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Themenwoche Trainer |30.09.2014|14:00

Als Trainer muss man multitaskingfähig sein

Rasselbande: Ein Trainer steht vor seiner Herausforderung. [Foto: Imago]

Trainer – per Definition von wikipedia ist das „eine Person im Sport, die Einzelsportler oder eine Mannschaft strategisch, technisch und konditionell anleitet“. Die Realität sieht anders aus. Wie sagte Klaus Augenthaler einst: "Du musst als Trainer sogar schauen, ob die Spieler mit dem richtigen Fuß aufgestanden sind." Denn eins ist klar: Als Trainer muss man multitaskingfähig sein.

Wer Trainer werden will, muss vieles lernen. Technik-, Taktik-, Konditionstraining, Trainingsplanung, methodisches Erarbeiten der Grundtechniken, Mannschaftstaktik, Planung einer Saison, Mannschaftsumfeld. Das alles sind Module, die bei der Ausbildung zur Trainer-C-Lizenz thematisiert werden. Nicht auf dem Lehrplan stehen Dinge wie Eheberatung, Fachinformatik oder Kochen. Auf all das, was auf die Trainernovizen im Fußballalltag zukommen wird, kann man sie gar nicht vorbereiten. Zum Beispiel:

Der Stürmer hat Liebeskummer

Während die meisten seiner Spieler am Spieltag noch am Frühstückstisch sitzen und ihr Nutella-Brot genießen, sitzt der Trainer schon im Auto und wartet am Bahnhof auf den verspäteten Zug. Er holt die Spieler von außerhalb ab und bringt sie persönlich zum Sportplatz, weil die sonst wahrscheinlich wieder wegen Liebeskummer abgesagt hätten. Die Fahrt nutzt der sensible Starstürmer denn auch gleich, um sein Herz auszuschütten. Letzte Nacht gab es einen Riesen-Krach mit seiner Freundin, weil er mal wieder zu spät nach Hause gekommen ist. Er sei sich nicht sicher, ob er sich heute auf Fußball konzentrieren könne. Weil der Trainer aber auf die Tore seines Knipsers angewiesen ist, gibt er den Beziehungsretter: "Auf dem Rückweg halten wir beim Blumenladen, da kannst du ihr einen schönen Strauß kaufen und alles ist wieder gut." Der Stürmer lächelt, Situation gerettet.

"Auf dem Rückweg halten wir am Blumenladen"

Jetzt aber schnell. Wir müssen unbedingt vor dem Schiedsrichter auf dem Sportplatz sein und seine Kabine herrichten. Getränke, Obstschale, Heizung aufdrehen - der Unparteiische soll sich ja wohl fühlen. Morgens stand der Coach schon eine Stunde lang mit seiner Frau in der Küche. Sie hat Brötchen geschmiert, er hat Obst geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten - als Stärkung für die Halbzeit.

Nachdem er noch drei Anrufe von verspäteten Spielern beantwortet hat, die ihren Autoschlüssel verlegt haben oder eigentlich lieber für die zweite Mannschaft spielen wollen, kann sich der Coach jetzt endlich um die Spielvorbereitung kümmern. Trikots rauslegen, Eckfahnen aufbauen, Bälle aufpumpen - fertig.

Tapeverband anlegen, Schnürsenkel knoten

In der Kabine braucht sein Mittelfeldmotor Hilfe. Er ist vergangene Woche im Training umgeknickt und will sich nun einen Tapeverband anlegen. Die halbe Rolle ist schon leer, nach Stabilität im Sprunggelenk sieht es allerdings noch nicht aus. Endlich eine Gelegenheit für den Trainer, sich mal als Physiotherapeut zu versuchen. Daneben sitzt der aufgeputschte Manndecker, der sich leicht übermotiviert den Schnürsenkel abgerissen hat. Auch hier weiß der Trainer Rat und knotet die getrennten Enden gekonnt wieder zusammen. Hat er mal bei den Pfadfindern gelernt.

Jetzt aber: Mannschaftsaufstellung, taktische Einstellung, Motivationsansprache. Bis zum Ende kommt der Coach damit nicht - der Schiedsrichter klopft an und holt ihn zum Ausfüllen des Spielberichts online ab. Der einzige, der das sonst kann, ist der Webdesigner in der Mannschaft, aber der ist im Urlaub. Ist aber gar nicht so schwer, wie es aussieht. Weil der Verein auch modern sein will, gibt es bei Heimspielen einen Liveticker bei FUSSBALL.DE . Klar, dass der Trainer diesen bedient. Er hat ja schließlich das modernste Smartphone. Außerdem schreibt er nachher eh noch den Spielbericht für die Homepage, da muss er sich ja sowieso die wichtigsten Daten aufschreiben. Blöd nur, dass ihm der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß noch eine Fahne in die Hand gedrückt hat. An der Seitenlinie stehe er ja sowieso, also könne er auch den Linienrichter geben und hin und wieder anzeigen, ob der Ball im Aus war oder nicht.

Krisensitzung mit dem Präsidenten

Die Mannschaft schlägt sich nicht schlecht. Sie setzt die taktischen Vorgaben um und in einigen Situationen erkennt man tatsächlich, dass die Übungen der vergangenen Trainingswoche angewandt werden. Nach einer Kombination über zehn Stationen schießt der sensible Stürmer per Volleyschuss ein Traumtor - beim Torjubel formt er mit beiden Händen ein Herz. Vom Gegner ist nicht viel zu sehen. Trotzdem fällt in der Nachspielzeit der Ausgleich. Ein Knaller aus 30 Metern nach einem Freistoß, der keiner war.

Nach dem Spiel bittet der Vereinspräsident, der in der 75. Minute eingetrudelt ist, zur Krisensitzung ins Vereinsheim. Er erwarte, dass sich die Resultate schleunigst verbessern. Mit Platz drei nach fünf Spieltagen könne man nicht zufrieden sein. Man erkenne gar keine Handschrift des Trainers. Ob er die Mannschaft denn überhaupt noch erreiche. Vielleicht solle er im Training mal etwas Neues einstudieren wie dieses Tiki-Taka oder Gegenpressing. Überhaupt liege das Augenmerk jetzt auf der Trainingsarbeit, alles andere sei unwichtig. Ja, ne, ist klar...

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