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Pokalheld |03.03.2021|18:00

Simon Engelmann: "Beste Zeit meiner Karriere"

Hat in dieser Saison in jedem Pokalspiel getroffen: Simon Engelmann.[Foto: imago images/Team 2]

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Er gilt im DFB-Pokal bislang als einer der "Spieler der Saison". Dass der Traditionsverein Rot-Weiss Essen aus der Regionalliga West im Viertelfinale steht, daran hat Simon Engelmann (31) großen Anteil. Der Torjäger traf in jeder Runde. Am heutigen Mittwoch (ab 18.30 Uhr, live bei Sky) geht es gegen Holstein Kiel. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Engelmann über Titel, Tore und Träume.

FUSSBALL.DE: Zu jedem Erfolg von Rot-Weiss Essen im DFB-Pokal steuerten Sie in dieser Saison einen Treffer bei. Wird diese Serie im Viertelfinale gegen Holstein Kiel fortgesetzt, Herr Engelmann?

Simon Engelmann: Ich hätte natürlich nichts dagegen. (lacht) Ich bin Stürmer, möchte grundsätzlich immer gerne ein Tor machen. Wesentlich wichtiger ist aber der mannschaftliche Erfolg. Ich traue uns durchaus eine weitere Überraschung zu.

Was spricht denn dafür, dass RWE eine gute Chance hat, als erst zweiter Viertligist nach dem 1. FC Saarbrücken vor einem Jahr ebenfalls das Halbfinale zu erreichen?

"Ich kann sagen, dass ich noch nie in einer so starken Mannschaft gespielt habe"

Engelmann: Wir haben schon gezeigt, welche Qualität in unserer Mannschaft steckt und dass wir auch gegen höherklassige Gegner bestehen können. Das wollen wir auch gegen Kiel unter Beweis stellen. Allerdings ändert das nichts daran, dass wir auch in dieses Duell als klarer Außenseiter gehen.

Wie schätzen Sie den Gegner ein? 

Engelmann: Holstein Kiel ist eine Topmannschaft der 2. Bundesliga und hat im Rennen um den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga gute Chancen. Wir treffen also auf einen Gegner mit großer Qualität. Dass es die Kieler geschafft haben, den FC Bayern München auszuschalten, spricht ohnehin für sich. Für uns wird es erneut wichtig sein, die Räume eng zu machen und möglichst wenige Chancen des Gegners zuzulassen. Dazu müssen wir beim Ausnutzen unserer Tormöglichkeiten eiskalt sein. Dann ist einiges möglich.

Ist es für Sie persönlich das größte Spiel Ihrer bisherigen Laufbahn?

Engelmann: Ja, definitiv. Das gilt aber für fast alle Spieler bei uns. Die Möglichkeit, ein Viertelfinale im DFB-Pokal zu spielen, bekommt man nicht allzu oft. Vielleicht sogar nur einmal in der Karriere, wenn überhaupt. Ich habe zwar mit dem SV Rödinghausen schon gegen Bayern München gespielt und mit RWE zuletzt eine Spitzenmannschaft wie Bayer 04 Leverkusen sogar ausgeschaltet. Die einmalige Chance, vielleicht sogar in das Halbfinale einziehen zu können, übt aber einen noch größeren Reiz aus. Spätestens dann würden wir bundesweit im Fokus stehen.

Im Rückblick: Was war für die drei Überraschungen im Laufe der aktuellen Pokal-Saison gegen Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf und Bayer 04 Leverkusen entscheidend?

Engelmann: Da haben verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt. Wir sind aber immer als kompaktes Team aufgetreten, sind aggressiv und leidenschaftlich in die Zweikämpfe gegangen. Das war schon mal die Basis. Es ist uns auch in den meisten Phasen gelungen, kaum Torchancen der Gegner zuzulassen. Als das gegen Leverkusen dann mal nicht so gut geklappt hat, konnten wir uns auf unseren sensationellen Torhüter Daniel Davari verlassen und hatten auch das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite. Der aktuell nicht einfach zu bespielende Rasen im Stadion Essen hat uns sicher auch ein wenig geholfen.

