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Kultfigur|04.08.2017|11:15

Schubert: Der kleine Gerd Müller vom FC Rapo

Mit 42 Toren war Holger Schubert maßgeblich am Aufstieg des FC Rapo in die Kreisliga A beteiligt. [Foto: privat]

Ein Kumpeltyp, ein kleiner Gerd Müller, ein Schlitzohr oder einer vom alten Schlag: Diese Beschreibungen fallen, wenn man Spieler, Trainer oder den Lokalredakteur einer Zeitung zu Holger Schubert befragt. Der 37-jährige Stürmer spielt beim FC Randerath/Porselen in der Kreisliga A und schießt Tore wie am Fließband. Gleichzeitig ist er für seine Fairness bekannt und auch deswegen unsere Kultfigur der Woche.

Eigentlich hatte Holger Schubert schon ein Bierchen getrunken. Sein Dienst war schließlich getan beim fast schon üblichen Freundschaftsspiel gegen die DJK Rasensport Brand . Mittlerweile kickten die zweiten Mannschaften beider Teams gegeneinander – doch kurz nach dem Anpfiff stand auch Holger Schubert wieder auf dem Feld. Allerdings nicht als Stürmer und auch nicht in der eigenen Mannschaft. Weil sich der gegnerische Torwart schwer am Knie verletzte und kein Ersatzmann vorhanden war, stelle sich Schubert kurzerhand beim Gegner ins Tor. „Ich wollte einige Jungs aus unserer zweiten Mannschaft mit meinen Paraden ärgern“, erzählt der 37-Jährige im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

Direkt nach dem Spiel feierte er mit den gegnerischen Spielern seinen Ein- und Ausstand – standesgemäß mit einem Kasten Bier. „Holger ist ein Kumpeltyp, der mit jedem gerne ein Bier trinkt. Das gehört ja zum Amateurfußball auch irgendwie dazu“, sagt Harald Friedrichs. Er ist der erste Vorsitzende des FC Rapo, wie sie ihren kleinen Verein wegen des sperrigen Namens liebevoll nennen. Für seine Aktion erhielt Schubert vom Fußball-Verband Mittelrhein den Fair-Play-Preis des Monats. Das war im Jahr 2016 – und bereits seine zweite Auszeichnung.

Unkrautpflücker und Kellner

"Bei der Aufstiegsfeier haben die Jungs mir eine Torjägerkanone überreicht. Das war sehr emotional und ich hatte Tränen in den Augen"

Neun Jahre zuvor wurde Schubert schon einmal für sein Fairplay vom Verband mit dem Monatspreis belohnt. Damals setzte er sogar den Klassenerhalt seines FC Rapo aufs Spiel – ausgerechnet im Spiel gegen seinen Heimatverein, den BC 09 Oberbruch . Nach einem Handspiel auf der Linie hatte der Schiedsrichter auf Rot für den gegnerischen Spieler und Elfmeter entschieden. Schubert erklärte dem Unparteiischen, dass kein absichtliches Handspiel vorgelegen habe. Mit Erfolg: Dieser nahm daraufhin die Rote Karte zurück. „Wir sind am Ende glücklicherweise nicht abgestiegen“, sagt Schubert und fügt an: „Mir ist es einfach wichtig, dass man fair miteinander umgeht.“

Wichtig ist ihm auch sein Verein, der FC Rapo. „Holger arbeitet immer mit. Er zupft Unkraut vom Platz oder kellnert, wenn es sein muss. Holger ist immer für den Verein da“, sagt Spielertrainer Sven Regn, der Schubert zum Patenonkel seiner Tochter gemacht hat. „Der Verein ist wie eine Familie für mich. Ich habe viele Freunde gefunden und bin mit dem Dorf verwachsen“, erzählt Schubert.

Er selbst wohnt in Randerath, einem Stadtteil vom Heinsberg mit etwas mehr als 1000 Einwohnern. Schubert arbeitet als Stuckateur, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Einen davon spielt neuerdings in der Bambini des Vereins. „Wir hoffen, dass er sein Talent weitervererbt hat“, sagt Friedrichs mit einem Schmunzeln.

Denn auf dem Platz ist Holger Schuberts größtes Talent das Toreschießen. In der vergangenen Saison erzielte er in 24 Spielen 42 Tore und schoss den FC Rapo damit fast im Alleingang zum Aufstieg in die Kreisliga A. „Das ist sagenhaft. Er ist ein kleiner Gerd Müller“, meint Heinz Eschweiler von der Aachener Zeitung , der Schubert bei FUSSBALL.DE für die Wahl zum Amateur des Jahres vorgeschlagen hatte. „Holger müsste geklont werden. Dieses Talent, so viele Tore zu schießen, kann man nicht trainieren. Er ist ein richtiges Schlitzohr“, sagt Friedrichs.

Tränen bei der Aufstiegsfeier

Schubert selbst ist eher bescheiden. „Wir haben im Verein gute Außenspieler. Da ist es für einen Stürmer fast schon einfach, Tore zu schießen“, sagt der Torjäger. Besonders in den letzten zwei Spielen der vergangenen Saison wurde er gezielt mit Flanken gefüttert, um sich auf der Zielgeraden noch den ersten Platz in der Torschützenliste zu sichern. „Bei der Aufstiegsfeier haben die Jungs mir eine Torjägerkanone überreicht. Das war sehr emotional und ich hatte Tränen in den Augen. Es war eine tolle Aktion, weil ich auch nicht immer der einfachste bin“, sagt Schubert.

Denn der Stürmer kann auch anders, wenn es auf dem Platz nicht rund läuft. Dann regt sich Schubert auf, wird lauter und knöpft sich die eigenen Mitspieler vor. „Holger ist noch einer vom alten Schlag. Manchmal ist er auch etwas dickköpfig und hitzig, erzählt Spielertrainer Regn. „Aber wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren. Unsere Frauen sind befreundet. Holger ist einfach ein toller Typ und schwer zu ersetzen.“

Vor allem, weil der FC Rapo nach dem Aufstieg wieder auf seine Tore angewiesen ist, um am Ende der Saison nicht direkt wieder abzusteigen. „Mit der Mannschaft wollen wir natürlich die Klasse halten. Persönlich würde ich gerne noch 20 Tore in der A-Liga schießen. Das ist eine Herausforderung. Die Nachbarvereine wetten schon, wie viele Tore ich in dieser Saison mache“, sagt Schubert, der schon seit 1998 für den Fusionsverein spielt. Die Quote, dass der kleine Gerd Müller vom FC Rapo wieder zweistellig trifft, dürfte allerdings nicht allzu hoch sein.

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