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Dauerbrenner |03.10.2021|09:20

Herbert Küppers: 65 Jahre Schiedsrichter

65 Jahre Schiri - und kein bisschen müde: Herbert Küppers (M.) geht seiner Leidenschaft mit Begeisterung nach.[Foto: Fußballkreis Kempen/Krefeld]

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Wie es wohl ist, 65 Jahre lang Schiedsrichter zu sein? Herbert Küppers weiß das. Der 87 Jahre alte Rentner vom SV St. Tönis aus dem Kreis Kempen/Krefeld im Fußballverband Niederrhein (FVN) leitete sein erstes Spiel, als er 22 Jahre war - und steht heute immer noch auf dem Platz! Rekordverdächtig.

Aber der Reihe nach: Zu seinen Zeiten als Jugendbetreuer bei St. Tönis im Jahr 1956 durfte bei Spielen nur der als Schiedsrichter einspringen, der auch einen Schiedsrichterausweis vorzeigen konnte. Deshalb entschied sich Küppers, den Lehrgang zu absolvieren und den Schein zu machen - danach ließ ihn das Schiri-Dasein nicht mehr los.

"Ich musste mich damals entscheiden: Jugendbetreuer oder Schiedsrichter", erzählt Küppers im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Beides zusammen wäre zeitlich nicht möglich gewesen. Da ich aber von Anfang an viel Spaß daran hatte, Spiele zu pfeifen, wurde ich Schiedsrichter."

Mit dem Mofa zum ersten Spiel: Sprit geht aus

"Leider hatte es zu wenig Benzin im Tank und ich bin liegengeblieben"

An sein erstes Spiel als Schiri kann sich Herbert Küppers übrigens noch sehr gut erinnern. "Es war ein A-Jugendspiel und ich bekam ein Mofa von einem Vereinskollegen, um dorthin zu fahren", so der Langzeit-Unparteiische. "Leider hatte es zu wenig Benzin im Tank und ich bin liegengeblieben. Ich wurde dann von einem Autofahrer abgeschleppt und zur Platzanlage mitgenommen, sodass ich es zum Glück noch rechtzeitig zum Spiel geschafft habe."

Küppers bewertete diese "Startschwierigkeiten" aber nicht als ein schlechtes Omen für eine Karriere als Schiedsrichter. Er blieb dran und darf heute stolz sagen, seit 65 Jahren zu pfeifen.

Küppers erlebte als Schiedsrichter so einiges. Unter anderem war er vor der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 als Linienrichter (heute Schiedsrichter-Assistent) bei Spielen in der Oberliga West im Einsatz, der damals höchsten Spielklasse in Deutschland. Er war am Spielfeldrand dabei, als Legenden wie Berti Vogts oder Günter Netzer für Borussia Mönchengladbach am Ball waren. Auch bei Begegnungen des 1. FC Köln und von Bayer 04 Leverkusen wurde Küppers als Linienrichter eingesetzt.

Schulturniere und Altherren-Spiele

Anekdoten? Gibt es viele. Küppers erinnert sich beispielsweise an Partien, in denen Teams mit neun oder zehn Spielern zu Ende spielen mussten, weil es damals noch keine Auswechselspieler gab. "Nicht selten musste dann ein Feldspieler ins Tor - das gibt es ja heute eigentlich nur noch, wenn der Torhüter vom Platz fliegt oder sich verletzt und das Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt schon ausgeschöpft wurde", so Küppers.

Mittlerweile ist Herbert Küppers nicht mehr so hoch und auch nicht mehr jedes Wochenende im Einsatz. Bei Schulturnieren und Altherren-Spielen geht er seiner Leidenschaft aber weiterhin gerne nach. "Es bereitet mir weiterhin Freude", sagt Küppers, der aber auch betont: "Wichtigere Meisterschaftsspiele pfeife ich nicht mehr."

Das liegt unter anderem auch an der längst etablierten Digitalisierung der Spielberichte. "Das ist mir zu kompliziert, das möchte ich nicht mehr machen. Zumal ja auch alles sehr schnell in das DFBnet eingepflegt werden muss. So schnell bin ich nun einmal nicht mehr", sagt Küppers mit einem Grinsen im Gesicht. Schließlich ist er immer noch sehr fit.

Familien-Gespann mit dem Enkel

Beispielsweise bei seinem Jubiläumsspiel im August, bei dem Küppers das umkämpfte Altherrenderby zwischen dem SV St. Tönis und der DJK Teutonia St. Tönis geleitet hatte, hielt er noch über die gesamte Spielzeit durch - auch wenn ihm sein Enkel Niklas Peuten (27) Unterstützung angeboten hatte. "Niklas ist selbst Schiedsrichter in der Landesliga und meinte mal zu mir: 'Opa, wenn du nicht mehr kannst, pfeife ich die zweite Halbzeit.' Aber das kam für mich nicht in Frage. Ich lasse es mir doch nicht nehmen, ein Spiel abzupfeifen, das ich auch angepfiffen habe", so Küppers witzelnd. Die Freude am Pfeifen merkt man ihm nach wie vor in jeder Sekunde an.

Seinen Enkel hatte Herbert Küppers mit der Begeisterung für das Pfeifen angesteckt. Als Jugendlicher war Niklas Peuten Linienrichter von Küppers, regelmäßig fuhr er mit seinem Großvater zu Altherren-Spielen. "In der Halbzeit musste ich Niklas häufig suchen", erzählt Küppers. "Da war er meist in den Vereinsheimen und hat Fußball geguckt." Rechtzeitig zum Anpfiff der zweiten Halbzeit war Peuten dann aber wieder da und machte seinen Job als Linienrichter seines Opas.

Bereits mit 14 erwarb Peuten seinen Schiedsrichterschein. Inzwischen ist er in der Landesliga im Einsatz - und macht Küppers damit stolz: "Niklas ist ein sehr guter Schiedsrichter und ich freue mich, dass er die gleiche Begeisterung wie ich für das Pfeifen empfindet." Peuten tritt damit in die Fußstapfen von Küppers, der jetzt - mit 87 Jahren - tatsächlich auch mal ans Aufhören denkt. "Ich lasse meine Schiedsrichter-Karriere so langsam ausklingen - aber ein paar Spiele will ich auf jeden Fall noch leiten. Dafür fühle ich mich noch fit genug!"

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