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Wechsel-Fallen|15.12.2016|08:00

Winter-Wechsel-Wahnsinn: Der ideale Ratgeber

Schwierige Schnäppchenjagd: Wegen der frei verhandelbaren Ablösen im Winter gestalten sich die Verhandlungen weitaus schwieriger als im Sommer. [Foto: Imago]

Winterzeit, Wechselzeit: Die Transferperioden im Fußball haben etwas von Basar, auch im Amateurfußball. Gerade im Winter. Es wird geschachert und gefeilscht, diskutiert und spekuliert, sich gestritten und oft dann doch geeinigt. Manche lieben es, andere hassen es, kalt lässt das Wechseltheater kaum einen.

Wach müssen alle sein: die wechselwilligen Spieler, dass sie sich nicht verpokern oder die Abmeldung verpennen. Die Vereinsverantwortlichen, dass sie keine Formulare verschlampen oder sich übers Ohr hauen lassen. Die Trainer, dass sie nicht plötzlich ohne mehrere Leistungsträger dastehen und vom Bolzplatz auffüllen müssen. Vor allem im Winter, in der sogenannten Transferperiode II, die bis zum 31. Januar läuft, lauern überall Fallstricke. FUSSBALL.DE verrät Euch die wichtigsten. Der launige Ratgeber für den Wechsel-Wahnsinn zu Jahresbeginn.

Achtung, Abmeldetermin: Für den jungen Henni war die Sache klar. Diesmal sollte schon im Winter Aufstieg gefeiert werden. Vom Heimatverein in der Bezirksliga geht es zum ambitionierten Nachbarn in die Landesliga. Das Teamposter des neuen Klubs aus der Sommer-Beilage im Lokalblättchen war schon aufgehängt, die Bettwäsche von blau-weiß zu rot-weiß gewechselt, der Vorbereitungsplan ausgedruckt. Blöd nur: Henni hatte so ausgiebig an Weihnachten und Silvester angestoßen, dass er ganz vergessen hatte, sich zum 31. Dezember abzumelden. Die nachträgliche Abmeldung vom 2. Januar – ein Fall für die Tonne. Da kennen die Statuten kein Erbarmen. Einzige Möglichkeit: Henni wird auf die Schnelle Vertragsamateur. Das ist noch bis 31. Januar möglich. Das kommt für seinen neuen Klub aber nicht in die Tüte. Zu teuer. Letzter Versuch: ein schüchterner Anruf bei Günni, dem Spielausschussvorsitzenden von Hennis altem Verein. „Du, Günni, ich hab‘ Mist gebaut. Können wir den Wisch vielleicht auf Dezember rückdatieren?“ „Nee, Junge. Kein Gemauschel. Wir sehen uns einfach wieder zum Start in die Vorbereitung. Denk‘ an die Laufschuhe – und an die Kiste. Wer Ausstand gegeben hat, muss auch wieder Einstand zahlen.“

Achtung, Abgabefristen: Kläuschen, seit 20 Jahren Vorsitzender, ist in Not. Schriftführerin Gerda macht zum ersten Mal über Silvester Urlaub, also hat in den vergangenen zwei Wochen kein Mensch ins elektronische Postfach des Vereins geschaut. Nun hat Kläuschen den Salat. Was soll auch dieser Quatsch, sich mittlerweile online abmelden zu können, schimpft er vor sich hin. Torjäger Mario hat genau das vor mehr als zwei Wochen getan, er hat sich abgemeldet. Ohne Postkarte, sondern online, mit Hilfe seines neuen Vereins. Was hatte Kläuschen sich nicht alles vorgenommen für den Transferpoker: die Freigabe verweigern, auf beleidigt machen, weil der beste Torschütze nicht zu ersetzen ist, die Ablöse in die Höhe treiben und am Ende einen schönen Reibach für den Verein machen. Kann er sich alles abschminken. Mario ist ablösefrei. Denn: Wenn der abgebende Verein nach Abmeldung eines Spielers nicht innerhalb einer vom Landesverband vorgegebenen Frist reagiert (im Normalfall zwei Wochen), ist der Spieler automatisch für Pflichtspiele des neuen Klubs einsatzberechtigt. Ohne einen müden Euro für den alten Verein. Mario lacht sich eins – und holt sich bei seinem neuen Verein gleich mal das Versprechen, irgendwann auch ablösefrei wieder gehen zu können. Danke, Kläuschen.

