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Regionalliga Bayern|15.07.2015|17:40

Palionis: "Mit Nationalteam abgeschlossen"

Führungsfigur: Kapitän Markus Palionis hat seinen Vertrag beim SSV Jahn nach dem Abstieg gleich um drei Jahre verlängert. [Foto: Imago]

Mit seiner Erfahrung aus 59 Zweitligaspielen und 79 Partien in der 3. Liga geht Markus Palionis beim SSV Jahn Regensburg nun als Kapitän in der Regionalliga Bayern voran. Seit Oktober 2014 schnürt der in Kaunas geborene Litauer seine Schuhe für die Oberpfälzer. Im offiziellen Saisoneröffnungsspiel wird der 28-Jährige die Regensburger am Donnerstag (ab 19 Uhr) gegen den Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg (hier eine große Geschichte über die Viktoria) in der erst kürzlich neu eröffneten Multifunktionsarena aufs Feld führen.

Palionis hatte zum Ende der abgelaufenen Saison ein Zeichen gesetzt und als erster Jahn-Kicker einen Vertrag für die vierthöchste Spielklasse unterzeichnet. Er band sich gleich für drei Jahre an den Traditionsverein. Im aktuellen FUSSBALL.DE- Interview spricht Markus Palionis mit unserem Mitarbeiter Filippos Kounelis über seine Entscheidung, die Ernennung zum Kapitän, die neue Spielstätte in Regensburg und das Eröffnungsspiel.

FUSSBALL.DE: Sie sind erst im Oktober der vergangenen Saison zum SSV Jahn Regensburg gewechselt. Wie kam es dazu?

Markus Palionis: Ich bin in Freilassing an der Grenze zu Österreich aufgewachsen und kenne daher die Region sehr gut. Ich muss allerdings auch ehrlich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht die große Auswahl an Vereinen hatte. Daher war ich sehr froh, dass mir der SSV Jahn die Möglichkeit gegeben hat, mich im Probetraining zu beweisen. Alles hat zusammengepasst.

"Wir können nicht einfach durchmarschieren"

Trainer Christian Brand ernannte Sie in der Winterpause zum Kapitän. Inwiefern geben Sie auf dem Platz den Ton an?

Palionis: Mit meinen 28 Jahren bin ich definitiv ein Führungsspieler auf dem Feld. In der Winterpause hatten wir beim SSV einen größeren Umbruch in der Mannschaft, so dass wir uns auch intern neu strukturieren mussten. Als der Trainer mich dann gefragt hat, ob ich mir das zutraue, musste ich nicht lange überlegen und habe sofort zugestimmt.

Zum Ende der Saison hatten Sie Ihren Vertrag trotz des sich schon abzeichnenden Abstiegs aus der 3. Liga gleich um drei Jahre verlängert. Was hat Sie dazu bewogen?

Palionis: Als neuer Kapitän wollte ich ein Zeichen setzen und so versuchen, neue Kräfte für den Abstiegskampf freizusetzen. Die kleine Chance auf den Klassenverbleib konnten wir aber nicht mehr ergreifen. Nun werde ich in der vierten Liga vorangehen.

Wo sehen Sie sich und den SSV Jahn nach diesen drei Jahren?

Palionis: Als ich den Vertrag unterschrieben habe, gab es auch schon Gespräche über die Zukunft. Die Inhalte werde ich aber jetzt nicht ausplaudern. (lacht)

Für die A-Nationalmannschaft Litauens haben Sie bereits zwei Länderspiele absolviert, zuletzt im März 2013 beim 1:4 gegen Albanien. Verfolgen Sie das Ziel, wieder in die Auswahl Ihrer Heimat berufen zu werden?

Palionis: Die Freundschaftsspiele gegen Moldawien und Albanien waren eine schöne Erfahrung. Mit diesem Kapitel habe ich aber abgeschlossen. Da wird in Zukunft kein weiterer Einsatz folgen.

Nach Stationen beim SV Wacker Burghausen, Dynamo Dresden und SC Paderborn 07 starten Sie mit dem SSV Jahn nun in der Regionalliga Bayern. Wie schätzen Sie die Aussichten ein?

Palionis: Das ist für mich schwer zu beantworten, da ich die Spielklasse in den vergangenen Jahren nicht so intensiv verfolgt habe. Aber ich denke nicht, dass wir einfach durchmarschieren können. Dafür ist die Qualität der Liga zu hoch. Die U23 des FC Bayern München hat zum Beispiel wirtschaftlich ganz andere Voraussetzungen als wir. Um einen sofortigen Wiederaufstieg realisieren zu können, müssen viele Faktoren wie ein Zahnrad ineinandergreifen.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr hatten Sie mit dem SC Paderborn 07 sensationell den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Jetzt spielen Sie in der 4. Liga. Was sind für Sie die größten Unterschiede?

Palionis: In der 2. Bundesliga läuft alles viel professioneller ab. Das merkt man sowohl in den wirtschaftlichen als auch in den strukturellen Bereichen. Vereine wie der FC Amberg oder der FV Illertissen beispielsweise kommen aus ganz anderen Verhältnissen als ehemalige Profiklubs. Guter Fußball wird aber auch in der Regionalliga gespielt.

Als Drittliga-Absteiger wird der SSV Jahn als Favorit auf die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern gehandelt. Können Sie sich mit dieser Rolle identifizieren?

Palionis: Ich denke nicht, dass der SSV Jahn der größte Favorit auf die Meisterschaft ist. Die Entwicklung des SV Wacker Burghausen, der zeitweise gegen den Abstieg aus der Regionalliga gespielt hatte, ist für uns ein mahnendes Beispiel. Dennoch wollen wir eine gute Rolle spielen und mindestens unter den ersten fünf Mannschaften landen.

Erst vor wenigen Tagen hat Regensburg die neue Arena beim 1:3 gegen den Bundesligisten FC Augsburg vor knapp 15.000 Zuschauern eingeweiht. Wie war das Gefühl, im neuen Stadion einlaufen zu können?

Palionis: Es war ein überragendes Erlebnis, vor so vielen Menschen in einem komplett neuen Stadion zu spielen. Wir haben eine sehr gute Partie abgeliefert und waren fast auf Augenhöhe mit einem Europa-League-Teilnehmer. Wenn wir die ersten Punktspiele erfolgreich gestalten können, werden uns die Fans weiter voranbringen.

Zum Auftakt empfängt der SSV den Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg. Ihre Erwartungen?

Palionis: Dass Aschaffenburg zuletzt noch in der Bayernliga gespielt hat und wir drittklassig waren, ist nun nicht mehr wichtig. Wir treffen in der 4. Liga aufeinander und sind somit ebenbürtige Gegner. Wir sind zwar auf dem Papier der Favorit. Dennoch erwarte ich eine Partie auf Augenhöhe.

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