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Oberliga|04.03.2016|18:00

KFC-Trainerposse: Zwei da - einer zu viel

Trainerwechsel mit Nebengeräuschen: Gerd Gotsche (rechts) hat Michael Boris beim KFC Uerdingen abgelöst. [Foto: Imago]

Beim früheren Bundesligisten Uerdingen geht es drunter und drüber. In Lippstadt wird ein 20-Jähriger neuer Co-Trainer - hier das Wichtigste aus Deutschlands Oberligen.

Keine schriftliche Kündigung: Der ehemalige Bundesligist und DFB-Pokalsieger KFC Uerdingen 05, aktuell Tabellendritter in der Oberliga Niederrhein , sorgt weiter für Schlagzeilen. Die Trennung von Cheftrainer Michael Boris verlief äußerst kurios. Der 40-Jährige wurde zwei Tage nach der 0:1-Pleite im Spitzenspiel beim Aufsteiger SpVg Schonnebeck von seinen Aufgaben entbunden. Dennoch erschien Boris, dem offenbar auch seine Probleme mit dem zuletzt nur noch als Joker berücksichtigten Star-Stürmer Mohamadou Idrissou zum Verhängnis wurden, am nächsten Tag pflichtbewusst zum Training. „Ich hatte keine schriftliche Kündigung oder Beurlaubung erhalten“, erklärte der ehemalige Torhüter gegenüber FUSSBALL.DE . Bei seiner Ankunft in Krefeld stand schon Nachfolger Gerd Gotsche (zuvor U 19) auf dem Platz. Der 47-Jährige hat beim KFC zusammen mit dem Sportlichen Leiter Horst Riege (62) die Trainingsleitung übernommen. Pikant: Noch vor wenigen Jahren hatten Boris und Gotsche gemeinsam als Kollegen im Nachwuchsbereich für den FC Schalke 04 gearbeitet. Mit der Wahrung seiner Interessen hat Michael Boris, dessen Vertrag bis zum Saisonende läuft, den bekannten Frankfurter Sportrechtler Horst Kletke beauftragt.

Seligenportens Traumsturm: Am Samstag (ab 14 Uhr) treten in der Bayernliga Nord die beiden Regionalliga-Absteiger SV Seligenporten und FC Eintracht Bamberg gegeneinander an. „Es ist ein dankbarer Auftakt für uns“, sagt FCE-Trainer Petr Skarabela: „Seligenporten will den sofortigen Wiederaufstieg und steht unter Druck.“ Die Bamberger wollen vor allem den Traumsturm der Gastgeber stoppen. Patrick Hobsch und Rico Röder (je zehn Saisontore) sind die beiden Top-Torschützen beim SVS. Außerdem sicherte sich Seligenporten während der Winterpause noch die Dienste von Angreifer Bastian Herzner. Der 25-Jährige hatt in der Hinrunde 17 Tore für den Ligakonkurrenten SC Eltersdorf erzielt.

Kurzes Gastspiel für El Haj Ali: Nach nur zwei Monaten ist das kurze Gastspiel von Fikri El Haj Ali bei Viktoria Griesheim in der Hessenliga schon wieder beendet. Der Vertrag des Deutsch-Marokkaners, der als großer Hoffnungsträger kam, ist aus privaten Gründen aufgelöst worden. Der inzwischen 30-Jährige Offensivspieler, der einst mit dem FSV Frankfurt in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, hatte in der Vergangenheit alle Chancen, im Profigeschäft Fuß zu fassen. Nach seinem Engagement in Frankfurt spielte der Angreifer für Wacker Burghausen und Rot-Weiß Erfurt in der 3. Liga (42 Einsätze, sechs Tore). Bei den Erfurtern wurde dem Angreifer wegen mehrerer Verstöße gegen arbeitsvertragliche Verpflichtungen gekündigt. Danach tauchte El Haj Ali nur noch in Hessens Amateurklassen auf, spielte unter anderem für die SG Ober-Erlenbach und Türkgücü Friedberg (aktuell 7. Liga).

