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Serie "Familienbande" |25.05.2016|14:50

Patrick Hobsch: Ein Knipser wie Papa Bernd

Zwei Stürmer, zwei Generationen: Bernd Hobsch (links) im Trikot des 1. FC Nürnberg und Sohn Patrick vom SV Seligenporten. [Foto: Fotos imago; Collage FUSSBALL.DE]

Er ist ein Stürmer wie sein Vater, doch die Bundesliga bleibt für ihn wohl nur ein Traum. Patrick Hobsch, der jüngere Sohn des früheren Bundesligakickers und einmaligen Nationalspielers Bernd Hobsch (unter anderem Werder Bremen und 1. FC Nürnberg), ist mit dem SV Seligenporten nun zumindest in der Regionalliga angekommen. Neue Folge unserer Serie Familienbande.

Mit Seligenporten ist der 21-jährige Stürmer gerade Meister in der Bayernliga Nord geworden. Hobsch spielt seit 2014 für den SVS. Vor einem Jahr sind die „Klosterer" abgestiegen, die sofortige Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse war daher das erklärte Ziel der Oberpfälzer. Der Plan ging auf, mit einem 3:2-Sieg am letzten Spieltag gegen den SV Erlenbach/Main, bei dem Hobsch das 3:1 erzielte, feierten die Jungs von Trainer Fiorian Schlicker am Sonntag den Aufstieg. Weil Verfolger TSV Großbardorf im Herzschlagfinale bei Bayern Hof nicht über ein 0:0 hinauskam, marschiert Seligenporten direkt in die Regionalliga. Der beim Showdown auf Platz zwei gesprungene VfB Eichstätt schaffte es noch in die Aufstiegsrelegation.

In seiner Jugendzeit schnupperte Hobsch junior zwar kurz am Profigeschäft, doch mit dem Sprung in die Bundesliga, wie es seinem in Großkugel in der früheren DDR geborenen Vater vor fast einem Vierteljahrhundert gelungen war, wurde es nichts. „Ich habe in der Jugend des TSV Ochenbruck angefangen und bin erst relativ spät zu einem höherklassigen Verein gewechselt", berichtet Patrick Hobsch.

Sein viereinhalb Jahre älterer Bruder David, der noch heute bei ihrem gemeinsamen Heimatklub TSV Ochenbruck in der Kreisliga kickt, hatte ihn damals angetrieben. „Er hat gesagt, ich solle es einfach versuchen. Dann bin ich zunächst zum SC Feucht und von dort aus zum 1. FC Nürnberg gegangen“, erinnert sich Patrick Hobsch.

"Als Spielertypen sind wir uns schon ähnlich, wir sind ja beide Stürmer"

Die Erfahrung, mit dem Club in der U 19-Bundesliga gegen Topvereine wie Bayern München zu spielen, war sicher wichtig, aber: „Ich hatte nicht so viele Einsätze, deshalb war es im Grunde nicht realistisch, es von da aus in die Bundesliga zu schaffen. Trotzdem träumt man natürlich als Spieler davon, vor allem, wenn der eigene Vater so lange in der Bundesliga gespielt hat.“

1994 in Bremen geboren und in seiner Kindheit viel unterwegs, weil der Vater von Werder erst zu Stade Rennes in Frankreich und später zu 1860 München wechselte, ist Patrick Hobsch „in der Gegend von Nürnberg hängengeblieben“. Vater Bernd lebt inzwischen in Coburg, wo er eine Fußballschule leitet, David und Patrick wohnen zusammen in Ochenbruck, einem kleinen Dorf wie Seligenporten mit kaum mehr als 1000 Einwohnern.

Statt dem nur schwer zu realisierenden Traum vom Fußballprofi nachzulaufen, hat Patrick Hobsch eine solide Ausbildung absolviert. Er ist inzwischen ausgelernter Speditionskaufmann und kann seinen Job gut mit ambitioniertem Amateurfußball unter einen Hut bringen. „Wir haben drei- oder viermal die Woche Training, das passt. Alle in der Mannschaft haben einen normalen Beruf", erzählt der 21-Jährige.

Papa Bernd, der 1993 im Freundschaftsspiel gegen Tunesien seinen einzigen Einsatz im DFB-Trikot hatte, kommt gelegentlich vorbei und schaut sich die Spiele an, ist aber kein ehrgeiziger Über-Vater, der den Sohn mit aller Macht im Profifußball sehen will. „Er gibt mir aber immer wieder mal wertvolle Tipps, was ich vielleicht verbessern kann. Als Spielertypen sind wir uns schon ähnlich, wir sind ja beide Stürmer“, sagt Patrick Hobsch, der in der abgelaufenen Saison elf Tore erzielte , und schränkt gleichzeitig ein: „Er war mehr der reine Strafraumspieler. Ich spiele momentan mehr außen, wo ich über meine Schnelligkeit komme.“

Sein Trainer ist froh, einen wie ihn in seiner Truppe zu haben. „Patrick ist menschlich und sportlich top. Mit dem kannst du Pferde stehlen“, schwärmt Florian Schlicker, der einst mit Papa Hobsch in Nürnberg gegen den Ball treten durfte. „Da hat er mal in der zweiten Mannschaft des Clubs ausgeholfen“, erinnert sich „Schlicko“.

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