07.11.2012, 12:16 Uhr | dpa
Im Hinspiel gegen Marseille konnte Mönchengladbach erstmals diese Saison in der Europa League gewinnen. Ein weiterer Sieg für das Weiterkommen ist Pflicht. (Quelle: imago)
Ende oder Wende in der Europa League: Für Borussia Mönchengladbach steht der Verbleib im internationalen Wettbewerb auf dem Spiel. "Wir dürfen auf keinen Fall verlieren und müssen alles geben", sagte Borussen-Profi Roel Brouwers vor der Partie beim französischen Spitzenklub Olympique Marseille am Donnerstag.
Nach dem Aus im DFB-Pokal und einer mittelmäßigen Platzierung in der Liga wollen die Gladbacher ihre internationale Chance auf jeden Fall nutzen (Donnerstag ab 18.45 Uhr im Liveticker von fussball.de). "Noch ist alles möglich. Wir müssen unbedingt punkten, weil wir im direkten Duell mit Marseille vorne bleiben wollen", sagte Abwehrchef Martin Stranzl.
Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die mit vier Zählern punktgleichen Franzosen können die Gladbacher im Erfolgsfall für die nächste Runde planen. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Limassol wäre die K.o.-Runde dann vor dem abschließenden Gruppenspiel beim aktuellen Tabellenführer Fenerbahce Istanbul erreicht.
Bei einem Remis müssten wohl noch zwei Siege her, bei einer Niederlage ist das Ausscheiden sehr wahrscheinlich. "Wir befinden uns in einer spannenden Situation", sagte Sportdirektor Max Eberl.
Vor dem 18. Pflichtspiel seit Saisonbeginn muss Trainer Lucien Favre die Belastung im Team verteilen. Rechtsverteidiger Tony Jantschke ist nach seiner Gehirnerschütterung wieder ein Kandidat für die Startelf. Filip Daems, der schon am vergangenen Samstag pausieren musste, trat wegen einer Bauchmuskelverletzung die Reise nach Marseille erst gar nicht an.
Der Kapitän weiß aber, was auf sein Team an der sonnigen Mittelmeerküste zukommt. "Ich vermute, dass Marseille anfangs sehr viel Gas geben wird, weil sie ihr Heimspiel unbedingt gewinnen wollen. Ich hoffe, dass wir das nutzen können, um den ein oder anderen Konter zu setzen", sagte Daems. Im Hinspiel leitete er mit einem verwandelte Elfmeter den Sieg ein. Sein Vertreter dürfte erneut der Schwede Oscar Wendt sein.
Noch sucht Favre vor der richtungsweisenden Partie die richtige Balance bei der Aufstellung seiner Mannschaft. Vieles sei schon besser geworden, sagte der Coach. Unsicherheiten gab es zuletzt bei Ballbesitz. "Da hatten wir zu viele Verluste. Das muss noch besser werden", sagte Favre. Immerhin ist die Abwehr stabiler geworden. "Wir stehen defensiv sehr gut", sagte Mittelfeldspieler Thorben Marx.
Olympique Marseille hat sich in der Liga nach einem 2:0-Erfolg am Wochenende beim AC Ajaccio wieder auf den zweiten Tabellenplatz hinter Paris St. Germain vorgeschoben. Die Treffer erzielten die Brüder Andre und Jordan Ayew.
Quelle: dpa
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