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Vater & Sohn |31.01.2021|12:15

Tim Brdaric: Aus der Oberliga nach Albanien

Tim Brdaric: "Mein Vater war davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um den Sprung anzugehen."[Foto: privat]

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Tim Brdaric ist erst 20 Jahre alt, hat im Fußball allerdings schon viel erlebt. In der Jugend spielte der Sohn des früheren deutschen Nationalspielers Thomas Brdaric beim VfL Wolfsburg und bei Fortuna Düsseldorf, ehe er für ein halbes Jahr das Abenteuer USA wagte. Nach seiner Rückkehr aus den Staaten schloss er sich vor einem Jahr dem Oberligisten 1. FC Monheim an. Nächste Station: KF Vllaznia Shkoder. Wir haben mit dem 1,95 Meter großen Innenverteidiger über die erste albanische Liga, Autokorsos beim Auswärtssieg und seinen neuen Trainer gesprochen: Vater Thomas Brdaric .

FUSSBALL.DE: Tim Brdaric, wie sind Ihre ersten Eindrücke in Albanien?

Tim Brdaric:  Ich bin jetzt seit etwas mehr als einer Woche hier, und es gefällt mir bisher wirklich gut! Die Menschen sind sehr gastfreundlich und von der Mannschaft bin ich nett aufgenommen worden. Die Gegend ist auch ganz schön, wir haben hier einen See in der Nähe und bis zum Mittelmeer ist es auch nur eine halbe Stunde. Der Flughafen von Tirana ist etwa 45 Minuten entfernt, die Lage ist also ziemlich zentral. Was hier im Fußball los ist, habe ich aber direkt im ersten Spiel erlebt!

Erzählen Sie!

"Nach dem letzten Auswärtssieg haben uns die Fans mit Autokorsos und Bengalos empfangen"

Brdaric:  Die Corona-Bestimmungen hier sind nicht so streng wie in den meisten anderen Ländern. Albanien ist ein armes Land und kann es sich daher gar nicht leisten, wichtige Wirtschaftsbetriebe oder das öffentliche Leben für eine längere Zeit lahm zu legen. Ab 22 Uhr gilt zwar eine Ausgangssperre, aber wenn deine Mannschaft gewinnt, halten sich die Leute nicht so genau daran. Als ich also letzte Woche ankam, bin ich direkt mit zum Auswärtsspiel nach Bylis gefahren. Ich war zwar noch nicht spielberechtigt, wollte aber natürlich sofort alles kennenlernen. Wir haben mit 1:0 gewonnen, das Siegtor fiel in der 95. Minute. Im Stadion sind keine Zuschauer zugelassen, aber als wir zurückgefahren sind, haben uns die Fans in Shkoder mit Autokorsos und Bengalos empfangen. Das war sensationell!

Musste Ihr Vater lange bohren, bis Sie die Zusage für einen Wechsel vom 1. FC Monheim zum KF Vllaznia Shkodra gegeben haben?

Brdaric:  Eher im Gegenteil! Ich spiele seit meinem fünften Lebensjahr Fußball und habe immer davon geträumt, einmal im Profibereich zu landen. Diese Möglichkeit habe ich nun erhalten, sodass ich gerne bereit war, nach Albanien zu gehen. Mein Vater beobachtet meine sportliche Entwicklung ganz genau und war davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um den Sprung anzugehen.

Spielte die ungewisse Situation, wann und wie es in Deutschland im Amateurfußball weitergehen wird, auch eine Rolle?

Brdaric:  Natürlich, das kann man nicht außer Acht lassen. Das Jahr 2020 war für jeden Amateurfußballer ein absoluter Albtraum. Erst gab es den Lockdown im März, dann wurde die Saison abgebrochen. Als wir dann im September wieder neu starten konnten, war kurz darauf, Ende Oktober, schon wieder Schluss. Insofern kam die Anfrage aus Albanien wie gerufen, um etwas Neues anzufangen und den Traum vom Profifußball wahr werden zu lassen.

Wie hoch ist das Niveau in der Kategoria Superiore, der ersten albanischen Liga, im Vergleich zur Oberliga in Deutschland?

Brdaric:  Da ich erst zwei Spiele live gesehen habe, fällt mir eine Bewertung noch schwer. Die Mannschaften sind natürlich auch, wie in der Bundesliga, unterschiedlich stark. Bei uns in Shkodra ist alles sehr professionell, nicht umsonst stehen wir in der Tabelle ganz oben. Der Fußball ist technisch stark, aber dadurch, dass Albanien nicht in der EU ist und die Spieler es daher schwieriger haben, in ein anderes europäisches Land zu wechseln, fehlt es ein wenig an der taktischen Ausbildung. Wenn man es mit Deutschland vergleicht, haben die meisten Teams eher Zweitliga-Niveau.

Wie funktioniert es mit der Sprache?

Brdaric:  Das ist kein Problem! Die Spieler können alle Englisch, außerdem spreche ich durch unsere Vorfahren ja auch Kroatisch, womit man sich hier auch ganz gut verständigen kann. Da ich außerdem fließend Spanisch spreche, kann ich mich auch mit unserem Brasilianer austauschen, weil es im Portugiesischen und Spanischen viele Übereinstimmungen gibt.

Können Sie sich vorstellen, länger dort zu bleiben? Shkodra ist aktuell mit neun Punkten Vorsprung Tabellenführer, im Sommer winkt die Qualifikation zur Champions League.

Brdaric:  Zunächst gilt mein Vertrag bis zum 30. Juni. Es ist so abgesprochen, dass ich zunächst in der U 21 eingesetzt werde, um Spielpraxis zu erhalten und in den Rhythmus zu kommen. Für die Reserveteams der Profis gibt es in Albanien, wie zum Beispiel auch in England, eine eigene Liga. Trainieren werde ich aber bei den Profis und dort auch, wenn meine Leistungen gut genug sind, zum Einsatz kommen. Das ist mein erster Profivertrag und ich werde alles dafür geben, dass diese Reise für mich weitergeht. Wenn wir die Meisterschaft holen würden, wäre das natürlich sensationell. Am Samstag spielen wir bei unserem Verfolger Partizani. Wenn wir da gewinnen, dann sieht es wirklich gut aus, aber es sind insgesamt ja noch 20 Partien zu spielen. 

Wie ist es so mit dem eigenen Vater als Trainer?

Brdaric:  Damit können wir beide sehr gut umgehen. Ich weiß, dass ich mich nach der Pause in Deutschland, in der ich viel individuell trainiert habe, erst an das Leistungsniveau im Profifußball heranarbeiten muss. Dabei kann mich mein Vater mit seiner Erfahrung als Spieler und Trainer sehr gut unterstützen – aber er stellt mich bestimmt nicht auf, nur weil ich sein Sohn bin.

Sie haben ja schon eine Auslandserfahrung hinter sich. 2019 waren Sie für ein halbes Jahr in den USA. Was haben Sie dort gemacht?

Brdaric:  Ich war zunächst für zwei Wochen beim Probetraining bei Atlanta United, dem US-Meister von 2018 und Cupsieger von 2019. Dort habe ich aber keinen Vertrag bekommen und bin dann weiter nach Pittsburgh geflogen und habe mich den Duquesne Dukes angeschlossen. Ich habe mir durch den Schritt in die USA viel erhofft und wollte in meiner Entwicklung als junger Fußballer den nächsten Step machen, aber dann ist es nicht so gekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Daher bin ich nach nur einem halben Jahr zurück nach Deutschland geflogen und nach Monheim gewechselt.

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