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FC Bayern und BVB sind für das Konzept

23.10.2012, 18:42 Uhr | sid, dpa

Auch beim Revierderby 2012 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke gab es Krawalle.  (Quelle: imago)

Auch beim Revierderby 2012 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke gab es Krawalle. (Quelle: imago)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will mit einer Informationsveranstaltung für die 36 Profiklubs den Weg zum neuen Sicherheitskonzept ebnen - und bekommt Schützenhilfe von den Branchenriesen FC Bayern München und Borussia Dortmund. In einem Schreiben an die Vereine nach der Sitzung der DFL-Sicherheitskommission an die Vereine wurde auch zugesagt, dass Fan-Vertreter mehr eingebunden werden sollen. Nach vielen Bedenken und Widerständen gegen das Positionspapier "Sicheres Stadionerlebnis" hat sich nun der Rekordmeister positiv zu den geplanten Maßnahmen gegen Gewalt geäußert. "Wir stehen hinter diesem Konzept", sagte Sprecher Markus Hörwick. Zuvor drohte das Konzept an der Ablehnung zahlreicher Klubs zu scheitern.

Nachdem sich in den Tagen zuvor einige Klubs wie der VfL Wolfsburg und Hertha BSC deutlich gegen das Sicherheitskonzept ausgesprochen hatten, ist nach der Sitzung ein moderaterer Ton in der Szene eingezogen. So unterstützt auch der BVB die DFL und den DFB. "Wir waren in der Kommission vertreten. Deshalb können wir mit dem Entwurf sehr gut leben. Aber wenn dieser Entwurf abgelehnt wird und Verbesserungsvorschläge kommen, kann das nur gut sein. Es ist ja erst einmal nur ein Entwurf", erklärte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung beim Deutschen Meister.

Mäuser: Fans müssen einbezogen werden

Die DFL hatte die Vereine schon ursprünglich dazu aufgefordert, ihre Fan-Vertreter mit einzubeziehen, nun soll dies auf vielfachen Wunsch auch auf oberster Ebene geschehen. Genau das verlangte auch der VfB Stuttgart: "Es macht keinen Sinn, über einen Maßnahmenkatalog abzustimmen, bevor die Interessen und Vorschläge der Fans einbezogen wurden", sagte Präsident Gerd Mäuser.

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Der VfB stehe zwar hinter den vorgeschlagenen Maßnahmen, habe der DFL jedoch vorgeschlagen, neben der bereits bestehenden Sicherheitskommission eine zweite zu gründen, in der die Fan-Beauftragten der 36 Profiklubs sitzen. Fan-Vertreter wehren sich vor allem gegen Ganzkörperkontrollen am Stadioneingang und gegen eine Reduzierung von Ticket-Kontingenten für Auswärtsspiele als Strafe für Verstöße.

DFL lädt zur Vollversammlung am 12. Dezember

"Wir weisen darauf hin, dass es sich weder um ein abschließendes Konzept noch um ein finales Arbeitsergebnis handelt", heißt es in dem DFL-Schreiben. In den nächsten Wochen soll es auch ein Treffen mit Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Klubs und der Arbeitsgemeinschaft Fan-Belange beim DFB geben.

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Die DFL will bei ihrem Vorhaben bleiben, das Konzept bei der Vollversammlung am 12. Dezember zu verabschieden. Sollte das Konzept im Dezember abgelehnt werden, könnte das Heft des Handelns bei der Gewalt-Problematik von der Politik übernommen werden. Das möchte der Verband vermeiden: "Der Ligaverband ist weiterhin der Auffassung, dass er im Rahmen der Verbandsautonomie in Eigenverantwortung zu Lösungsansätzen kommen sollte, die der Besonderheit der Liga und damit auch ihrer Rolle als Veranstalter entsprechen", sagte Peter Peters, der Vorsitzende der DFL-Kommission "Sicheres Stadionerlebnis".

"Arbeitsgemeinschaft Fananwälte" ist gegen das Konzept

Im Konzept der Kommission geht es unter anderem um die Ausweitung von Stadionverboten, die mögliche Einbehaltung von TV-Geldern als Strafe für die Klubs sowie sogenannte "Vollkontrollen" bei den Zuschauern. All diese Maßnahmen werden allerdings von der "Arbeitsgemeinschaft Fananwälte" infrage gestellt. Für die Juristen steht das Konzept "mit der bestehenden Rechtslage nicht im Einklang". Die Anwälte der Fans nennen zahlreiche Kritikpunkte. So sehe die deutsche Rechtsordnung keine Kollektivschuld vor, demzufolge seien auch Kollektivstrafen nicht zulässig.

Auch die momentane Praxis bei der Verhängung von Stadionverboten sei nicht rechtsstaatlich. Zudem würden bereits derzeit Daten aus laufenden Ermittlungsverfahren von der Polizei an die Vereine ohne Rechtsgrundlage weitergegeben. Auch die "Vollkontrollen" sind laut der Juristen unzulässig, da private Sicherheitskräfte keine Befugnis hätten, Personen zu durchsuchen - außer, die betroffene Person würde einwilligen.

Quelle: sid, dpa

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