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Zurück in Essen |18.07.2018|11:00

Raeder: "Perfekter Zeitpunkt für Rückkehr"

Lukas Raeder: "Durch den Fußball durfte ich bereits viel erleben - auch abseits des Platzes."[Foto: imago/Markus Endberg]

2014 holte Lukas Raeder mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München das Double, später spielte er in Portugal für den Erstligisten Vitoria Setubal und in England für den Drittligisten Bradford City. Jetzt ist der 24 Jahre alte Torwart, der als U 19-Spieler Deutscher A-Junioren-Meister mit dem FC Schalke 04 wurde, zurück bei seinem Heimatverein Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West. Bei RWE wird Raeder sofort zum Saisonstart am 28. Juli beim SV Rödinghausen gebraucht, weil die anderen beiden Torhüter Robin Heller und Marcel Lenz verletzungsbedingt die Vorbereitung nicht mitmachen konnten.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Lukas Raeder über seine Zeit im Ausland, die Gründe für die Rückkehr zu RWE, die Vorfreude auf die große Kulisse im Stadion an der Hafenstraße und den Austausch mit Welttorhüter Manuel Neuer bei Bayern München.

FUSSBALL.DE: Nach Stationen beim FC Bayern München, in Portugal und in England sind Sie nun zurück in Ihrer Geburtsstadt bei Rot-Weiss Essen. Wie kam es zur Rückkehr, Herr Raeder?

Lukas Raeder: Der Kontakt zum Verein war seit meiner Zeit in der Jugend nie abgerissen. Schon im vergangenen Sommer hatte ich bei RWE mittrainiert, um fit zu bleiben. Durch die Verletzungen der beiden Torhüter Robin Heller und Marcel Lenz benötigte der Klub nun einen neuen Torwart. Es war also der perfekte Zeitpunkt für die Rückkehr in meine Heimat.

"RWE ist mit seinem Stadion und seinen fantastischen Fans kein normaler Regionalligist."

Von der 1. Liga in Portugal ging es 2017 in die 3. englische Liga und nun in die 4. Liga in Deutschland. Ist das nicht ein Rückschritt in Ihrer Karriere?

Raeder: Nein, überhaupt nicht. Sicherlich stand ich in Portugal und England bei Teams aus höheren Ligen unter Vertrag. Allerdings kam ich leider nicht so oft zum Zug, wie ich es mir gewünscht hätte. Bei RWE erhoffe ich mir jetzt deutlich mehr Einsätze. Und wenn ich wieder häufiger spiele, kann ich mich auch besser weiterentwickeln als bei meinen vorherigen Stationen.

Warum konnten Sie sich bei Vitoria Setubal oder Bradford City letztendlich nicht durchsetzen?

Raeder: Das hatte verschiedene Gründe. In Setubal gab es einige Trainerwechsel. Während der eine Coach auf mich gesetzt hatte und ich zu meinen Spielen kam, hat der nächste Trainer mit einem anderen Torhüter geplant. Wenn du dann Ersatztorwart bist und es sportlich für die Mannschaft gut läuft, ist es schwer, wieder in die erste Elf zu kommen. Bei Bradford City bin ich erst zur Mannschaft gestoßen, als schon vier Spieltage absolviert waren. Ich brauchte logischerweise einige Zeit, um mich zurechtzufinden und bekam leider kaum eine Chance, um mich zu beweisen.

Dennoch: Nicht viele können von sich behaupten, mit dem FC Bayern München Weltpokalsieger, Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger geworden zu sein und schon so früh in ihrer Karriere in Portugal und England gespielt zu haben. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf Ihrer Laufbahn?