"Ach Junge, bei uns zählt ein Wort noch was"

Achtung, Ablöse: Tim hat keinen Bock mehr. Jedes Jahr die gleiche Leier, immer wieder dieses Gekicke gegen den Abstieg. Da trifft es sich gut, dass der aktuelle Tabellenzweite ihn für die Rückrunde haben will. Ein Wechsel innerhalb der Bezirksliga. Normale Ablöse: 500 Euro. Ist in den Statuten so festgeschrieben – oder? Eigentlich war sich Tim sicher, doch Pustekuchen. Im Winter sind die Ablösen frei verhandelbar. Sein alter Klub ruft 1.500 Euro auf, weil Eigengewächs, Leistungsträger, Identifikationsfigur und so. Der Tabellenzweite winkt pikiert ab. Tim kehrt reumütig zurück. Wieder Gekicke gegen den Abstieg. Diesmal aber in der zweiten Mannschaft in der B-Liga. „Damit Du erstmal wieder Demut lernst“, sagt Trainer Hannes, der bereits beim Ortsrivalen für die neue Saison zugesagt hat.

Achtung, Versprechungen: Endlich Verbandsliga. Darauf hat sich Simon seit Jahren gefreut. Guter Klub, erfahrener Trainer, positive Eindrücke im Probetraining, alles dufte. Und ablösefrei ist der Zehner auch noch. So war es besprochen bei seinem Noch-Verein, vor eineinhalb Jahren, als er gekommen war, als unbeschriebenes Blatt, ehe er zum Kapitän aufstieg. Ursprünglich wollte er die Zusicherung schriftlich. „Ach Junge, da reicht ein Handschlag. Bei uns zählt ein Wort noch was“, hatte Achim, der Sportliche Leiter, damals durch den Zigarettennebel gehustet, an seinem vierten Weizen gezogen und beim leichten Aufstoßen Simon in den Arm genommen. Jetzt, 18 Monate später, schaut Achim ganz ernst: „Ablösefrei? Ja ja, aber doch nicht im Winter.“ Schwacher Trost für Simon: Selbst das gewünschte schriftliche Versprechen hätte ihm nicht geholfen, es wäre auch nicht mehr wert gewesen als ein bei 2,0 Promille geschlossener Bierdeckelvertrag.

Achtung, verzockt: Stürmer Umüt ist genervt. Nur vier Tore in der Hinrunde. Lächerlich. Und daran sind in erster Linie die anderen schuld. Der Trainer, der ihn viel zu oft auf die Außenbahn stellt. Die Mitspieler, die keine gescheiten Vorlagen liefern und sowieso nicht richtig kicken können. Ignoriert ihn der Spielmacher nicht sogar mit Absicht? Unverschämtheit, wie die mit Umüt umgehen, mit ihm, Übrakadabra, der schon viermal in Sommerpausen bei türkischen Zweitligisten im Probetraining war. Logische Konsequenz der Unzufriedenheit: Umüt meldet sich ab, mit unbekanntem Ziel. Ein neuer Verein wird sich in der Winterpause schon finden für einen wie ihn, der in der Kreisliga ohnehin nichts verloren hat. In den nächsten Wochen lässt sich Ümüt bei jedem Hallenturnier der Umgebung blicken. Kontakte knüpfen, Verhandlungen führen – wenn ihn nur ein Klub ansprechen würde. Tut aber keiner. Im ersten Training der Vorbereitung schlägt er wieder bei seinem alten Team auf. Kicken kann da immer noch keiner. Aber das nächste Probetraining in der türkischen 2. Liga im Sommer ist ja nicht mehr weit.

Achtung, nochmal verzockt: Lukas ist reif für oben. Innenverteidiger, 23, Linksfuß, kopfballstark – so einer sollte endlich raus aus der Kreisliga und es in der Landesliga probieren. Sein Heimatverein ist alles andere als begeistert, aber es soll wenigstens ein gutes Geschäft werden. Im Sommer wären 750 Euro als Ausbildungsentschädigung festgeschrieben, doch im Winter gibt es kein Limit, also wird bei der Forderung gleich mal mehr als verdoppelt – auf 2.000 Öcken. Und auch keinen Euro davon abgerückt. Der interessierte Landesligist zeigt den Vogel. Lukas erinnert Andi, Vorsitzender seines jetzigen Klubs und Skat-Kumpel seines Vaters, vergeblich daran, dass der doch gesagt habe, er werde ihm bei einem Wechsel in eine höhere Klasse keine Steine in den Weg legen. Das war allerdings vor der Weihnachtsfeier, bei der sich Lukas von Andis Tochter Lisa getrennt hatte. Andi bleibt hart, aus dem guten Geschäft für seinen Klub wird trotzdem nichts. Lukas sitzt die Zeit bis Sommer freiwillig ohne Spiel ab, trainiert schon bei seinem neuen Verein mit und bringt keinen Cent ein, weil er nach sechs Monaten automatisch ablösefrei ist.

Noch mehr Wechsel-Infos

Was müsst Ihr sonst noch zum Thema Vereinswechsel im Winter wissen? Wie verhält es sich im Jugendbereich? Wie funktioniert das mit dem Zweitspielrecht? Hier findet Ihr die wichtigsten Fragen und Antworten.

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