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Berliner Pokal |14.05.2018|13:30

BFC Dynamo will Historisches schaffen

Titelverteidiger: Der BFC Dynamo möchte auch in diesem Jahr den Sieg im Berliner Landespokal feiern.[Foto: imago/Matthias Koch]

Der BFC Dynamo aus der Regionalliga Nordost peilt im Endspiel um den Berliner Landespokal gegen den Berliner SC, das im Rahmen des „Finaltags der Amateure" am Pfingstmontag, 21. Mai (ab 17 Uhr), über die Bühne geht, einen historischen Erfolg an. Erstmals in der Vereinsgeschichte könnte der Titelverteidiger den Pokal zweimal in Folge gewinnen. Insgesamt wäre es bereits der zehnte Pokalsieg für den einstigen DDR-Rekordmeister.

Für den Kontrahenten aus der 6. Liga, der vom bereits 64 Jahre alte Trainer-Routinier Wolfgang Sandhowe betreut wird, ist allein schon der Finaleinzug ein riesiger Erfolg. Noch nie zuvor hatte der Berliner SC das Endspiel um den Landespokal erreicht. Nun ist sogar die Qualifikation für den DFB-Pokal möglich, wenn im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Westen des Ortsteils Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow) die Sensation gelingt. Es wäre gut zwei Monate nach dem plötzlichen Tod von Angreifer Damantang Camara, der im Alter von nur 24 Jahren an Herzversagen starb, eine besonders emotionale Finaltag-Geschichte.

BFC Dynamo

In der zurückliegenden Landespokal-Saison bekam es der BFC Dynamo im Endspiel mit dem Ligakonkurrenten FC Viktoria Berlin zu tun. Mit einem 3:1-Heimerfolg nach Verlängerung vor 6690 Zuschauern behielt der BFC die Oberhand und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. In der ersten Hauptrunde traf die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi René Rydlewicz auf den Bundesligisten FC Schalke 04. Erst durch zwei späte Tore unterlag Dynamo dem aktuellen Vizemeister 0:2.

„Für alle im Verein ist das Endspiel am Finaltag der Saisonhöhepunkt"

Auch diesmal hat der BFC im großen Jahn-Sportpark (fast 20.000 Plätze) Heimrecht. Trainer Rydlewicz rechnet damit, dass es wie im Vorjahr eine große Kulisse gibt: „Für alle im Verein ist das Endspiel am Finaltag der Saisonhöhepunkt. Das Interesse für Tickets ist riesig. Weil wir mit dem zweiten Pokalsieg in Serie etwas Historisches schaffen können, bin ich davon überzeugt, dass uns viele Fans im Stadion unterstützen werden", sagt der 278-malige Erstligaspieler und DFB-Pokalsieger von 1993 (mit Bayer 04 Leverkusen) im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

Unterschätzen wird der BFC den Sechstligisten aber nicht. „Der Berliner SC hat eine lauf- und kampfstarke Mannschaft, die sich die Finalteilnahme verdient hat. Ich habe den Gegner mehrfach beobachtet und weiß, was für eine schwere Aufgabe auf uns zukommt", betont Rydlewicz. Auch bei der jüngsten Begegnung des in der Berlin-Liga viertplatzierten BSC beim SV Lichtenberg 47 (4:3) saß Rydlewicz auf der Tribüne und machte sich ein Bild vom Finaltag-Gegner.

Bitter für den BFC Dynamo, der die Saison in der Nordost-Staffel auf Platz vier abgeschlossen hat, ist der Ausfall von Angreifer Rufat Dadashov. Der Top-Torjäger der Nordost-Staffel (25 Tore in 25 Spielen) zog sich Anfang April einen Innenbandanriss im Knie zu und fällt seitdem aus. Der Der frühere Nationalspieler von Aserbaidschan, der zum Drittligisten SC Preußen Münster wechseln wird, kündigte zwar nach seiner Verletzung an, unbedingt noch einmal für den BFC auflaufen zu wollen. Daraus wird aber wohl nichts. „Ich gehe nicht davon aus, dass Rufat schon wieder zum Einsatz kommen kann", so Rydlewicz.

