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Comeback |24.01.2019|11:00

Scheelen nach Krebs: "Das Leben genießen"

Nach Krebserkrankung wieder zurück auf dem Trainingsplatz: Alexander Scheelen.[Foto: MSPW]

Alexander Scheelen hat den härtesten Kampf seines Lebens gewonnen. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler von SC Rot-Weiß Oberhausen aus der Regionalliga West hat die im Frühjahr 2018 festgestellte Krebserkrankung (bösartiger Tumor des Lymphsystems/Hodgkin-Lymphom) besiegt - und nicht nur das. Scheelen arbeitet an seinem Comeback und will so schnell wie möglich auf den Platz zurück. Seit Mitte April 2018 hat er kein Pflichtspiel mehr für die „Kleeblätter“ absolviert. Damals gelang RWO ein 2:0 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln.

Im FUSSBALL.DE -Gespräch redet Alexander Scheelen über…

…die ersten Trainingseinheiten nach der Rückkehr:

Ich fühle mich richtig gut, habe keine Beschwerden und bin sehr froh, wieder dabei zu sein. Selbstverständlich muss ich noch an der Fitness arbeiten und auch die Spielpraxis fehlt mir.

"Man lernt das Leben neu schätzen, achtet auf viele Kleinigkeiten noch mehr"

…über den 9. Januar:

Das war der Tag des Trainingsauftakts. Zunächst musste ich mir aber vom Arzt noch das endgültige "grüne Licht" holen. Ich habe mich gesund gefühlt. Doch nach dem Abschluss-CT gesagt zu bekommen, dass auf den Bildern nichts mehr Ungewöhnliches zu sehen ist, war eine riesige Erleichterung. Da ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen. Als meinen zweiten Geburtstag sehe ich den Tag dennoch nicht.

…den ersten Einsatz beim 3:0 im Testspiel beim Oberligisten 1. FC Bocholt:

Ganz ehrlich: Es war nicht so emotional, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es hat sich eher so angefühlt wie nach einer vierwöchigen Winterpause. Ich bin schnell wieder reingekommen. Nur die Temperaturen hätten meinetwegen ein wenig höher sein dürfen. Es war wie im Eisschrank. (lacht)

…über sein angestrebtes Comeback in einem Pflichtspiel:

Ich bin mir sicher, dass der erste Einsatz in einem Pflichtspiel ein Stück weit emotionaler wird. Allerdings will ich dann gar nicht im Mittelpunkt stehen. Das ist nicht so meine Sache. Auf der einen Seite fiebere ich dem Tag entgegen, hoffe auf ein erfolgreiches Comeback. Auf der anderen Seite werde ich auch froh sein, wenn es wieder vorbei ist und dann alles wieder seinen gewohnten Gang nimmt.

…die Chemotherapie:

Sie haut einen - auf gut Deutsch gesagt - komplett weg. Die Therapie ist nur schwer zu verkraften. Ich glaube, dass ich ohne die Unterstützung meiner Familie und Freunde noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz wäre. Aber so schnell die Chemo einen umhaut, so schnell regeneriert sich der Körper auch wieder. Nachdem die Behandlung abgeschlossen war, ging es stetig bergauf. Wie neugeboren fühle ich mich jetzt nicht. Aber es geht mir wirklich sehr gut.

…die guten Voraussetzungen als Leistungssportler während der Therapie:

Ich glaube schon, dass es mir geholfen hat, Leistungssportler und vor allem Mannschaftssportler zu sein. Im Fußball geht es um Dinge wie Disziplin, Ehrgeiz und Kampfeswille. Das habe ich in die Therapie mitgenommen.

…die Tiefpunkte während der Behandlung:

Es gab einige Rückschläge. Der größte Tiefpunkt war zunächst einmal der Moment, in dem mir die Diagnose mitgeteilt wurde. Im weiteren Verlauf lief auch nicht alles nach Plan. Gerade als ich dachte, ich hätte mich herangekämpft, fiel alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Mein Umfeld - allen voran meine Frau Pelin - hat mich jedoch immer wieder aufgebaut.

…seinen Optimismus:

Ich hatte meine Ziele immer vor Augen: Gesund werden und auf den Fußballplatz zurückkehren. Das war mein Antrieb. Während meiner Behandlung habe ich auch hautnah Fälle mitbekommen, bei denen es den Menschen noch deutlich schlechter ging als mir. Einige von ihnen waren deutlich jünger, einige hatten kaum Unterstützung von außen. Bei mir war der Optimismus - mit wenigen Ausnahmen - immer da.

…über die kleinen Unglücke im Alltag:

Ich würde mich definitiv darüber ärgern, wenn ich zum Beispiel aus Versehen ein Glas Wasser auf mein Handy kippe. Ganz klar: Gesundheit ist alles im Leben. Das wurde mir noch einmal ganz deutlich vor Augen gehalten. Man lernt das Leben neu schätzen, achtet auf viele Kleinigkeiten noch mehr. Über ein kaputtes Handy ärgere ich mich trotzdem. (lacht)

…die Hilfe von Ex-Profi Benjamin Köhler (zuletzt 1. FC Union Berlin), der ebenfalls an Krebs erkrankt war:

Wir haben häufig telefoniert und geschrieben. Das war sehr hilfreich. Kurz nach meiner Diagnose habe ich ihn kontaktiert. Benni hatte die gleiche Erkrankung, nur saß der Tumor bei ihm an einer anderen Stelle. Ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Benni hat versucht, mich auf die Chemotherapie vorzubereiten, auf die ganzen Nebenwirkungen. Jeder Körper reagiert aber anders auf die Behandlung. Dass es ein steiniger Weg wird, hatte mir Benni schon gesagt. Dass es so steinig wird, hatte ich nicht erwartet. Am Beispiel von Benni Köhler habe ich jedoch nicht zuletzt auch gesehen, dass es machbar ist, wieder auf den Platz zurückzukommen.

…über seine Vorsätze für die Zukunft:

Ich hoffe sehr, dass es keinen Rückschlag mehr gibt. Die Garantie, dass die Krankheit nicht vielleicht doch wiederkommt, gibt es nicht. Ich möchte das Leben genießen, sportlich und beruflich so erfolgreich wie möglich sein.

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