihn aber dazu, seine Mannschaft lautstark mit dem Megafon nach vorne zu peitschen.

Als Groundhopper schaut sich Fabian Knapp auch Spiele an, bei denen seine Jungs nicht beteiligt sind. Über 420 Stadien hat er schon gesehen. Vornehmlich in Deutschland, aber auch in Österreich, Italien, England und den Niederlanden – von der Anfield Road in Liverpool bis zur Alten Försterei in Berlin. Bei Auswärtsspielen seiner Oberräder Jungs sind die Zuschauer Stimmung am Sportplatz in der Regel nicht gewohnt. Gelegentlich wird er dort kritisch beäugt. „Da wird dann eine Ruhe eingefordert, die sonst auch immer da war“, erzählt er. Im Laufe des Spiels lege sich das aber meistens. „Sie merken dann, dass ich ihnen nichts Böses will.“ Fabi will nämlich nur eines: drei Punkte für sein Team.

Zwölf Spiele an einem Samstag

Der Support an jedem Ort ist für Fabi nur das eine. Seit knapp vier Jahren übernimmt er auf der Oberräder Beckerwiese, auch Grie-Soß-Arena genannt, zusätzlich den Job des Platzwarts. Zumindest auf dem Blatt Papier. Denn die Bezeichnung Platzwart geht für die Tätigkeit von Fabian Knapp nicht weit genug. „Ich habe im Verein viele Lücken entdeckt und versucht, sie zu füllen. Wenn es die Berufsbezeichnung ‚Mann für Kommunikation‘ gäbe, dann würde auch die ganz gut zu mir passen“, sagt er. In Oberrad ist er ein zentraler Ansprechpartner und Vermittler von Wünschen und Anregungen. Er kümmert sich um die Sponsoren, die Materialverwaltung, den Fanshop und natürlich die Fans. Wenn Not am Mann ist, hilft er auch mal als Trainer aus. „Das sind alles Sachen, die man nur machen kann, wenn man immer vor Ort ist. An einem Samstag muss ich bis zu zwölf Spiele vorbereiten. Was für andere Freizeit ist, ist für mich Arbeit. Aber ich mache es ja gerne.“

In der kommenden Saison spielt sein Team nur noch in der Gruppenliga. Den zweiten Abstieg in Folge hat der Edelfan inzwischen verdaut. „Er hat sich sanft angekündigt und ich konnte mich darauf einstellen. Ich bin mir sehr sicher, dass wir direkt wieder aufsteigen.“ Zunächst steht jetzt aber die Sommerpause an und für Fabian Knapp bleibt etwas Zeit zum Verschnaufen. Doch ohne Fußball geht es bei Fabian auch im Urlaub nicht. Zu den über 420 gesehenen Stadien und Sportplätzen sollen in Zukunft schließlich noch viele weitere hinzukommen.

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