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Horror-Bilanz |11.07.2017|15:52

294 Gegentore! Limburger wurden gute Freunde

Sind in der vergangenen Saison gute Freunde geworden: Die Spieler der DJK SG Limburg. [Foto: facebook.com/djksglimburg]

Eigentlich ist es eine Bilanz, über die man den Mantel des Schweigens hüllen sollte. 28 Spiele, kein Sieg, kein Unentschieden, 28 Niederlagen, ein Torverhältnis von 7:294 – und das in der Kreisliga C. Die DJK SG Limburg ist das erfolgloseste Männerteam im Deutschland. Aber für Mike Löw ist das kein Grund, sich zu verstecken oder sich gar zu schämen. Das Gegenteil ist der Fall.

„Wir hatten extreme Personalnot. In den meisten Begegnungen sind wir nur mit acht oder neun Spielern angetreten“, sagt Löw. „Aber wir haben die Sache durchgezogen. Das war nicht immer einfach. Die Gegner haben uns dafür allerdings Respekt gezollt.“ Erst ist den letzten vier Begegnungen, als nicht mal mehr sieben gesunde Spieler zur Verfügung standen, konnten sie nicht mehr antreten.

"Die Gegner hatten immer Achtung davor, dass wir nicht aufgegeben haben. Oft haben wir hinterher noch zusammen ein paar Bier getrunken"

Löw ist sozusagen die gute Seele des Vereins. Seit 15 Jahren ist er im Klub. Zunächst nur als Spieler. Als es eng wurde, hat er vor zwei Jahren die Position des 1. Vorsitzenden übernommen, seit dem Winter betreut er die Mannschaft und wenn der Torhüter gerade mal keine Zeit hatte, hat er auch noch versucht, Gegentreffer zu verhindern. „Dieser Verein ist mir ans Herz gewachsen“, sagt Löw. Deshalb ist eine Sache für ihn persönlich auch viel schlimmer als all die Niederlage: Die Fußballabteilung wurde zum Ende der Saison 2016/2017 geschlossen. Dieses Kapitel ist bei der DJK SG Limburg also beendet.

Obwohl es in der jüngeren Vergangenheit sportlich eher schlechter als besser wurde, schaut Löw gerne auf diese Zeit zurück. „Wir haben auf dem Platz nicht viel gewonnen. Aber es hat sich ein Kern von sechs, sieben Spielern gebildet, die gute Freunde geworden sind“, sagt Löw. Gemeinsam schließen sie sich nun dem Nachbarverein VfR 19 Limburg an – ebenfalls Kreisliga C.

Bevor jedoch etwas Neues beginnen kann, lassen Löw und seine Kollegen noch einmal diese besondere Saison Revue passieren. Vor der Saison war noch alles in Ordnung. Das Team konnte mit einigen Flüchtlingen verstärkt werden. Als diese jedoch aus verschiedenen Gründen nur noch unregelmäßig oder gar nicht mehr dabei sein konnten, wurde es langsam knapp. Bis zum Schluss gar nichts mehr ging.

„Für uns war es dennoch insgesamt zumindest eine unterhaltsame Saison. Natürlich macht es keinen Spaß, jedes Spiel zu verlieren – und das teilweise sehr deutlich“, sagt Löw. „Aber die Gegner hatten immer Achtung davor, dass wir nicht aufgegeben haben. Oft haben wir hinterher noch zusammen ein paar Bier getrunken.“

Ein Blick in die Statistik verrät einige interessante Details: Die deutlichste Pleite war ein 0:23 gegen die Reserve des SV Elz. Die knappsten Niederlagen war jeweils ein 1:4 gegen den VfL Eschhofen II und den SV Arfurt. Interner Torschützenkönig ist Kevin Walter mit drei Treffern. Er ist der Libero des Teams. „Da war allerdings ein Elfmeter bei“, sagt Löw und muss dabei selbst schmunzeln.

In jeder Begegnung hat Limburg durchschnittlich 10,5 Gegentreffer kassiert. Gleichzeitig gelangen der Mannschaft in jeder Partie durchschnittlich 0,25 Tore.

Was bleibt von einer Saison, die die DJK SG Limburg als Schlechteste der Schlechten beendet? „Viele schöne Erinnerungen“, sagt Löw. Sogar die regionale Presse hat über das Team berichtet. Aber all das konnte nicht verhindern, dass das Ende der Fußballabteilung nun besiegelt ist. Für die meisten Spieler geht es woanders weiter. Eigentlich kann es zumindest sportlich nur besser werden. Verdient hätten sie es.

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