Brüder-Trio beim SV AKM Köln: "Ohne Fußball geht es nicht"
Dreimal ist in der Aufstellung des SV AKM Köln der Name Reiß zu finden. FUSSBALL.DE spricht mit den Brüdern Toni, Reimund und Marco auch darüber, wer der Beste ist.
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Erst Aufstieg, jetzt im Pokal gegen den TSV 1860 München: "Auf uns wartet derzeit ein Höhepunkt nach dem anderen".[Foto: TSV Geiselbullach]
Den Meisterschaftauftakt des TSV Geiselbullach gegen den VfL Denklingen (1:1) in der Bezirksliga Oberbayern Süd verfolgten 260 Zuschauer*innen. In der zweiten Runde des bayerischen Verbandspokals wird die Sportanlage des kleinen Klubs in der Schulstraße voraussichtlich an ihre Grenzen stoßen und aus allen Nähten platzen: Dann nämlich gastiert mit dem Drittligisten TSV 1860 München nicht nur der klassenhöchste, sondern auch der namhafteste Gegner im Wettbewerb beim Aufsteiger in die 7. Liga.
Die "Löwen" sind dabei im wahrsten Sinne des Wortes das "Wunschlos" des TSV Geiselbullach. Im Pokalwettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) dürfen sich die 24 Kreispokalseger - in zuvor ausgeloster Reihenfolge - aus ihren Töpfen den Gegner selbst auswählen. Als einzig verbliebener Kreispokalgewinner nach der ersten Runde schnappte sich der Bezirksligist noch vor der Auslosung der anderen Zweitrundenpartien den TSV 1860 München.
"Wir hatten schon für die erste Runde eine Prioritätenliste für unsere möglichen Gegner erstellt", erklärt Geiselbullachs Sportliche Leiter Matthias Dressel im Gespräch mit FUSSBALL.DE. Doch bei der Auslosung für die Auftaktrunde wurde zunächst der SC Reichmannsdorf als erster Kreissieger aus der Lostrommel geangelt. Der Verein aus dem Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach entschied sich für den TSV 1860 München (0:6). Aber auch die Wahl des TSV Geiselbullach, in der ersten Runde gegen den Regionalliga Bayern-Vizemeister TSV Buchbach (1:8) anzutreten, sollte sich als gute Entscheidung herausstellen. Zumindest im Nachhinein.
"Einen Tag vor der Auslosung der zweiten Runde bekam ich einen Anruf vom Verband, dass Buchbach einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hat", berichtet Dressel. Das Sportgericht des BFV erkannte dem Viertligisten den 8:1-Seg ab und wertete die Partie zu Gunsten des TSV Geiselbullach. Der Buchbacher Akteur hatte in einem Freundschaftsspiel im Ausland die Rote Karte gesehen. "Da die Übermittlung des Platzverweises von Österreich nach Bayern etwas gedauert hatte, war die Sperre des Spielers erst im Nachhinein aufgefallen", so Dressel.
So befindet sich der TSV Geiselbullach nun in der heißen Phase der Vorkehrungen für das Zweitrundenspiel gegen den TSV 1860 München. "Als wir kürzlich zusammengesessen hatten, fiel auch der Satz, dass wir gegen den TSV Buchbach die vielleicht schönste Niederlage der Vereinsgeschichte kassiert haben", sagt Matthias Dressel mit einem Grinsen.
Die Verantwortlichen des Bezirksligisten aus Geiselbullach, einem Ortsteil der rund 27.000 Einwohner-Stadt Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck, haben alles dafür getan, das Pokalspiel gegen den früheren Bundesligisten am heimischen Sportgelände austragen zu können. Über eine provisorische Tribüne könnte die Kapazität auf 1750 Fans erhöht werden. "Die Stadt Olching und die Polizei stehen uns eng zur Seite und unterstützen uns, wo sie können", gibt Dressel Einblick. "Teilweise werden Überstunden gemacht, um das Spiel bei uns erfolgreich und sicher stattfinden lassen zu können." Der Anpfiff erfolgt am Dienstag, 12. August, um 18 Uhr.
Nicht nur den Sportlichen Leiter Matthias Dressel - seit 25 Jahren Mitglied beim TSV 1860 München - haben schon viele Ticketanfragen auf kurzem Wege erreicht. "Auch in der Mannschaft und im Vorstand sind viele 1860-Fans. Hinzu kommen noch zahlreiche "Löwen"-Fanklubs in Olching. Wir liegen schließlich im Speckgürtel von München."
Rund um den TSV Geiselbullach ist nicht ausschließlich wegen des Pokal-"Wunschloses" TSV 1860 München und dessen namhafter Zugänge wie zum Beispiel Ex-Nationalspieler Kevin Volland (1. FC Union Berlin) oder Florian Niederlechner (Hertha BSC) "ein Hype entstanden". Die Bullacher schafften schließlich in diesem Sommer - wie auch die eigene zweite Mannschaft - den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. In den beiden vorausgegangenen Spielzeiten hatte der TSV zunächst die Relegation knapp verpasst, um dann ein Jahr später in den Entscheidungsspielen knapp zu scheitern. Im dritten Anlauf klappte es schließlich mit dem Aufstieg.
"Das Team ist in all der Zeit zu einem Großteil zusammengeblieben", so Dressel, der bis Sommer 2024 auch noch selbst für den TSV Geiselbullach am Ball war. "Wir haben uns Schritt für Schritt weiterentwickelt und sind immer mehr als Team zusammengewachsen. Es kommen quasi alle Spieler aus unserem Ort." So schafften die Bullacher nicht nur den erstmaligen Gewinn des Kreispokals. Durch den Aufstieg findet am Samstag, 2. August, ab 14 Uhr, beim SC Olching auch erstmals seit 14 Jahren auch das Liga-Stadtderby beim SC Olching statt. "Auf uns wartet derzeit ein Höhepunkt nach dem anderen."
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