Gründungsjahr: 1966

Mitgliederzahl: 1000

Liga-Zugehörigkeit: Regionalliga Nordost

Trainer: René Rydlewicz

Top-Torjäger: Rufat Dadashov (25 Saisontreffer)

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Rekordmeister der ehemaligen DDR (zehn Titel)

Weg ins Finale: Türkspor Futbol Kulübü (6:0), BSC Kickers 1900 (6:1), DJK Schwarz-Weiss Neukölln (4:0), Türkiyemspor Berlin (2:1), SV Lichtenberg 47 (3:0), Tennis Borussia Berlin (2:1)


Berliner SC

Für den Außenseiter Berliner SC läuft die aktuelle Spielzeit sportlich gesehen sehr erfolgreich. Der BSC erreichte nicht nur erstmals in der Vereinsgeschichte das Finale um den Berliner Landespokal, sondern spielt auch in der Liga eine ordentliche Saison. Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Berlin-Liga stehen 58 Punkte und Rang vier zu Buche.

All der sportliche Erfolg geriet allerdings im März in den Hintergrund. Wenige Wochen vor dem Pokal-Halbfinale gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf (3:2 nach Verlängerung) verstarb Angreifer Damantang Camara im Alter von nur 24 Jahren. Der Stürmer, der früher auch in der Regionalliga Nordost für Viktoria Berlin am Ball war und an einem angeborenen Herzfehler gelitten hatte, kollabierte im Training und starb an Herzversagen. Alle Wiederbelebungsversuche im Krankenhaus blieben vergeblich. Anschließend reagierten viele Berliner Vereine und Spieler mit großer Anteilnahme. Von Mitgliedern des SV Tasmania Berlin wurde beispielsweise eine Spendenaktion für Camaras Familie ins Leben gerufen.

Umso emotionaler war für den Berliner SC dann der Heimsieg im Pokal-Halbfinale gegen Mahlsdorf. Nach dem Erfolg nach Verlängerung widmeten die BSC-Spieler den Finaleinzug ihrem verstorbenen Mannschaftskollegen. Mit T-Shirts, auf denen Camaras Spitzname „Dami„ und seine Rückennummer „9" bedruckt waren, feierte der Sechstligist die erstmalige Teilnahme am Endspiel.

Damit aus dem riesigen Erfolg am Finaltag ein „Märchen“ werden kann, setzt der Berliner SC unter anderem auf die Torjägerqualitäten von Ricky Djan-Okai. Der 25 jahre alte Angreifer, der im Nachwuchs von Tennis Borussia Berlin ausgebildet wurde, ist mit 18 Saisontoren der mit Abstand erfolgreichste Torschütze im Kader. Hinzu kommen drei Treffer im Landespokal.

Auf Platz zwei der internen Torschützenliste rangiert immer noch der im März verstorbene Camara. Neben 13 Toren in der Liga gelangen ihm auch drei Treffer im Pokalwettbewerb. Dass der Berliner SC erstmals das Endspiel erreicht hat, ist also auch sein Verdienst.

Gründungsjahr: 1895

Mitgliederzahl: 3000

Liga-Zugehörigkeit: Berlin-Liga

Trainer: Wolfgang Sandhowe

Top-Torjäger: Ricky Djan-Okai (18 Saisontreffer)

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Berliner Meister (1909, 1910 und 1911), Aufstieg in die Berlin-Liga (2010)

Weg ins Finale: Berliner Sport Verein Oranke (6:2), BFC Preussen (6:4), BSV Grün-Weiss Neukölln (4:0), 1. FC Novi Pazar 95 (2:1), Füchse Berlin Reinickendorf (4:0), BSV Eintracht Mahlsdorf (3:2 nach Verlängerung)

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