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Familienbande |03.07.2019|14:30

Familie Lorenz/Trampel: Alles für den FSV Bau

Familienangelegenheit: Die Lorenz-Trampels vom FSV Bau Weischlitz.[Foto: privat]

Wenn beim FSV Bau Weischlitz Volker den Ball zu Denny weiterspielt und der dann über Michael bei Philipp landet, dann ist das eine reine Familienangelegenheit. Alle hören auf den Nachnamen Lorenz beziehungsweise Trampel und sind miteinander verwandt. Im Hintergrund sorgt beim kleinen Klub aus dem Vogtland eine weitere Verwandte dafür, dass organisatorisch alles läuft: Lilli Lorenz, Jugendleiterin beim FSV Bau und inzwischen sogar eine Fußballheldin – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Im Rahmen der "Aktion junges Ehrenamt" des Deutschen Fußball Bundes werden engagierte Vereinsmitarbeiter geehrt, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind. Für die unermüdlichen Helfer an der Basis gibt es nicht nur eine schöne Auszeichnung in Form einer Urkunde oder Medaille, gemeinsam mit dem Partner KOMM MIT lädt der DFB die jungen Ehrenamtler auch einmal im Jahr zu einer Bildungsreise ein.

Für Lilli Lorenz und die anderen insgesamt 213 Vereinsvertreter ging es im Mai für fünf Tage an die Costa Brava in der Nähe von Barcelona. "Das war ein ganz tolles Erlebnis, von dem ich ganz viele Eindrücke und Erfahrungen mit in meine Tätigkeit beim FSV Bau mitnehmen konnte", berichtet Lilli Lorenz voller Begeisterung. "Ich habe jede Menge Kontakte knüpfen und so ein richtiges Netzwerk zu anderen Vereinsvertretern knüpfen können."

So wurde für August mit anderen sächsischen Vereinen ein gemeinsames Fußballturnier verabredet und Ende des Jahres wollen sich alle sächsischen Teilnehmer der Reise nach Spanien wieder treffen, um sich weiter auszutauschen.

"Das Wochenende gehört dem Verein, da ist die gesamte Familie von Samstagmorgen bis Sonntagmittag auf dem Sportplatz"

Alle Ehrenamtler sind Helden

Nur mit ihrem "neuen Titel" fremdelt Lilli Lorenz ein wenig. "Ich habe mich natürlich über die Auszeichnung sehr gefreut, hatte allerdings mit Blick auf den Begriff 'Heldin' auch ein gemischtes Gefühl", gibt sie zu. "Das ist ein sehr großer Begriff, denn es gibt ja in unserem FSV Bau und in ganz Deutschland unzählige Menschen, die genau so viel oder noch mehr für ihren Verein tun wie ich beim FSV Bau, aber nicht so herausgehoben werden wie es jetzt in meinem Fall passiert ist."

Lilli Lorenz meint daher, dass diese Ehrenamtlichen eine Auszeichnung genau so verdient hätten wie sie selbst oder die anderen Fußballheldinnen und -helden, die in Spanien waren. "Man engagiert sich schließlich in seinem Verein, um ihm etwas Gutes zu tun und nicht, um einen Preis dafür zu bekommen", betont die duale Studentin des Fachs internationales Management.

Sich selbstlos zu engagieren und anderen Menschen zu helfen, liegt wohl in ihrer Natur. Als die vielen Flüchtlinge nach Deutschland kamen, gab sie an der Freien Schule in Plauen jungen Migranten Englisch-Unterricht. Zuvor hatte sie schon an der Volkshochschule Neuankömmlingen Deutsch beigebracht. Und als sie im letzten Jahr in Ghana war und dort ehrenamtlich an einer Grundschule gearbeitet hat, nahm sie einen Koffer voller Trikots mit nach Afrika. "Seitdem laufen in Ghana etliche Kinder in unseren blau-schwarzen Trikots vom FSV Bau herum", berichtet Lilli Lorenz.

Ganze Familie aktiv

Beim FSV Bau, einem typischen Dorfklub, in dem jeder anpackt und sich zum Beispiel bei der Verschönerung der Platzanlage einbringt, ist sie schon seit ihrer Geburt Mitglied. "Das war bei unserer Familiengeschichte ja kaum anders möglich", lacht sie.

Opa Gerald, der Vater von Lillis Mutter Ivonne, hat früher die erste Mannschaft trainiert und coacht heute noch in Weischlitz die Alten Herren sowie die B-Jugend – in der Lillis Bruder Freddi kickt. Geralds Schwiegersohn Volker, Lillis Papa, war früher Spieler der ersten Mannschaft, kickt heute in der Zweiten und ist Vorstand für Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem sponsert er mit seiner Firma den FSV Bau. Volkers Schwager Denny, Lillis Onkel, war früher ebenfalls in der Ersten am Ball, ist aktuell Volkers Mitspieler in der Reserve und trainiert die D-Jugend – in der sein Sohn Pepe spielt. Lillis zweiter Cousin Philipp, der ebenfalls in der zweiten Mannschaft kickt, sitzt mit seinem und Lillis Cousin Michael gemeinsam in der Kabine. Michael ist der Sohn von Lillis anderem Onkel Sieghard, Volkers Bruder, der die Vereinsgaststätte betreibt.

Bewerbungsphase läuft

"Das Wochenende gehört dem Verein, da ist praktisch die gesamte Familie von Samstagmorgen bis Sonntagmittag auf dem Sportplatz, angefangen vom Spiel der D-Jugend bis zur ersten Mannschaft", berichtet Lilli Lorenz. "Gerade für die Männer in unserer Familie gibt es nichts anderes als Fußball, wir Frauen in der Familie sind aber, wenn auch passiv, immer mit ganzem Herzen dabei."

Als Kind hat sie sich selbst auch mal am Ball versucht, aber "das war mehr Blümchen pflücken als mitspielen", verrät sie lachend. Eine Tätigkeit als Funktionärin kommt da für eine Fußballverrückte wie sie, die auf dem Platz eben nicht mit Talent gesegnet ist, natürlich wie gerufen. Seit vier Jahren ist Lilli Lorenz nun Jugendleiterin beim FSV Bau Weischlitz – und inzwischen eine vom DFB ausgezeichnete Fußballheldin.

Helden gibt es viele, Fußballhelden noch mehr. Genau genommen gibt es in Deutschland knapp 1,7 Millionen Menschen, die sich ehrenamtlich im Fußball engagieren. Um DANKE zu zeigen, verleihen der DFB und seine Landesverbände den Ehrenamtspreis und für junge Ehrenamtliche die Auszeichnung Fußballhelden. Mit dem DFB-Kooperationspartner KOMM MIT kann der Verband einen hochwertigen Preis anbieten: eine fünftägige Fußball-Bildungsreise. Alle Infos zur Bewerbung.

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