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Familienbande |23.01.2019|10:45

Gebrüder Hauptmann: Köln, Dresden und zurück

Lukas (l.), Marius und Niklas (r.) Hauptmann sind fußballverrückte Brüder. [Foto: Privat]

Und dann geht wieder das Trömmelsche... Als der 1. FC Köln am 10. November im Zweitliga-Match Dynamo Dresden mit 8:1 überfährt, wissen auf der Tribüne vier Zuschauer nicht, ob sie lachen oder weinen sollen. Denn auf der einen Seite spielt da unten auf dem Rasen ihr Sohn beziehungsweise Bruder im Siegerteam, auf der anderen Seite haben die "Hauptmänner" auch einen ganz engen persönlichen Bezug zum gedemütigten Gegner – die neueste Folge unserer Serie "Familienbande".

Niklas Hauptmann wird in der 74. Minute für Dominick Drexler eingewechselt, da steht es schon 6:1 für den „Effzeh“. Auch sein drei Jahre älterer Bruder Lukas wird die Partie „nie vergessen“ und gibt zu: „Das war der absolute Wahnsinn, so hoch hätten wir uns das Ergebnis wirklich nicht gewünscht, auch wenn wir uns für Niklas gefreut haben. Zum Glück war Marius nicht dabei, sonst wäre es noch schlimmer für uns als Familie gewesen.“

Marius (19) ist der jüngste der drei Hauptmann-Brüder, er kommt im vorigen Sommer aus der U 19 von Dynamo Dresden und erhält beim Zweitligisten gleich einen Profivertrag. In Köln gehört er aber nicht zum Kader des achtmaligen DDR-Meisters und trifft daher nicht auf seinen drei Jahre älteren Bruder. Niklas Hauptmann spielt seit dieser Saison in der Domstadt, die Umgebung ist ihm nicht ganz fremd, obwohl er die meiste Zeit seines Lebens in Dresden verbracht hat. Ralf Hauptmann (50), geboren in Eberswalde und über Stahl Riesa ab 1981 für den achtmaligen DDR-Meister Dynamo Dresden am Ball, wechselt 1993 zum 1. FC Köln.

Der Ball in Nachbars Garten

"So hoch hätten wir uns das Ergebnis wirklich nicht gewünscht"

Die Söhne Lukas, der allerdings noch in Dresden geboren wird, Niklas und Marius wachsen zunächst in Frechen – und mit dem Ball am Fuß auf. „Das ging bei uns gar nicht anders“, berichtet Lukas Hauptmann lachend. Schließlich ist schon Opa Reinhard Fußballer und später Trainer bei Stahl Riesa. „Wir Jungs haben schon als kleine Kinder jeden Tag gekickt. Mit Niklas habe ich in Frechen oft auf der Straße oder auf einer Wiese Fußball gespielt. Als Marius dazu kam und wir dann wieder in Dresden gewohnt haben, haben wir im Garten kleine Tore aufgestellt“, erzählt Lukas Hauptmann. „Natürlich ist dauernd der Ball über die Hecke zum Nachbarn geflogen und wir haben uns anfangs nicht getraut, da zu schellen. Daher sind wir einfach lieber rüber geklettert und haben uns den Ball zurück geholt – bis er wieder in Nachbars Garten gelandet ist“, erinnert sich Lukas Hauptmann lachend und sagt: „Das war eine sehr schöne Zeit.“

Als neunjähriger Junge geht es für den ältesten der drei Hauptmann-Brüder zunächst zurück nach Sachsen. „Das war natürlich sehr schwer für mich, denn ich hatte ja im Kindergarten und der Grundschule gute Freunde gefunden, die ich nun hinter mir lassen musste“, betont Lukas Hauptmann. Vater Ralf meldet ihn beim FV Dresden-Nord an, später wird der Verein in SC Borea umbenannt. „Nach Dynamo war und ist Borea in Sachen Jugendarbeit der zweitbeste Verein in Dresden. Wenn man gut kicken konnte, hat man entweder bei Dynamo oder Borea gespielt“, verrät Lukas Hauptmann.

Ab der siebten Klasse geht er auch in die Sportschule, sein Fokus ist ganz klar auf den Fußball ausgerichtet. Borea spielt in der B- und A-Jugend in der Regionalliga, der zweithöchsten Jugendspielklasse. „Ich hatte kaum Freizeit, sondern habe alles dem Fußball untergeordnet. Das war damals aber die beste Entscheidung, die ich treffen konnte und bis heute nicht bereut habe“, macht er klar.

Mit dem Übergang vom Junioren- zum Herrenfußball aber steht er vor der Entscheidung, ob es für ihn im Fußball noch weiter nach oben geht und er damit Geld verdienen kann oder eine andere Ausbildung im Vordergrund stehen soll. Lukas Hauptmann wählt die zweite Option, macht sein Abi und wechselt zum Dresdner SC in die Landesklasse. Nach zwei Jahren geht es für den Stürmer im Sommer 2014 weiter zum Liganachbarn Laubegast . Zu Beginn der laufenden Saison aber zieht er sich einen Innenbandriss im rechten Knie zu. Weil er verletzungsbedingt eh eine Pause einlegen muss, macht er auch beruflich einen Cut. Im Oktober 2018 zieht er zu Niklas nach Köln, so schließt sich der Kreis.

Männer-WG am Dom

Am Rhein leben sie in einer WG und teilen sich brüderlich die Hausarbeit. Während der eine aber morgens ins Büro geht und bei einer Versicherung arbeitet, fährt der andere zum Fußball. Nach den Anfängen als kleiner Junge in Frechen und dem Umzug zurück nach Dresden spielt Niklas Hauptmann bis zu seinem zwölften Lebensjahr ebenfalls beim SC Borea. Dann wird Dynamo, wo Vater Ralf nach seiner aktiven Karriere als Nachwuchskoordinator tätig ist, auf den talentierten Mittelfeldspieler aufmerksam. Niklas Hauptmann durchläuft bei den Schwarz-Gelben sämtliche Jugendmannschaften einschließlich der U 19-Bundesliga, wird Profi bei Dynamo, ehe es im Sommer 2018 nach Köln geht.

Bis zum Rückspiel zwischen Dynamo und dem „Effzeh“ ist es nun noch ein Weilchen hin. Am 21. April können die Dresdner Revanche für die 1:8-Klatsche im Hinspiel nehmen – dann vielleicht tatsächlich mit einem Duell der beiden jüngeren Hauptmann-Brüder auf dem Platz. Angreifer Marius hat sein Debüt in der 2. Bundesliga gerade hinter sich, bei Dynamos 3:1-Sieg in Duisburg einen Tag vor Heiligabend wird er in der Schlussminute eingewechselt. In drei Monaten werden die anderen Hauptmänner dann wohl wieder auf der Tribüne sitzen. Und wenn die Familie sich ein Ergebnis wünschen darf, dann am liebsten ein Unentschieden.

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