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Familienbande |02.01.2019|14:00

Fischer-Enkel Louis: Keine Fallrückzieher!

Stolzer Großvater mit drei Enkeln: Klaus Fischer (Mitte) mit Louis (rechts), Henry (links) und Emil (vorne).[Foto: Privat]

Flanke „Abi“, Kopfball Fischer, drin! Oder noch besser: Fallrückzieher. Klaus Fischers Treffer sind legendär, sein Tor des Jahrhunderts im Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am 16. November 1977 in Stuttgart gegen die Schweiz ist Kulturgeschichte und kann im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund an einer Scheibe an der Wand sogar nachgestellt werden. Heutige Fußballer-Generationen schauen sich solche Szenen gerne mal auf YouTube an – so wie Louis Jozek. Der 18-Jährige kickt beim TSV Marl-Hüls und ist der Enkel von Klaus Fischer. Die neueste Folge unserer Serie „Familienbande“.

„Nee, da ruiniere ich mir ja den Rücken“, sagt Louis Jozek und lacht. Gefragt wird er natürlich danach, ob er auf dem Platz nach einer Flanke auch gerne mal im gegnerischen Strafraum quer in der Luft liegt und so den spektakulären Torabschluss sucht. Fallrückzieher, so wie von Opa Klaus, sind nicht das Ding des A-Jugendlichen. Er ist auch kein Torjäger, sondern spielt in der U 19 des TSV Marl-Hüls im zentralen Mittelfeld, als Achter oder Zehner. „Louis ist ein guter Techniker mit einem starken linken Fuß“, urteilt Klaus Fischer über seinen Enkel. „Er hat das Auge fürs Spiel und ist sehr beweglich, allerdings müsste er noch ein bisschen aggressiver werden.“

„Klar ist der Opa mein Vorbild!“

Überall, wo er spielt, wird er natürlich auf seinen berühmten Großvater angesprochen – auch wenn die Verwandtschaft zu Klaus Fischer wegen seines Nachnamens nicht gleich offensichtlich ist. „Das kriegt man ja schnell raus, zumal sich der Opa häufig auf dem Sportplatz blicken lässt.

"Ich kann mir viel von meinem Opa abschauen“

Das Schalke-Idol schaut sich fast jedes Spiel seiner Enkel an, seine Tochter Mirja hat neben Louis noch zwei weitere Söhne: Henry (15) spielt in der Marl-Hülser B-Jugend und Emil (8) ist im Nachwuchs von Arminia Hassel am Ball. Für Louis ist der Ex-Nationalspieler und mit 268 Treffern nach Gerd Müller zweitbeste Bundesliga-Torschütze aller Zeiten „ganz klar ein Vorbild. Auch wenn ich eine andere Position spiele und der Fußball sich allgemein verändert hat, kann ich mir viel von meinem Opa abschauen“. Und ein wichtiger Ratgeber. Kritik, auch negative, nimmt Louis Jozek dankbar an: „Wenn etwas nicht so gut lief, sagt er mir das genauso wie nach guten Partien. Nur so kann ich mich weiter verbessern. Schließlich habe ich das Fußball spielen ja im Grunde in seiner Fußballschule gelernt.“

Herne statt Schalke

Fünf Jahre alt ist er, als ihn seine Eltern bei den Minis der SSV Buer anmelden. Die Bezirkssportanlage Löchterheide ist nicht weit vom alten Parkstadion neben der Arena entfernt, wo Klaus Fischer einst mit Fußball-Größen wie Reinhard „Stan“ Libuda, Rüdiger „Abi“ Abramczik, Norbert Nigbur, Klaus Fichtel oder den Kremers-Zwillingen Erwin und Helmut in einer Mannschaft spielt. Statt nach Schalke wechselt Louis Jozek aber in der D-Jugend zu Westfalia Herne, ehe er sich in den B-Junioren dem TSV Marl-Hüls anschließt.

Der Traditionsklub aus dem nördlichen Ruhrgebiet – Deutscher Amateurmeister von 1954 – gilt lange als richtig gute Adresse im Revier und ist vor zwei Jahren noch auf einem guten Weg in die Regionalliga. Dann bricht am Loekamp-Stadion das Kartenhaus zusammen, als der Klub ins Visier der Steuerfahndung gerät und der komplette Vorstand zurücktritt. Es folgt der Rückzug der ersten Mannschaft und ein Neuaufbau in der Westfalenliga, der Unterbau ist mit 13 Teams aber nach wie vor gut aufgestellt. Die B- und C-Junioren spielen in der Westfalenliga und die U 19 ist als aktueller Tabellenführer der Landesliga auf einem guten Weg dorthin.

Der Sprung vom Nachwuchs- in den Seniorenbereich ist bekanntlich der schwerste im Fußball und in der ersten Mannschaft sind die besten Zeiten vorbei. Mit nur zwölf Punkten steht Marl-Hüls auf einem Abstiegsplatz, daran kann auch Supersprinter Lorenz Niedrig, der Sohn des Triathleten Andreas Niedrig, nichts ändern. Ob Louis Jozek im nächsten Sommer beim TSV bleibt, will sich der angehende Abiturient offen lassen. „Mal sehen, wie es mit der ersten Mannschaft so weiter geht“, sagt er.

Erst einmal macht er Urlaub, und zwar mit der ganzen Familie im bayerischen Wald. Opa Klaus hat in Zwiesel, wo er herkommt, bevor er auf Schalke eine Weltkarriere als Fußballer hinlegte, noch ein Haus. Fußball wird da in den ruhigen Tagen nicht gespielt – und schon gar keine Fallrückzieher geübt...

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