Erklärt das auch die Wende nach dem späten 0:1-Rückstand in der Verlängerung gegen Bayer 04?

Engelmann: In dieser 105. Minute schienen viele bei uns wirklich mit den Kräften am Ende zu sein. Unser Trainer Christian Neidhart hat dann aber sofort reagiert und noch zwei frische Offensivspieler gebracht. Plötzlich haben wir dann unsere Chancen bekommen - und genutzt.

Als RWE 1994 zuletzt im Viertelfinale stand, erreichte das Team als damaliger Absteiger aus der 2. Bundesliga sogar das Pokalendspiel. Sind Sie damit schon einmal konfrontiert worden?

Engelmann: Ich habe davon gehört. (lacht) Wir sollten aber nicht vergessen, dass alle sieben Teams, die neben uns noch im Wettbewerb sind, über eine höhere Qualität verfügen. Von daher bleiben wir auf dem Teppich. Es geht für uns jetzt nur darum, gegen Holstein Kiel eine möglichst gute Leistung abzurufen, um uns eine Chance auf das Halbfinale zu erarbeiten.

Sie stehen erst seit Saisonbeginn bei Rot-Weiss Essen unter Vertrag. Erklärtes Ziel war und ist der Aufstieg in die 3. Liga. Haben sich Ihre Erwartungen bisher erfüllt?

Engelmann: Es ist ohne Zweifel eine ganz besondere Saison für uns alle und auch für mich persönlich. Ich hatte gehofft, meine gute Torquote der vergangenen Jahre bei RWE halten zu können, und bin sehr froh, dass es bisher funktioniert hat. In der Liga sind wir auf einem sehr guten Weg, auch wenn die U 23 des BVB wegen der mehr ausgetragenen Spiele aktuell vor uns steht. Wenn wir aber unsere Hausaufgaben machen, können wir Platz eins zurückerobern. Auf die Teilnahme am DFB-Pokal hatte ich gehofft und vielleicht auch darauf, dass wir zumindest eine Runde überstehen. Das jetzige Abschneiden übertrifft aber alle Erwartungen.

Bis zur jüngsten Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf (U 23) blieb RWE mehr als ein Jahr unbesiegt. Was sind die wichtigsten Gründe für diese beeindruckende Konstanz?

Engelmann: Wir haben eine sehr gute Qualität und auch eine große Breite im Kader. Da vor dieser Saison neben mir und unserem Torhüter Daniel Davari nur noch wenige Spieler neu dazukamen, ist das Team gut eingespielt. Ich kann sagen, dass ich noch nie in einer so starken Mannschaft gespielt habe. Auch unser Trainer Christian Neidhart spielt eine wichtige Rolle. Er macht das wirklich gut. Uns zeichnet in erster Linie aus, dass sich alle immer voll reinhauen und in der Lage sind, in den Partien ihre bestmöglichen Leistungen abzurufen.

Christian Neidhart meinte kürzlich, das RWE-Spiel sei auch ein Stück weit auf Sie zugeschnitten. Wie meint er das?

Engelmann: Ich bin sicherlich ein Stürmer, der seine Stärken vor allem im gegnerischen Strafraum und im Abschluss hat. Wenn wir uns viele Chancen erarbeiten, dann bekomme ich automatisch meine Möglichkeiten. Meine Mitspieler setzen mich immer wieder gut in Szene.

Könnte die Konzentration auf die Liga unter den Erfolgen im DFB-Pokal leiden?

Engelmann: Bisher haben wir nach unseren Pokalspielen auch in der Liga abgeliefert. Ich wüsste nicht, warum sich das ändern sollte. Wir bleiben fokussiert, denn unser großes Ziel ist der Aufstieg in die 3. Liga.

