28.11.2012, 22:08 Uhr | sid
Stuttgarts Vedad Ibisevic (li.) im Zweikampf mit Augsburgs Gibril Sankoh. (Quelle: dpa)
Der VfB Stuttgart hat dank des Ex-Augsburgers Ibrahima Traore das schwäbische Bruderduell gegen Schlusslicht FC Augsburg gewonnen und die Trainderdiskussion beim kleinen Nachbarn geschürt. Die Stuttgarter setzten sich am 14. Spieltag der Bundesliga 2:1 (1:1) durch. Durch die Niederlage, an der Traore mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich beteiligt war, wird die Luft für FCA-Coach Markus Weinzierl immer dünner.
Traore (11.) und Torjäger Vedad Ibisevic (69.) trafen für den VfB, der nach dem dritten Sieg im dritten Bundesliga-Spiel gegen Augsburg mit 19 Punkten im Mittelfeld der Tabelle rangiert. Ganz anders sieht es für die Augsburger, für die der Südkoreaner Ja-Cheol Koo traf (44.), aus. Der FCA, der bisher nur einen Sieg in der laufenden Saison feierte, wartet seit sieben Partien auf einen Erfolg und verliert mit lediglich sieben Zählern auf dem Konto das rettende Ufer immer mehr aus den Augen.
Den 38.940 Zuschauern in der Stuttgarter Arena wurde in den ersten Minuten äußerst magere Fußballkost serviert. Den Gastgebern, die am Sonntag im baden-württembergischen Derby eine deftige 0:3-Pleite beim SC Freiburg kassiert hatten, fiel in der Offensive nicht viel ein. Das erste Saisontor Traores nach guter Vorarbeit von Vedad Ibisevic war gleichzeitig die erste gefährliche Szene der Partie.
Die Stuttgarter bestimmten nach der Führung das Geschehen. Die Augsburger, die am Sonntag nach vier Pleiten in Folge immerhin ein Remis (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach geholt hatten, mussten in dieser Phase das zweite Gegentor befürchten. Die Gäste wirkten in der Defensive unsicher und fanden in der Offensive kaum statt. Der VfB stellte nach einer halben Stunde allerdings nur die etwas bessere von zwei schwachen Mannschaften.
Insgesamt sahen die Besucher bei Dauerregen einen echten Langweiler. Auf dem nassen Rasen brachten die Profis kaum sehenswerte Spielzüge zustande. Das Mittelfeld wurde meist mit langen Pässen überbrückt, die Stürmer auf beiden Seiten konnten mit diesen Zuspielen aber nichts anfangen. Torchancen waren Mangelware. Daran änderte im Grunde auch das zweite Saiontor des südkoreanischen Nationalspielers Koo nichts. Der Treffer der Gäste, der aus dem Nichts fiel, war nicht die Folge einer Chance. Das Tor aus großer Distanz gehörte eher in die Rubrik Sonntagsschuss. VfB-Torwart Sven Ulreich war mit den Fingern noch am Ball, konnte den Gegetreffer aber nicht verhindern.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie endlich Fahrt auf. Die Stuttgarter erhöhten das Tempo und den Druck. Traore vergab per Kopf die Möglichkeit zur erneuten Führung (48.). Nur sieben Minuten später strich ein abgefälschter Schuss des Nationalspielers aus Guinea nur knapp über das Augsburger Tor. Nach knapp 70 Minuten wurde der VfB belohnt. Nach einem Freistoß Traores erzielte Ibisevic per Kopf sein siebtes Saisontor.
Am Ende prüften die Augsburger VfB-Keeper Sven Ulreich mehrfach, aber der Ball wollte wie Sekunden vor Schluss beim Versuch von Aristide Bancé partout nicht über die Torlinie.
14. Spieltag | ||||
Borussia Dortmund | - | Fortuna Düsseldorf | 1:1 | |
Hannover 96 | - | SpVgg Greuther Fürth | 2:0 | |
Hamburger SV | - | FC Schalke 04 | 3:1 | |
Eintracht Frankfurt | - | 1. FSV Mainz 05 | 1:3 | |
Borussia Mönchengladbach | - | VfL Wolfsburg | 2:0 | |
VfB Stuttgart | - | FC Augsburg | 2:1 | |
SV Werder Bremen | - | Bayer Leverkusen | 1:4 | |
SC Freiburg | - | FC Bayern München | 0:2 | |
1. FC Nürnberg | - | TSG 1899 Hoffenheim | 4:2 | |
Quelle: sid
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