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Profis für Amateure|04.06.2015|12:00

Stefan Bell: Profi in Mainz, Vorstand in Wehr

Profi-Alltag: Stefan Bell (rechts) im Trikot des FSV Mainz 05. [Foto: 2015 Getty Images]

Ein Bundesligaprofi mit einer Heckenschere in der Hand? Ein Bundesligaprofi, der Pflastersteine verlegt? Klingt nach einem Werbespot, aber nicht nach dem wahren Leben. Für Stefan Bell ist das jedoch nichts Ungewöhnliches: Er ist Fußballprofi beim FSV Mainz 05 und engagiert sich gleichzeitig tatkräftig in seinem Heimatverein. Er sitzt beim FV "Vilja" Wehr sogar als Beisitzer im Vorstand.

Von Kindesbeinen an hat Bell beim FV Wehr nahe Mayen gespielt, bis er über den TuS Mayen nach Mainz wechselte. Nun möchte er dem Verein, bei dem alles angefangen hat, etwas zurückgeben. "Unsere Amateure. Echte Profis." So lautet der Slogan der Amateurfußballkampagne des DFB. In diesem Fall könnte man auch sagen: Ein echter Profi für die Amateure. Für seine Heimat und seine Wurzeln.

"Ich habe vielleicht einen größeren Bezug zu meinem Heimatverein als andere Profis“, sagt Bell. "Die räumliche Nähe ist sicher ein Grund, von Mainz aus bin ich in gut einer Stunde in Wehr. Zudem spielt mein Bruder Michael in der ersten Mannschaft, meine Eltern engagieren sich hier. Und ich habe als kleiner Junge beim FV Wehr mit dem Fußball angefangen und 14 Jahre lang in diesem Verein gespielt."

Nicht nur der 23-Jährige selbst, sondern seine ganze Familie hat einen engen Bezug zum Verein. Sein Opa mütterlicherseits war Vorsitzender, Bells Vater hilft seit Jahren ohne direkten Vorstandsposten an allen Ecken und Enden mit, seine Mutter war Geschäftsführerin und zwischenzeitlich auch Jugendleiterin. Sein Bruder Michael war ebenfalls bereits Jugendleiter und ist nun Beisitzer, auch Bells Schwester spielte schon in Wehr Fußball.

"Meine Tätigkeit hier ist für mich Hobby und Freizeit – und auch Dankbarkeit und Verbundenheit"

Die Bindung zum Verein war Stefan Bell somit quasi in die Wiege gelegt. Als er im Februar vergangenen Jahres seinen Vertrag beim FSV Mainz um vier Jahre verlängerte, hatte er auch die nötige Planungssicherheit. "Seitdem habe ich die Gewissheit, dass ich noch ein paar Jahre in der Nähe von Wehr bin – und auch den Kopf frei für andere Sachen", sagt Bell. "Zudem engagieren sich hier viele Leute im Verein, mehr noch als in den letzten Jahren. Mein Bruder und zwei Freunde von mir sind ebenfalls im Vorstand."

Also hilft er, wo und wann er kann. Auf dem Hartplatz in Wehr gab es nur ein Flutlicht auf einer Seite des Platzes – mittlerweile stehen auf der anderen Seite drei weitere Masten. Auch wenn die Planungen für die Flutlichtmasten schon im Gange waren, als der 23-Jährige sein Engagement im Vorstand begann: Die Entwicklung des Sponsoringkonzepts, das Ansprechen der maßgeblichen Personen, die Umsetzung – Bell brachte sich gern und häufig ein. "Ob ich in Mainz bin und ein paar Leute anrufe oder das von Wehr aus erledige, das macht keinen Unterschied", meint er. "Ich kenne ja noch ein paar andere Leute als die anderen Vorstandsmitglieder, einfach weil ich durch den Profifußball viel mehr Kontakt zu Unternehmen und Unternehmern habe."

Der Erste am Freischneider

Vor mehr als zwei Jahren begannen die Planungen, im Oktober 2013 die Umsetzung, im Januar 2014 war alles fertig. "Der Bau der Flutlichtmasten war mit weit mehr Arbeit verbunden als man denkt, allein was die Planung angeht, die Beschaffung der Fördergelder“, sagt Bell. Die Pflasterung eines Teils des Weges zum Vereinsheim wurde in diesem Sommer auf seine Initiative hin umgesetzt. Natürlich verlegte auch er Steine, stand nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat zu Seite. Wenn im Rahmen eines Reinigungstages auf der Anlage in Wehr die Hecken geschnitten werden müssen - auch kein Problem.

"Es ist seine Art, sich einzubringen“, sagt Vater Norbert Bell. "Ich finde es gut, dass er das macht und unterstütze ihn auch dabei." Gleichwohl findet auch er es außergewöhnlich, dass sich sein Sohn als Bundesligaprofi in dieser Art und Weise engagiert. "Ich werde oft von Freunden und Bekannten angesprochen, die das auch toll finden. Und der Vorstand sagte mir, dass Stefan noch mal einen richtigen Schub gebracht hat."

Das kann Geschäftsführer Hardy Scharrenbach gegenüber FUSSBALL.DE nur bestätigen: "Stefan tut was, er geht voran. Bei unserer Reinigungsaktion ist er mit der Erste, der mit einem Freischneider arbeitet. Und: Er ist zu 100 Prozent zuverlässig", sagt Scharrenbach und bemerkt: "Wir sind in der Region fast der einzige Verein, der noch einen Hartplatz hat. Da muss man schon vieles anbieten, um die Jugendlichen im Verein zu halten." Auch dabei hilft Stefan Bell: In der vergangenen Saison lud er die Jugend des Vereins zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nach Mainz ein.

Größter Wunsch: Kunstrasen

Sein Verein ist derzeit auf einem guten Weg. Die erste Mannschaft ist als SG Wehr in die A-Klasse aufgestiegen, dazu wurde wieder eine zweite Mannschaft gemeldet, nachdem sie im Vorjahr abgemeldet werden musste. Doch in Wehr gibt es weiterhin genug zu tun: Der Anbau des Vereinsheims soll eine Heizung erhalten, ein Kunstrasenplatz bleibt der große Wunsch des Vereins, somit also auch von Stefan Bell. Ambitionierte Aufgaben für einen Verein mit rund 230 Mitgliedern, zwei Seniorenmannschaften und sieben Jugendteams in einer JSG – auch mit einem Bundesligaprofi an der Seite.

Bell hilft nicht nur, er erhält durch seine Tätigkeit einen detaillierten Einblick in eine andere Welt als jene, in der er täglich Fußball spielt. "Ein Bundesligaklub ist ja eigentlich ein Unternehmen und kein richtiger Verein mehr. Ich hätte anfangs nicht erwartet, dass es so viel Arbeit macht, einen kleinen Verein wie den FV Wehr zu führen", sagt Bell.

Womit wir wieder bei der DFB-Amateurfußballkampagne wären: "Unsere Amateure. Echte Profis." Die Ehrenamtler bewältigen ein Pensum, das viele gar nicht ermessen können. "Der Amateurfußball ist die Basis für den Fußball in Deutschland", unterstreicht Bell: "Fast alle Spieler, die heute in der Bundesliga spielen, haben irgendwann einmal bei einem Amateurverein angefangen.“ Wie er selbst. „Deshalb ist meine Tätigkeit hier für mich Hobby und Freizeit – und auch Dankbarkeit und Verbundenheit."

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