Brüder-Trio beim SV AKM Köln: "Ohne Fußball geht es nicht"
Dreimal ist in der Aufstellung des SV AKM Köln der Name Reiß zu finden. FUSSBALL.DE spricht mit den Brüdern Toni, Reimund und Marco auch darüber, wer der Beste ist.
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In den vergangenen drei Jahren ausgezeichnet: Bad Soden (o.), SV Köppern (u.l.) und Blau-Weiß Aasee.[Foto: Collage FUSSBALL.DE]
Alljährlich werden die Sepp-Herberger-Urkunden für beeindruckendes ehrenamtliches Engagement an Akteure des organisierten Fußballs verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Aktivitäten aus dem Behindertenfußball, der Resozialisierung von Strafgefangenen sowie in der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen. Seit dem Jahr 2016 werden zudem zusammen mit dem Softwarekonzern SAP auch Fußballorganisationen prämiert, die sich im Bereich "Fußball Digital" engagieren und dabei neue Technologien und Möglichkeiten nutzen. In der Kategorie "Sozialwerk" wird zusammen mit der Horst-Eckel-Stiftung der "Horst-Eckel-Preis" verliehen.
Im Rahmen einer Feierstunde mit prominenten Fußball-Persönlichkeiten am 9. März 2020 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin erhalten Fußballorganisationen für hervorragende Projekte in fünf Kategorien Geldpreise im Gesamtwert von 45.000 Euro. Einsendeschluss für die aktuelle Bewerbungsphase ist Freitag, 3. Januar 2020. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Sepp-Herberger-Urkunden haben wir hier zusammengestellt.
In einer Serie auf FUSSBALL.DE stellen wir die erstplatzierten Preisträger in den vergangenen drei Jahren in den verschiedenen Kategorien vor. Heute: Behindertenfußball.
1. Platz 2019: SV Teutonia Köppern (Hessischer Fußball-Verband)
"Wir kicken gemeinsam" – unter diesem Motto richten die Verantwortlichen des SV Teutonia Köppern immer in den hessischen Sommerferien ein inklusives Fußball-Camp aus. Was als kleines Projekt begonnen hat, hat sich inzwischen zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Zuletzt waren 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei. Das Gruppenerlebnis spielt eine besondere Rolle. Oft sind schon im Januar wieder alle Plätze für das kommende Camp vergeben - wer einmal da war, der will auch im nächsten Jahr wiederkommen. Strahlende Gesichter, Ausgelassenheit, Freude pur prägen Jahr für Jahr das Bild der Veranstaltung. Zudem gibt es beim SV Teutonia Köppern bereits seit sechs Jahren die inklusive Fußballmannschaft "Team United". In diesem ganz besonderen Team kicken einmal in der Woche Spielerinnen und Spieler zwischen acht und 40 Jahren mit und ohne Behinderung zusammen, ohne Berührungsängste, ohne Argwohn und ohne Vorbehalte. Immer wieder stehen auch Freundschaftsspiele oder Freizeitturniere auf dem Programm. Die Freude am Fußballspielen steht im Vordergrund, bringt Abwechslung und mehr gegenseitiges Verständnis in unserer schnelllebigen Welt, die es Menschen mit Behinderung nicht immer einfach macht, sich im Alltag zurechtzufinden und zu entfalten.
1. Platz 2018: SV Blau-Weiß Aasee (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen)
Der SV Blau-Weiß Aasee aus Münster hat vor einigen Jahren Fakten geschaffen und eine seiner wichtigsten Leitlinien in der Satzung verankert: Der Verein setzt sich besonders für die Integration ausländischer, behinderter und sozial schwacher Menschen ein und fördert den integrativen Sport, heißt es dort. In der Theorie klingt das gut, aber in Aasee wird das Motto auf vorbildliche Art und Weise auch in der Praxis gelebt. Und zwar zum Beispiel so: Beim SV Blau-Weiß Aasee treiben über 150 Spielerinnen und Spieler in inklusiven Angeboten und verschiedenen Altersstufen Sport – nicht nur im Fußball, sondern auch in der Leichtathletik, im Tischtennis und Badminton. Das funktioniert nur, weil zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die Verantwortlichen unterstützen. Neben dem "normalen" Programm organisiert der Verein im Handicap-Fußball jährlich unter anderem zwei Großturniere, ein Hallenturnier im Rahmen der FLVW-Inklusions-Serie mit rund 15 Mannschaften und den sogenannten Wildemann-Cup, der bereits neun Mal ausgetragen wurde. Bei diesem Wettbewerb sind 20 Teams in den vier Altersklassen Ü6, Ü12, Ü15 und Ü19 am Start. Zudem organisiert der Klub ein jährlich stattfindendes inklusives Fußballcamp in den Sommerferien. Das Besondere: es ist offen für alle. Auch für Nichtbehinderte – so funktioniert Inklusion auch einmal andersherum.
1. Platz 2017: SG Bad Soden 1911 (Hessischer Fußball-Verband)
Die SG Bad Soden 1911 hat eine Kooperation mit dem Behinderten-Werk Mainz-Kinzig entwickelt. Die Verantwortlichen konnten so ein gemeinsames Team im regulären Spielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) melden - die Mannschaft besteht aus Fußballern mit und ohne Handicap und tritt als "SG Bad Soden III" in der Kreisliga Schlüchtern an. Trainiert wird die inklusive Mannschaft übrigens von der 102-maligen deutschen Nationalspielerin Pia Wunderlich, die 2003 mit der DFB-Auswahl die Weltmeisterschaft gewann. "Das Ziel einer erfolgreichen Inklusion von behinderten Menschen sollte sein, ihnen unabhängig von der Art der Behinderung in allen Lebensbereichen die gleichen Zutritts- und Teilhabechancen zu gewähren wie Menschen ohne Behinderung", sagt Wunderlich. Und in Soden klappt das vorbildlich: In der Mannschaft gibt es eine Aufteilung in zwei Leistungsgruppen. Am Ende jeder Trainingseinheit steht ein gemeinsames Abschlussspiel und Elfmeterschießen mit allen Kickern der beiden Leistungsgruppen auf dem Programm. Dies fördert den Zusammenhalt der Mannschaft.
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