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Vereinstreue |08.09.2017|11:00

Dank Panini: Verliebt in den FSV Salmrohr

Liebt den FSV Salmrohr seit seiner Kindheit und der Sammelei von Panini-Bildern: Marco Bader, heutiger FSV-Pressewart und FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche. [Foto: privat (2) / Collage: FUSSBALL.DE]

Als Düsseldorfer hätte er eigentlich in seiner Heimatstadt selbst oder in der näheren Umgebung genügend Möglichkeiten, einen namhaften Verein ausschließlich zu unterstützen. Zwar ist Marco Bader in der Tat Fan der Fortuna, sein Herz gehört aber auch - dem FSV Salmrohr. Panini-Sammelbilder in den achtziger Jahren entfachten das Interesse und dann mehr und mehr auch die Begeisterung für den Club, der einst bundesweit Schlagzeilen machte. Inzwischen koordiniert er sogar vom Rhein aus die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der „Macht vom Dorf“. Bader ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

„Die kleinen Bilder an der Supermarktkasse von der Mutter gekauft zu bekommen und anschließend nach und nach das Sammelalbum damit zu bestücken, war früher das Größte für mich.“ Der heute 35-Jährige blickt auf Mitte der Achtziger zurück. Während es von den Bundesligaspielern jeweils ein eigenes Konterfei gab, war für die Zweitligisten lediglich ein aus zwei Bildern bestehendes Teamfoto im Album Platz.

"Bei den meisten anderen war auf dem Mannschaftsbild eine große Tribüne im Hintergrund, in Salmrohr nur ein paar Stufen und viel Grün"

1986 hatte der FSV Salmrohr überraschend den Sprung in die zweite Bundesliga geschafft, konnte sich dabei in der Aufstiegsrunde an der Seite des SSV Ulm 1846 gegen die klar favorisierten Kickers aus Offenbach und den TSV 1860 München durchsetzen. Plötzlich war der FSV in der gleichen Liga wie Hannover 96, der Karlsruher SC oder der FC St. Pauli. „Bei den meisten anderen war auf dem Mannschaftsbild eine große Tribüne im Hintergrund, in Salmrohr nur ein paar Stufen und viel Grün. Außerdem wiesen die roten Trikots verschiedene Rotstufen auf“, erinnert sich Bader an infrastrukturelle Unterschiede auf den ersten Blick.

Der Verein hatte für ihn etwas Exotisches, Kultiges – obwohl oder gerade weil Bader einige Jahre noch vergeblich im Straßenatlas nach Salmrohr suchte. „Ohne nähere Infos damals war es ja nicht direkt klar, dass das ein Ortsteil der Gemeinde Salmtal ist.“

Der FSV stieg nach nur einer Saison wieder aus der zweiten Liga ab, Baders Interesse am FSV blieb aber bestehen. Schnell mal an ein paar Fan-Accessoires zu kommen, war aber ohne Internet und dem nicht nur in der Eifel noch ziemlich in den Kinderschuhen steckenden Merchandising gar nicht so einfach: „Meine Mutter rief beim FSV an und wollte ein Trikot für mich bestellen. Das ging so ohne Weiteres nicht. Umso größer war dann aber meine Freude, als ich noch ein original getragenes Shirt aus einem früheren Trikotsatz bekam.“

Seinen vor knapp einem Jahr verstorbenen Vater Werner und Mutter Sylvia habe er oft so lange angebettelt, bis sie mit ihm mal wieder zu einem Spiel ins Salmtalstadion gefahren seien. „Es sind viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Touren mit meinen Eltern, die ich bis heute mit dem FSV Salmrohr verbinde“, lässt Bader durchblicken. Als die Familie mal wieder von einer Urlaubsfahrt einen Abstecher machte, damit Marco den „heiligen Rasen“ betreten konnte, wühlte er auch schon mal in den Mülltonnen am Stadion, um nach Stadionzeitungen der letzten Spiele zu suchen.

Als sich der FSV 1994 für die neue, drittklassige Regionalliga West qualifiziert hatte, spielte ihm das in die Karten – zu Punktspielen der Salmrohrer waren es auf einmal nicht mehr meist 200 Kilometer Anfahrt, sondern nach Aachen, Wuppertal, Remscheid oder Uerdingen bedeutend weniger. Ende April 2000 hatte Marco Bader auch ein Heimspiel in Düsseldorf: Der FSV ging im Rheinstadion sage und schreibe mit 0:8 unter. Spott prasselte aus dem Freundeskreis auf ihn als Fan einer „Schießbudenmannschaft“ nieder...

Positiverlebnisse wie der Last-Minute-Klassenerhalt des FSV zwei Jahre zuvor, als es einen 3:2-Triumph beim Lokalrivalen Eintracht Trier gegeben hatte, aber auch die herzliche, familiäre Atmosphäre im Verein bestärkten aber Baders Treue zum Club aus der 2.400-Einwohner zählenden, unweit der Kreisstadt Wittlich gelegenen Gemeinde.

Immer wieder bekam er Post vom FSV mit Spielplänen oder Mannschaftsbildern, ein anderes Mal wurde er bei einem seiner regelmäßigen Besuche im Salmtal gar zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Auch, als er von 2009 an für rund sechs Jahre zunächst als Austauschstudent in Rom lebte und dann nach erfolgreich absolviertem Studium der Wirtschaft in Madrid seine ersten beruflichen Sporen verdiente (und seine Freundin Alicia kennenlernte), riss der Kontakt nach Salmrohr nie ganz ab.

Mitte 2015 zurück aus Spanien, nahm Marco Bader, der seitdem als didaktischer Fachberater bei einem Sprachenverlag arbeitet und zwischendurch auch mal Praktika in den Marketingabteilungen des DFB und des SSV Jahn Regensburg absolviert hat, Kontakt zum FSV auf: „Als ich mir die Homepage angesehen hatte, dachte ich, dass da wohl mehr geht – und ich bot meine Hilfe an.“ Nach einem Treffen mit Christian Rauen war alles klar. Und der Zweite Vorsitzende des FSV hat die Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer bis heute nicht bereut: „Marco macht das mit großer Begeisterung und ist sehr zuverlässig – für uns ist das schon was Außergewöhnliches, wenn sich jemand von so weit her für uns ehrenamtlich engagiert.“

Seitdem schreibt Bader Berichte für die Stadionzeitung, interviewt dabei in Ralf Görgen, Achim Eberhard oder Karl-Heinz Kieren auch die Kämpen von einst, betreut die Homepage sowie die Facebookseite und die App des FSV.

Auf acht bis zehn Besuche von FSV-Partien wird es Bader, der einst für Rot-Weiß Lintorf im defensiven Mittelfeld selbst hinauf bis zur Landesliga gespielt hat, nach eigener Einschätzung auch in dieser Saison bringen. Wenn am Ende der Saison der Klassenerhalt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu Buche stünde, würde ihn das sehr freuen. Auf dem richtigen Weg sieht er sein Team dabei „Trainer Peter Rubeck powert die Jungs nach vorne. Er und die junge Truppe bringen viel Feuer mit.“

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