RWE ist für seine treuen und leidenschaftlichen Fans bekannt. Ein volles Stadion an der Hafenstraße kennen Sie bislang aber nur als Gegenspieler. Wie groß ist der Wunsch, dass sich das so bald wie möglich ändert?

Engelmann: Die Fans und die Atmosphäre im Stadion waren in der Tat auch ein Grund dafür, mich für RWE zu entscheiden. Von daher ist es schon sehr schade, dass wir bislang fast immer ohne Zuschauer spielen mussten. Gerade wegen des positiven Saisonverlaufs und unserer Erfolge im DFB-Pokal wäre die Hütte schon sehr oft voll gewesen. Wir müssen die Situation aber so annehmen, wie sie ist, und weiterhin das Beste daraus machen. Ich hoffe sehr, noch einmal als Aktiver ein ausverkauftes Stadion in Essen zu erleben.

Wie empfinden Sie in der Corona-Krise den Zuspruch der Fans?

Engelmann: Die RWE-Fans sind sehr kreativ und unterstützen die Mannschaft und den Verein, wo es möglich ist. In den sozialen Medien bekommen wir natürlich auch einiges mit. Dort wurde beispielsweise der Hashtag #Engelmannregelt eingeführt, weil mir schon das eine oder andere Siegtor gelungen ist. Das ist schon eine coole Sache.

In der Regionalliga West in ihrer aktuellen Form haben Sie in 251 Einsätzen 133 Treffer erzielt, waren zuletzt zweimal in Folge Torschützenkönig. Auch in dieser Saison sind es allein in der Liga schon wieder 20 Treffer nach 22 Partien. Für Außenstehende ist es nur schwer zu verstehen, warum Sie bisher nie in die 3. Liga gewechselt sind. Was sagen Sie?

Engelmann: Zugegeben: Das werde ich oft gefragt und frage es mich manchmal auch selbst. Es hat sich leider irgendwie nie ergeben. Als ich noch in Rödinghausen gespielt habe, war ich mir beispielsweise mal mit dem FC Ingolstadt 04 einig und hätte den Transfer wohl auch durchgezogen. Der Verein hat mir jedoch keine Freigabe erteilt, weil wir gute Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg hatten. Wenige Monate später hat Rödinghausen dann auf den Aufstieg verzichtet. Das war schon bitter. Jetzt unternehme ich eben mit Rot-Weiss Essen den nächsten Anlauf, den Sprung in die 3. Liga zu schaffen.

Erfüllen Sie sich diesen Wunsch also im Sommer mit 32 Jahren?

Engelmann: Das ist mein und unser klares Ziel.

Wie viele Jahre trauen Sie sich auf diesem Niveau noch zu?

Engelmann: Ich habe aktuell gerade die beste Zeit meiner Karriere und denke, dass ich noch einige Jahre spielen und mithalten kann. Am liebsten in der 3. Liga.

Für Ihre berufliche Zukunft haben Sie durch Ihr Studium der Wirtschaftsinformatik an der Fernuniversität in Hagen bereits vorgesorgt. Wie lauten Ihre aktuellen Pläne?

Engelmann: Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, mich nach meiner sportlichen Laufbahn im Bereich meines Studienfachs nach einem Job umzusehen.

Zum Abschluss: Wie würde Ihnen die Schlagzeile "Engelmann Torschützenkönig im DFB-Pokal und in der Regionalliga" gefallen?

Engelmann: Um ganz ehrlich zu sein: Im DFB-Pokal würde ich den Titel schon sehr gerne mitnehmen. Das wäre etwas ganz Besonderes. Zum dritten Mal Torschützenkönig in der Regionalliga zu werden, wäre auch nicht schlecht. Für die Meisterschaft und den Aufstieg mit dem Team würde ich auf die persönlichen Auszeichnungen aber gerne verzichten.

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