Co-Trainer mit nur 20 Jahren: Der SV Lippstadt 08 hat am Donnerstagabend mit einem 3:1-Auswärtserfolg beim SV Zweckel die Tabellenführung in der Oberliga Westfalen zurückerobert. Längst laufen beim Spitzenreiter die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Der Heimatklub der Ex-Nationalspieler Karl-Heinz und Michael Rummenigge hat mit Mirko Vogt und Nick Weber zwei ehemalige Spieler als Co-Trainer zurück an den Bruchbaum geholt. Als aktiver Spieler stand Vogt (43) beim Wuppertaler SV , Rot-Weiss Essen und beim SC Verl unter Vertrag, feierte mit RWE 1994 mit dem Einzug in das DFB-Pokalfinale (1:3 gegen den SV Werder Bremen) seinen größten sportlichen Erfolg. Der erst 20-jährige Nick Weber stammt aus der Jugendabteilung des SV Lippstadt 08 und wechselte von dort zu Borussia Dortmund. Beim BVB durchlief er alle Jugendmannschaften und wurde Junioren-Nationalspieler. Wegen einer Patellasehnenverletzung musste er seine hoffnungsvolle Karriere frühzeitig beenden. Der angehende B-Lizenz-Inhaber soll künftig gemeinsam mit Vogt SVL-Cheftrainer Stefan Fröhlich unterstützen.

Kooperation mit Regionalligist Trier: Der SV Mehring aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar startet eine Kooperation mit dem Südwest-Regionalligisten SV Eintracht Trier, bei der es um das Engagement von talentierten Fußballern nach deren Jugendzeit geht. Beide Klubs haben vertraglich vereinbart, dass der Austausch von Spielern vereinfacht wird. Demnach können Akteure von der Eintracht, die aus A-Jugend kommen, ohne Aufwandsentschädigung zum SV Mehring wechseln. Ausgenommen sind Spieler, die den direkten Sprung in den Kader der ersten Mannschaft des SVE schaffen. Bei Bedarf gibt der SVM diese Spieler ohne Ablöseforderung wieder an die Eintracht ab. „Es ist eine Win-win-Situation. Die jungen Spieler können sich bei uns in einem ambitionierten Umfeld weiterentwickeln und uns helfen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich für höhere Aufgaben bei der Eintracht zu empfehlen“, betont Günter Schlag, Vorsitzender des SV Mehring. „Besonders für die Spieler, die die ersten Schritte im Seniorenfußball machen, steht Spielpraxis an oberster Stelle. Mit der Kooperation bieten wir unseren U 19-Spielern eine optimierte Perspektive. Die Oberliga garantiert Weiterentwicklung auf hohem Niveau“, sagt die Sportliche Leitung des SVE um Heiner Semar und Cheftrainer Peter Rubeck.

Seidels Debüt bei Rosenheim: Der TSV 1860 Rosenheim startet mit einem neuen Trainer ins Fußballjahr 2016. Beim Auftritt der Rosenheimer in der Bayernliga Süd beim TSV 1882 Landsberg trägt Klaus Seidel am Samstag (ab 14 Uhr) erstmals die Verantwortung. Der 50-Jährige löste Interimstrainer Robert Mayer ab, er hat das Amt vorerst bis zum Saisonende übernommen. Seidel ist ein alter Bekannter in Rosenheim, war bereits fünf Jahre lang Jugendkoordinator im Verein. Sein Stürmer Danijel Majdancevic, der bislang auf neun Saisontore kommt, fährt inzwischen zweigleisig. Er schaffte den Sprung in den erweiterten Kader der Deutschen Futsal-Nationalmannschaft.

TuRU holt Wolf aus der 4. Liga zurück: TuRU Düsseldorf hat für den Saisonendspurt in der Oberliga Niederrhein einen weiteren Neuzugang präsentiert. Der Tabellenvierte sicherte sich die Dienste von Markus Wolf, der zuletzt beim West-Regionalligisten FC Kray unter Vertrag stand. Bei den Düsseldorfern ist Wolf kein Unbekannter. Der 24-jährige Abwehrspieler trug bereits in der Saison 2013/2014 das TuRU-Trikot, ehe er nach Kray wechselte. Dort kam der Linksfuß aber nie wirklich zum Zug. Insgesamt absolvierte er in eineinhalb Jahren gerade einmal 22 Regionalliga-Minuten für die Essener.