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Neustart |26.06.2021|15:45

Jovanovic: Weltenbummler jetzt in Bezirksliga

Nemanja Jovanovic: "Ich habe nur darauf gewartet, dass es endlich losgeht."[Foto: SC Greven 09/Collage Fussball.de]

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Liga 1, Superliga, Premier Liga oder Eliteserien: Die Namen der Spielklassen, in denen Nemanja Jovanovic bereits auf Torejagd ging, versprechen großen Fußball. In Rumänien, Kasachstan, Norwegen und Usbekistan lief der Serbe insgesamt 206-mal auf. Nun wagt der 37-Jährige im Münsterland beim SC Greven 09 einen Neuanfang. 

Dort will der 1,91-Meter-Mann nicht nur ab der neuen Saison in der ersten Mannschaft in der Bezirksliga beweisen, dass er es auf dem Platz noch drauf hat, sondern auch als Jugendtrainer. Doch der Reihe nach: In Negotin im ehemaligen Jugoslawien geboren, zieht es den talentierten Kicker mit 14 Jahren in die Hauptstadt Belgrad. Beim Europapokalsieger der Landesmeister von 1991, Roter Stern, hofft er über die Jugendakademie auf den Sprung in die erste Profimannschaft. "Ich habe aber keinen Vertrag gekriegt und sollte in die zweite Mannschaft gesteckt werden", erinnert sich Nemanja Jovanovic.

Dann beginnt seine Reise durch halb Europa und Asien. Der erste Wechsel führte ihn nach Rumänien. "Ein Spielerberater hat mich gefragt, ob ich Interesse hätte da zu spielen. Es war ein Zweitliga-Klub, aber mit Ambitionen nach oben", berichtet Jovanovic. "Ich habe gesagt: Warum nicht?"

Unirea Urziceni heißt der Verein, keine schlechte Adresse für einen jungen Spieler. Der Neuzugang aus Serbien schlägt ein, schießt in seinem ersten Spiel für Urziceni direkt ein Tor, wird danach aber nur selten eingesetzt. Nemanja Jovanovic will aber nicht auf der Bank versauern und zieht weiter, in der Folge wechselt er fast im Halbjahres-Takt den Verein beziehungsweise wird immer wieder ausgeliehen. "Ich hatte keine Geduld und wollte spielen", nickt der bullige Angreifer, der sich selbst als Typ Romelu Lukaku bezeichnet.

"Nach einem Jahr konnte ich rumänisch, das spreche ich bis heute fließend"

UEFA Cup und Europa-League-Quali

Erst beim FC Vaslui hielt es ihn etwas länger, mit den Grün-Gelben spielte er sogar international. In der UEFA-Cup-Saison 2008/2009 haben es die Rumänen in der ersten Runde mit Slavia Prag zu tun, doch ein 0:0 in Tschechien und ein 1:1 im Rückspiel reichen nicht zum Weiterkommen. Ein Jahr später schaffte es Vaslui in die Europa-League-Qualifikation, die Duelle gegen den OSC Lille, AEK Athen und Omonia Nikosia bleiben ihm bis heute im Gedächtnis. "In Athen haben wir im Olympiastadion gespielt. Da passen 90.000 Zuschauern rein", schwärmt Nemanja Jovanovic, um lachend abzuschwächen: "Es waren aber nur etwa 40.000 Leute da."

Trotzdem, der Eindruck vom Fußball auf internationaler Bühne bleibt, so oder so. Als er 24 ist, klopft Rayo Vallecano an. Nemanja Jovanovic würde gerne in Spanien spielen, aber dem FC Vaslui ist der Serbe wichtig und teuer. "Mein Boss wollte mich nicht abgeben", klärt der "Wandervogel" auf – und seine Reise geht weiter. Von Vaslui in Rumänien nach Taraz in Kasachstan, dann nach zwei Jahren und drei weiteren Vereinen in dem zentralasiatischen Land heißt die nächste Station: Sandnes Ulf in Norwegen. "Von den Bedingungen war das meine beste Station", meint der 37-Jährige. Tolle Stadien, beste Plätze, Partien gegen international bekannte Vereine wie Rosenborg Trondheim oder Spiele im Nationalstadion von Oslo zieren seine Vita.

Doch auch in Skandinavien bleibt er nur ein Jahr, zunächst geht es noch einmal zurück nach Kasachstan, ehe ihn das nächste Angebot nach Usbekistan verschlägt. Von 2015 bis 2019 spielt Nemanja Jovanovic erneut ganz fern der Heimat, dann tritt er den Rückflug nach Serbien an. So wild wie sich die insgesamt 16 Jahre und fast 20 Vereine umfassende Tour durch Europa und Zentralasien anhört, mit der Verständigung und den Menschen vor Ort hatte der sprachbegabte Kicker nie Probleme. "Nach einem Jahr konnte ich rumänisch, das spreche ich bis heute fließend. In Norwegen klappte das mit Englisch ganz gut, und in Kasachstan habe ich halt Russisch gelernt", erklärt er.

UEFA-B-Lizenz als Trainer

Deutsch kann er auch, das hat er in der Schule gelernt, außerdem hat seine Frau in Serbien als Deutsch-Lehrerin gearbeitet. In Greven, wo die Familie mit den zwei Kindern seit drei Monaten lebt, haben sie sich gut eingefunden. Seine Frau hat eine Stelle in einem Krankenhaus angetreten, Nemanja Jovanovic selbst möchte gerne im Fußball bleiben. "Das habe ich mein Leben lang gemacht", sagt er.

Schließlich ist der Ex-Profi im Besitz der UEFA-B-Lizenz als Trainer. Am 2. Juni stand er zum ersten Mal in Greven auf dem Platz, und zwar nicht als Spieler, sondern als neuer Coach der D3-Jugend des SC 09. Ob die Kids ihn und seine abwechslungsreiche Geschichte als Fußballer kennen? "Greven ist eine kleine Stadt, da spricht sich viel schnell herum", meint er grinsend.

Am 6. Juni ging es dann endlich mit dem Training der ersten Mannschaft los. Nach mehr als sieben Monaten Pause durften die Grevener wieder auf dem Platz kicken, nun mit einem Promi in ihren Reihen. "Ich habe nur darauf gewartet, dass es endlich losgeht", strahlt Nemanja Jovanovic. "Immer nur alleine trainieren, das ist nichts für mich."

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