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Umweltschutz|21.01.2024|09:15

SV Frömern: Klimatool "eine tolle Starthilfe"

Jannek Höbener: "Wir haben die Flutlichter auf LED umgestellt, die Duschköpfe in den Duschen ausgetauscht, um Wasser zu sparen".[Foto: SV SW Frömern]

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Der SV Schwarz-Weiß Frömern 1928 aus dem Fußballverband Westfalen ist einer der zehn Pilotvereine, die das neue DFB-Klimabilanztool testen konnten. Geschäftsführer Jannek Höbener erzählt im FUSSBALL.DE-Interview, welche Klimaschutzmaßnahmen sein Verein schon ergriffen hat – und wobei das neue Tool helfen kann.

FUSSBALL.de: Jannek, der SV Frömern war einer der Pilotvereine, die das neue DFB-Klimabilanztool als erstes testen konnten. Warum setzt ihr euch für den Klimaschutz ein?

Jannek Höbener: Wir sind ein relativ junger Vorstand, seit einem Jahr im Amt. Uns war schon aufgefallen, dass das in den alten Strukturen immer ein bisschen vernachlässigt wurde und deswegen haben wir einen Fokus darauf gesetzt. Das hat dann natürlich mit dem Klimabilanztool perfekt gepasst.

Welche Maßnahmen habt ihr schon ergriffen?

"Hauptsache anfangen! Etwas zu tun ist besser, als nichts zu tun."

Höbener: Wir haben die Flutlichter auf LED umgestellt, die Duschköpfe in den Duschen ausgetauscht, um Wasser zu sparen, ein Insektenhotel gestellt, Fahrradständer aufgebaut, die Bürokratie und Verwaltung weitestgehend digitalisiert und haben ein Konzept entwickelt, wie wir das in Zukunft weiterführen wollen, um noch mehr Maßnahmen durchsetzen können.

Was habt ihr aus der Arbeit mit dem Klimabilanztool mitgenommen?

Höbener: Was wir ganz klar gemerkt haben, ist, dass wir im Bereich Catering noch Verbesserungspotenzial haben. Auch im Thema Mobilität, aber das ist als Dorfverein etwas schwierig. Der Platz liegt ein bisschen außerhalb. Diejenigen, die mit dem Fahrrad kommen, wohnen ohnehin im Dorf und wer von außerhalb kommt, hat mit der öffentlichen Infrastruktur keine Chance, mit Bus oder Bahn zum Platz zu kommen. Das ist in ländlichen Regionen leider ein schwieriges Thema, wenn der Zug nur alle zwei Stunden fährt.

Vor welchen Schwierigkeiten steht ihr noch?

Höbener: Wir haben jetzt erst ein neues Dach und Solaranlagen wollen wir nur auf neuen Dächern verbauen, um es nicht irgendwann noch einmal rückgängig machen zu müssen – also die Solaranlagen wieder zurückzubauen, das Dach zu sanieren und die Anlage neu aufzubauen. Da wollen wir schon auch ganzheitlich denken.

Du hast es schon gesagt, ihr seid ein junger Vorstand, der sich für den Klimaschutz engagiert. Wie kommt das im Verein an, konntet ihr schon weitere Mitglieder begeistern?

Höbener: Das kommt durch die Bank sehr gut an. Dieses Jahr haben wir auch schon wieder zwei neue Kandidaten, die beide auch unter 30 sind. Jung wirbt jung, das merkt man.

Neben dem Fußball bietet ihr auch Walking Football, Mutter-Kind-Turnen und Darts an. Bezieht ihr auch die anderen Abteilungen in euer Klimaschutz-Engagement ein?

Höbener: Ja. Beim Mutter-Kind-Turnen wird beispielsweise eine städtische Halle genutzt, auch da sollen die Duschköpfe ausgetauscht werden, weil wir da einen guten Kontakt haben. Also können auch diese Abteilungen von unseren Erfahrungen profitieren.

Was ist euer langfristiges Ziel?

Höbener: Wir sind laut Satzung für zwei Jahre gewählt, denken aber langfristig. Wir haben uns das Ziel gesetzt, 2028 zu unserem 100-jährigen Jubiläum eine sehr gute Klimabilanz zu haben und sportlich in unserer Liga erfolgreich zu sein. Wir wollen dann zum Jubiläum einen neuen Platz mit Kork bauen, das ist ja auch nachhaltiger.

Was gibst du anderen Vereinen mit, bei denen die Klimaschutz-Bemühungen vielleicht noch am Anfang stehen und die das DFB-Klimabilanztool nutzen wollen?

Höbener: Hauptsache anfangen! Etwas zu tun ist besser, als nichts zu tun. Das Klimabilanztool ist eine tolle Starthilfe dafür, um zu gucken, wo man steht und dann Anhaltspunkte zu erhalten, wo man als Verein ansetzen kann.

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