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Video-Call |31.10.2020|16:10

Zur Themenwoche: Video-Call mit Rafalski

Gelungener Austausch: Katrin Rafalski (o.l.) und die zwei jungen Schiedsrichterinnen (r.).[Foto: DFB]

Katrin Rafalski hat das geschafft, wovon viele junge Schiedsrichterinnen träumen: Sie pfeift in der höchsten deutschen Spielklasse im Frauenfußball und ist außerdem im Männerbereich als Schiedsrichter-Assistentin in der 2. Bundesliga im Einsatz. Die 38-Jährige, die bereits seit 2010 FIFA-Schiedsrichter-Assistentin ist und auf 24 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann, hat sich anlässlich der Themenwoche Frauen- und Mädchenfußball den Fragen von zwei Nachwuchs-Schiedsrichterinnen gestellt.

Passend zur Themenwoche war im rund 30-minütigen Video-Call, für den sich Doro Brockschmidt und Stefanie Wolff über FUSSBALL.DE beworben hatten, nicht nur geballte Frauenpower, sondern auch viel Erfahrung im Schiedsrichterbereich mit von der Partie. Neben persönlichen Erfahrungsberichten tauschten sich die drei über eine breite Spannweite an Themen aus. So wurden beispielsweise der Umgang mit Fehlentscheidungen, Ratschläge zu Laufwegen und Techniken für Frauen im Männerbereich, aber auch Themen wie Rassismus oder Gewalt gegen Schiedsrichter angesprochen.

Eröffnet wurde der Call mit einem Austausch über das Größenproblem als Frau im Fußball, da Wolff, die für den Verein Victoria Koslar pfeift und 1,65 Meter groß ist, öfter das Problem hatte, dass sie von den Männern übersehen wurde. Rafalski, die nur drei Zentimeter größer ist, erklärte als Leidensgenossin, dass "es als Schiedsrichterin vor allem wichtig ist, den seitlichen Blick auf das Geschehen zu haben", sodass man das Spiel anschauen, in die Diagonale reinstarten und spielbegleitend mitlaufen könne. Zudem habe ihr bei der Platzwahl mit größeren Assistenten immer geholfen, ein bis zwei Meter vor ihnen zu stehen, sodass man von der Distanz aus nicht so klein wirke.

"Man muss lernen, Fehler abzuhaken"

"Auch ein Spieler schlägt einen Fehlpass oder ein Torwart fasst daneben. Fehler passieren und gehören zum Fußball dazu"

Ein Größenproblem hatte die Nachwuchsschiedsrichterin Brockschmidt, die mit ihren knapp 1,80 Metern auf Augenhöhe mit den Spielern ist und seit Anfang dieses Jahres offiziell Frauen-Bezirksligaspiele pfeifen darf, bisher noch nicht. Die 18-Jährige wollte von Rafalski wissen, wie man im Spiel mit Fehlentscheidungen umgehe. Rafalski betonte, dass man sich immer vor Augen halten solle, dass man Fehler nicht absichtlich mache, "denn Fehler passieren", wie auch "ein Spieler einen Fehlpass schlägt oder ein Torwart mal daneben fasst, denn das gehört zum Fußball dazu". Die FIFA-Schiedsrichter-Assistentin wies auch darauf hin, "dass man mit einer gewissen Erfahrung zunehmend ein Gefühl dafür entwickelt, ob man eine richtige oder falsche Entscheidung getroffen hat".

Dass solch ein Gefühl allerdings auch mal täuschen kann, erfuhr die 38-Jährige, die seit 2007 in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga aktiv ist, bei einem Einsatz als Schiedsrichter-Assistentin in der zweiten Bundesliga am eigenen Leib, als sich nach einer Abseitsentscheidung von ihr erstmals der Video-Assistent einschaltete und diese korrigierte. "Das war eine Situation, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Wenn man dann die Info erhält, dass es kein Abseits war, obwohl man der festen Überzeugung war, dass der Spieler im Abseits stand, dann ärgert einen das natürlich. Auch das war ein Prozess, bei dem ich gelernt habe, dass sowas passiert und man lernen muss, einen Fehler abzuhaken", sagte Rafalski und fügte hinzu: "Es ist ganz wichtig, Fehler in der Nachbearbeitung aufzuarbeiten, diese vernünftig zu reflektieren und keine Ausreden zu suchen“.

Im Laufe des Calls tauschten sich die Schiedsrichterinnen auch über ihre besonderen Routinen vor dem Spiel, den besten Platz zum Transport der Wählmarke (ohne dass diese beim Sprint im Spiel verloren geht), aber auch über die Themen Gewalt und Rassismus aus. Hier wies die DFB-Schiedsrichterin, die während eines Spiels schon mit einer rassistischen Beleidigung eines dunkelhäutigen Spielers zu tun hatte, explizit darauf hin, dass man strikt und schnell zum Schutze des Spielers handeln müsse. Angesprochen auf die Frage, wie man sich als Frau gegen die männliche Konkurrenz durchsetzen könne, betonte die langjährige Schiedsrichterin, dass am Ende die Leistung ausschlaggebend sei. Die Sportliche Leitung und die Beobachter bewerten "die Leistung auf dem Platz und wenn diese passt und du dich damit abhebst, dann ist es vollkommen egal, woher du kommst, wie du aussiehst oder welches Geschlecht du hast. Wichtig ist, dass die Leistung stimmt. Man tut niemandem einen Gefallen, wenn man eine Schiedsrichterin oder einen Schiedsrichter aufsteigen lässt, obwohl die Person noch nicht bereit dafür ist." Die Schiedsrichterin des Jahres 2014/2015 gab ebenfalls zu: "Ich persönlich habe meist noch eine Ehrenrunde in jeder Spielklasse gedreht, bevor ich in die nächste Spielklasse aufgestiegen bin. Wenn ich aufgestiegen bin, war ich dann auch bereit dafür."

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