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Younes-Brüder |27.09.2017|16:30

Younes-Brüder: Philipp fast Nationalspieler

Nationalspieler Amin Younes (linkes Foto, Mitte, und rechtes Foto, links) hat im Sommer den Confed Cup gewonnen. Auch seine beiden Brüder Philipp (rechtes Foto, Mitte) und Carim (rechtes Foto, rechts) sind ordentliche Fußballer. [Foto: Imago, privat / Collage: FUSSBALL.DE]

Als Amin Younes am 24. Mai mit Ajax Amsterdam im Europa-Legaue-Finale gegen Manchester United steht, sind seine Brüder Philipp und Carim natürlich auch dabei. Auf der Tribüne in Solna fiebern sie mit dem deutschen Jungnationalspieler, den auch Bundestrainer Joachim Löw auf seinem Zettel für die WM 2018 in Russland hat. Philipp (25) und Carim (17) spielen auch selbst Fußball, beim DSC 99 beziehungsweise bei Ratingen 04/19 – die neueste Folge unserer Serie „Familienbande“.

„Der Fußball hat in unserem Leben schon immer die Hauptrolle gespielt, ich glaube sogar, wir sind mit dem Ball in der Hand auf die Welt gekommen“, sagt Philipp und lacht. Er ist der älteste der drei Younes-Brüder und fast seine gesamte Kindheit bis zur Jugend mit dem nur elf Monate jüngeren Amin zusammen gekickt. „Wir hatten bei uns in Lichtenbroich ganz in der Nähe einen Abenteuer-Spielplatz mit Steinboden, da haben Amin und ich immer mit unseren Kumpels gekickt“, verrät Philipp Younes.

"Wir sind stolz auf den Libanon, aber für Amin war die Entscheidung für den DFB logisch"

In Düsseldorf als Söhne eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, schließen sich Philipp und Amin Younes zunächst als kleine Jungs der SG Unterrath an. Schon in der E-Jugend aber ist das große Talent der beiden Brüder zu erkennen und sie wechseln zu Borussia Mönchengladbach. Schon Vater Zoulfikar ist ein ordentlicher Fußballer, spielt in seiner Heimat Tripolis sowie später in Düsseldorf in Tiefenbroich und Unterrath. In Gladbach wird Amin deutscher Jugendnationalspieler, während Philipp in der A-Jugend zu Fortuna Düsseldorf wechselt.

Erstmals sind die beiden Brüder getrennt, gehen ihre eigenen Wege. Amin wird Profi, debütiert am 1. April 2012 in der Bundesliga, wird in der Saison 2014/15 für ein Jahr zum 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen und startet dann erst mit dem Wechsel zu Ajax Amsterdam so richtig durch. Die bisherigen Höhepunkte in seiner Karriere: das (verlorene) Finale in der Europa League und der gewonnene Confed-Cup im Frühsommer dieses Jahres.

Amins Entscheidung für den DFB-Adler und gegen „die Zedern“, so wie die libanesische Fußball-Nationalelf genannt wird, findet auch dessen älterer Bruder richtig. „Wir sind hier geboren und unser Vater ja auch schon vor Jahrzehnten aus dem Libanon nach Deutschland gekommen. Man kann es so sagen, dass Deutschland unsere erste Heimat ist und der Libanon die Heimat unseres Herzens“, erläutert Philipp Younes. „Wir sind stolz auf den Libanon, aber für Amin war die Entscheidung für den DFB logisch, denn zwischen Deutschland und dem Libanon liegen fußballerisch nun einmal Welten.“

Er selbst hätte ebenfalls Nationalspieler werden können – aber eben für den von Düsseldorf 4.000 Kilometer entfernten Libanon. „Zwischenzeitlich hat der libanesische Fußballverband mal den Kontakt zu mir gesucht, aber ich habe das abgesagt, weil ich lieber hier in Düsseldorf leben möchte“, betont Philipp Younes. Als letztes Jahr eine Anfrage des libanesischen Erstligisten Salam Zgharta kam, winkt er ebenfalls ab.

Nach der Jugend bleibt Philipp Younes, bis auf eine Ausnahme, in Düsseldorf. Mit der U 19 der Fortuna spielt er zwar in der Junioren-Bundesliga, doch zu einem Profivertrag kommt es nicht. „Als ich in der Jugend in Gladbach gespielt habe, war ich vielleicht noch nicht reif genug, um diesem Ziel alles unterzuordnen“, gibt er zu. „Amin war da anders, er hat alles für den Fußball getan und ja schon früh alle Jugend-Nationalmannschaften durchlaufen. Für mich war der Sprung schwer, aber so wie es gekommen ist, damit bin ich auch sehr zufrieden.“

Der in den Nachwuchsleistungszentren taktisch und spielerisch bestens ausgebildete linke Verteidiger spielt für TuRu Düsseldorf , den DSC 99, SC West , die SF 06 Neuwerk , den Rather SV und seit dieser Saison wieder für den DSC 99. Beruflich macht er sich selbständig und steigt in den Gebrauchtwagenhandel seines Vaters ein. „Nach dem Aufstieg des DSC in die Oberliga ist das eine sportlich interessante Geschichte für mich“, bemerkt Philipp Younes. „Auch wenn es bisher in der Saison noch nicht so gut gelaufen ist und wir momentan Tabellenletzter sind, denke ich, dass es die richtige Entscheidung war und wir unter dem neuen Trainer Jorg Vollack den Klassenerhalt packen können.“

Im nächsten Spiel am kommenden Dienstag, 3. Oktober, beim VfB Homberg ist der 25-Jährige allerdings nach einer Gelb-Roten Karte beim 2:2 am letzten Sonntag in Hiesfeld erst einmal gesperrt. „Das war unnötig und eigentlich gar nicht meine Art“, meint Philipp Younes entschuldigend. So sieht es auch sein Coach. „Philipp ist eher ein ruhiger, zurückhaltender Typ“, bestätigt Jörg Vollack.

Der Verteidiger mit dem prominenten Namen ist bei ihm gesetzt. Der Klassenerhalt, findet nicht nur Vollack, ist im Düsseltal nur mit Spielern wie Philipp Younes zu schaffen. In den Libanon geht es für den auch weiterhin nur, um gelegentlich Verwandte zu besuchen. Fußball, so viel ist klar, wird weiterhin am Rhein gespielt.

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