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Königsklasse |27.10.2018|11:30

Aus der Verbandsliga in die Champions League

"Aschenputtel-Märchen": Garry Rodrigues hat es aus dem Amateurbereich bis in die Champions League geschafft.[Foto: GettyImages]

Es ist ein bitterkalter Novembertag, als Garry Rodrigues mit dem Rostocker FC den TSV Graal-Müritz düpiert. Auf dem Rasen befindet sich eine Eisschicht, die Fußballer tragen Handschuhe und spielen mit einem roten Ball. Der Mann mit der Rückennummer 19 feiert an diesem Tag seinen 20. Geburtstag und dreht auf. Beim 3:1-Sieg gelingen dem Offensivspieler ein Tor und eine Vorlage. Die Ostsee-Zeitung berichtet über die Verbandsligapartie der Saison 2010/2011 anschließend wie folgt: „Garry Mendes Rodrigues, seit sechs Wochen in den Reihen des Rostocker FC, wirbelte den Defensivverbund ein ums andere Mal durcheinander.“ Von Rodrigues‘ starken Auftritt in der 6. Liga nehmen im Sportpark am Damerower Weg nur etwas mehr als 100 Zuschauer Notiz.

Längst erzeugt der Spieler mehr Aufmerksamkeit. Rodrigues ist mittlerweile Profi bei Galatasaray Istanbul. Mit dem türkischen Spitzenklub holte er im Sommer den Meistertitel. Auch dank Rodrigues‘ neun Toren und zehn Vorlagen qualifizierte sich Galatasaray für die Champions League. In der Königsklasse spielte der 27-Jährige am Mittwoch gegen FC Schalke 04, die Partie endete 0:0..

Ex-Coach: "Er war unfassbar ehrgeizig"

Christopher Stoll wird das Gruppenspiel vor dem Fernseher verfolgen. Er trainierte Rodrigues damals beim Rostocker FC. „Der Kontakt kam über einen Bekannten zustande“, erzählt Stoll. „Wir hatten damals immer mal wieder internationale Spieler im Kader, und haben dann auch Garry zu uns eingeladen.“ Der gebürtige Rotterdamer, bei Feyenoord ausgebildet, zog Mitte 2010 aus den Niederlanden an die Ostsee. Er wohnte zeitweise im Rostocker Klubheim. Um sich Geld zu verdienen, brutzelte Rodrigues Burger in einem Fast-Food-Restaurant. Der Trainer besorgte dem jungen Spieler ein Fahrrad, damit dieser seine Kondition verbessern konnte. „Er war unfassbar ehrgeizig und hatte sich zum Ziel gesetzt, höherklassig zu spielen“, sagt Stoll.

"Auch mit Anfang 20 gibt es noch großes Entwicklungspotenzial."

Der Trainer ließ seine Kontakte spielen. Stoll sprach bei Hansa Rostock vor, ob der Verein Garry Rodrigues nicht für die zweite Mannschaft testen wolle. Es gab eine Absage. Auch die Zweitvertretung von Union Berlin hatte keine Verwendung für das Talent. „Den Trainern kann man aber keinen Vorwurf machen“, betont Stoll. „Sie müssen die Entwicklung der Mannschaft im Blick haben und nicht die eines einzelnen Spielers.“

Rodrigues erkannte 2011, dass es für ihn im Osten Deutschlands nicht weiter nach oben gehen würde. Er zog zurück in die Niederlande – und startete durch. In der Saison 2012/2013 sorgte er als Leihspieler bei FC Dordrecht für Furore. Aus der niederländischen 2. Liga wechselte er nach Bulgarien. Mit 14 Toren in 36 Erstligaspielen für Lewski Sofia machte sich der Offensivspieler im internationalen Fußball endgültig einen Namen. Rodrigues debütierte für die Nationalmannschaft der Kapverdischen Inseln - dem Heimatland seiner Vorfahren. Es folgten Wechsel zum FC Elche nach Spanien, zu PAOK Thessaloniki nach Griechenland und schließlich zu Galatasaray. Die Plattform Transfermarkt.de taxiert Rodrigues Marktwert auf acht Millionen Euro.

"Eiserner Wille"

Auf der Foto-Plattform Instagram dokumentiert der Fußballstar, dass es ihm gut geht. Mal schippert er im Urlaub vor Ibiza über das Mittelmeer. Dann präsentiert Rodrigues seiner Fangemeinde eine Luxusuhr. „Das ist ihm alles zu gönnen“, sagt Christopher Stoll. „Er hat es geschafft, weil er einen eisernen Willen hatte.“ Der 36-Jährige glaubt auch, dass sich im Amateurfußball ähnliche Typen wie Rodrigues tummeln. „Es ist ja nicht so, dass ein Spieler die Jugendakademie verlässt und dann fertig ausgebildet ist“, sagt Stoll. „Auch mit Anfang 20 gibt es noch großes Entwicklungspotenzial.“

Der Mecklenburger kann dafür ein weiteres Beispiel liefern. Vor einigen Jahren arbeitete Stoll mit Jamiro Monteiro zusammen. Der Mittelfeldspieler lief damals für Anker Wismar in der NOFV-Oberliga Nord auf. Auch Monteiro arbeitete sich anschließend hoch. In der Sommerpause wechselte der Profi zum FC Metz – für drei Millionen Euro.

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