Raeder: Ich bin insgesamt definitiv nicht unzufrieden. Durch den Fußball durfte ich bereits viel erleben - auch abseits des Platzes. Vor allem während meiner Zeit in München habe ich viel dazugelernt. Ich habe bei den Profis mittrainiert und kam viel mit Welttorhüter Manuel Neuer in Kontakt. Er ist ein sehr offener Mensch und hat sich immer Zeit für meine Fragen genommen. Dass ich später in Portugal und England weniger gespielt habe, stört mich aber natürlich trotzdem. Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, die Zeit ein paar Jahre zurückzudrehen: Würden Sie sich dann erneut für einen Wechsel ins Ausland entscheiden?

Raeder: Ja, das würde ich. Ich bin kein Freund davon, mir Gedanken über etwas zu machen, das ich ohnehin nicht mehr ändern kann. Es waren aber im Moment der Vertragsunterschrift immer die richtigen Entscheidungen. Ich hatte bei jedem Karriereschritt ein gutes Gefühl und würde alles wieder genauso machen. Dass es nicht immer so läuft, wie man es sich wünscht, kann man ja vorher nicht wissen.

Wo hatten Sie bisher Ihre schönste Zeit?

Raeder: Lassen wir das Sportliche mal außen vor, war es schon klasse, in Portugal zu leben. Ich hatte das Privileg, dort zu wohnen und Fußball zu spielen, wo andere Urlaub machen. Als Fußballer will ich aber etwas erreichen und richte den Fokus nicht auf den Wohlfühlfaktor, sondern auf meine Karriere. Deshalb blicke ich auf die Zeit in Portugal mit gemischten Gefühlen zurück. Sportlich gesehen hat mich die Zeit beim FC Bayern München am meisten weitergebracht.

Bei RWE stehen Sie jetzt durch die Verletzungen der beiden anderen Torhüter sofort im Fokus. Wie groß ist die Vorfreude darauf, vor der großen Kulisse im Stadion an der Hafenstraße zu spielen?

Raeder: Riesig! RWE ist mit seinem Stadion und seinen fantastischen Fans kein normaler Regionalligist. An der Hafenstraße ist immer Stimmung in der Bude und ich kann es kaum erwarten, dort mein erstes Pflichtspiel zu absolvieren. Schön ist auch, dass viele Familienmitglieder und Freunde von mir nun häufiger bei meinen Spielen zu Besuch kommen können. Zu meiner Zeit im Ausland war das mit einem großen Aufwand verbunden. Jetzt ist der Weg zum Stadion ein Katzensprung.

Rot-Weiss Essen ist ehemaliger Bundesligist und Deutscher Meister von 1955. Der Verein will zurück in den Profifußball. In den zurückliegenden Jahren war RWE in der West-Staffel aber meist nur Mittelmaß. Glauben Sie, dass die Rot-Weissen in der bevorstehenden Saison oben mitspielen können?

Raeder: Das wird sich zeigen. Ich habe in der vergangenen Saison nicht viele Spiele von RWE gesehen und war nicht nah genug dran, um die alte Mannschaft mit dem neuen Team vergleichen zu können. Ich finde aber, dass wir in der Vorbereitung auf einem sehr guten Weg sind - auch wenn wir das jüngste Testspiel gegen die SV 07 Elversberg 0:1 verloren haben. Die Jungs zeigen hervorragende Ansätze und die Führung der Mannschaft durch das Trainerteam um Coach Karsten Neitzel gefällt mir. Das habe ich bei anderen Vereinen auch schon ganz anders erlebt.

Sie sind erst 24 Jahre alt, die meisten Jahre Ihrer Torhüterkarriere haben Sie noch vor sich. Können Sie sich vorstellen, nun langfristig in Ihrer Heimat zu bleiben?

Raeder: Grundsätzlich kann ich mir das auf jeden Fall vorstellen. Rot-Weiss Essen wird für mich immer ein interessanter Verein sein. Wie lange ich bleibe, hängt aber von mehreren Faktoren ab. Erst einmal müssen die Vereinsverantwortlichen mit meinen Leistungen zufrieden sein. Außerdem muss ich mich wohlfühlen. Letzteres ist privat auf jeden Fall gegeben. Sportlich will ich mich als Stammtorwart etablieren.

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