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Familienbande |21.11.2018|12:00

Seitz: Freiwillig in die Kreisklasse

[Foto: privat/Verein/Collage FUSSBALL.DE]

Es läuft die 30. Minute im Spiel der Kreisklasse Amberg/Weiden Süd zwischen dem FSV Gärbershof gegen den SV Kauerhof, als der Torjäger vom Dienst die Platzherren mit 1:0 in Führung bringt. Am Ende steht es 6:0 für die Amberger, diesmal trifft Tim Doschat noch dreimal und nicht der Knipser mit dem prominenten Namen: Es ist Spielertrainer Sven Seitz, der erst im Sommer vom Regionalligisten SV Seligenporten in die Tiefen der Kreisklasse abgestiegen ist. Er ist der Sohn des früheren Augsburger und Duisburger Profis sowie späteren Trainers Roland Seitz – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Mit 37 Punkten steht der FSV Gärbershof aktuell auf Platz fünf der Tabelle, nach oben ist aber noch alles möglich. Spielertrainer Sven Seitz hat eine junge Mannschaft um sich herum, die er auf seiner ersten Station als Coach gerne anführt. „Natürlich hatte ich anfangs Probleme, mich dem Niveau anzupassen, denn ich war körperlich andere Anforderungen gewöhnt“, gibt der 29-Jährige zu, um auszuführen: „Es ist auch klar, dass alle von mir viele Tore erwarten, weil ich nun einmal höher gespielt habe – und das klappt ja auch ganz gut.“ (lacht)

Zwölf Treffer hat er zu den bisher 53 Buden des FSV beigesteuert, dazu 19 Assists. Keine überragende Quote, aber gut genug, um von den Gegnern ziemlich respektiert zu werden. Die Entscheidung, im Fußball fünf Klassen tiefer zu gehen, war eine bewusste. „Ich habe seit dem Übergang von der Jugend in den Seniorenbereich zehn Jahre lang den Fokus auf Fußball gelegt und immer in der Regional- oder Oberliga gespielt. Es war an der Zeit, andere Dinge wie den Beruf und die Beziehung in den Vordergrund zu rücken“, erklärt Sven Seitz. „Außerdem wollte ich gerne den Einstieg ins Trainergeschäft schaffen, was sicherlich auch in der Landes- oder Bezirksliga möglich gewesen wäre, aber beim FSV hat einfach alles gut gepasst. Das ist hier bei mir vor der Haustür, wir haben nur zweimal in der Woche Training, sodass genügend Zeit für andere Dinge bleibt.“

Mit Kroos und Müller in der Bayern-Auswahl

„Klar, dass alle von mir die Tore erwarten, weil ich höher gespielt habe.“

In Neumarkt in der Oberpfalz geboren, muss Sven Seitz als kleiner Junge früh umziehen. Sein erster Verein ist daher der FC Meerfeld in Moers, weil sein Vater zu der Zeit beim MSV Duisburg spielt. Es bleibt ein kurzer Ausflug in den Westen, denn alsbald geht es zurück in die Heimat und Sven Seitz wird beim ASV Neumarkt, wo schon Roland Seitz früher gespielt hat, angemeldet. Der kleine Stürmer hat Talent, so werden die Spione vom 1. FC Nürnberg auf ihn aufmerksam. Im zweiten C-Jugendjahr geht es zum Club, mit dem Sven Seitz in der U 17 und U 19-Bundesliga spielt. Einer seiner Mitspieler ist der heutige Nürnberger Bundesliga-Profi Enrico Valentini – und seine Gegner heißen unter anderem Toni Kroos und Thomas Müller aus der Münchner Jugendakademie. „Mit den beiden habe ich auch gemeinsam in der Bayern-Auswahl gekickt“, erinnert sich Sven Seitz.

Als er aus der U 19 kommt, träumt er ebenfalls von der Bundesliga, doch beim 1. FC Nürnberg setzt man auf altgediente Stars. „Zu der Zeit war es ja noch nicht so, dass viele Spieler den Sprung von der Jugend in die erste Profi-Mannschaft geschafft haben“, berichtet Sven Seitz. „Hans Meyer war damals Trainer beim Club und hatte Stürmer wie Jan Koller oder Marek Mintal zur Verfügung. Da durfte ich zwar als junger Spund ab und zu mittrainieren, hatte aber, ehrlich gesagt, keine große Chance zu spielen.“

In Nürnberg wollen sie ihn in die U 23 stecken, doch Sven Seitz zieht es zu einer ersten Mannschaft, die mehr Zuschauer hat und andere Perspektiven bietet. Die SpVgg Bayreuth in der Oberliga ist seine nächste Station, von dort geht es zum Regionalligisten SpVgg Weiden. „Es war das erste Mal, dass ich das Elternhaus verlassen habe und schon mit 19 Jahren auf eigenen Füßen gestanden habe“, verrät Sven Seitz. Er absolviert eine Ausbildung in der Automobil-Branche, setzt aber nach erfolgreichem Abschluss zunächst auf Fußball. Über seinen Vater ergibt sich ein Kontakt nach Leipzig. Sven Seitz darf bei Sachsen Leipzig beim Probetraining mitmachen, ehe ihm ein Testspiel den Kick gibt. „Das war gegen Union Berlin – vor über 2000 Zuschauern. Ich war sofort angetan und bin nach Leipzig gezogen“, berichtet Sven Seitz von seiner „besten Zeit als Spieler“.

Das Glück hält nur kurz. Nach einem Jahr bei Sachsen Leipzig wechselt er zu den gerade aus der Taufe gehobenen "Bullen" und unterschreibt bei von RB Leipzig einen Zweijahresvertrag. Nach einem Jahr aber wird nahezu das komplette Personal ausgetauscht. Unter Peter Pacult und Thomas Oral werden Stars für den Durchmarsch in die Bundesliga gekauft und für Spieler wie Sven Seitz gibt es kaum noch Verwendung. Er bleibt ein Jahr bei den „Bullen“, erlebt ein Derby gegen Lok Leipzig vor 15.000 Zuschauern. Dann geht es über Germania Halberstadt, den FC Amberg, die DJK Vilzing und zuletzt den SV Seligenporten, wo er erneut vor 15.000 Fans spielt, diesmal im Grünnwalder Stadion bei 1860, schließlich zum FSV Gärbershof.

Alle drei Brüder kicken bei den Amateuren

Für Sven Seitz ist es der Einstieg ins Trainergeschäft. Vater Roland, als Coach unter anderem in Regensburg, Feucht, Reutlingen, Paderborn, Aue und Trier tätig, kann ihm wertvolle Tipps geben. Endlich hat er auch mal Zeit, seit er Ende Oktober vom SV Elversberg als Sportdirektor entlassen wurde. „Er hat im Fußball viel erlebt, ist lange dabei und mir ein wichtiger Ratgeber“, nickt Sven Seitz. Auf die Idee, dass Vater und Sohn im Fußball auch ganz gut zusammen arbeiten könnten, ist er aber noch nie gekommen: „Als Spieler wollte ich das nicht, sondern lieber meinen eigenen Weg gehen und nicht irgendwo als Sohn von Roland Seitz behandelt werden. Für die Zukunft möchte ich aber nicht ausschließen, dass wir mal gemeinsam in einem Verein tätig sind.“

Roland Seitz kann sich allerdings aussuchen, bei welchem Sohn er nach dem Auslaufen seines Elversberger Vertrags im nächsten Sommer einsteigt. Schließlich spielen neben Sven auch noch die jüngeren Marcel (27) und Nico (23) Fußball, der eine beim spielt beim TSV Wolfstein in der Kreisliga und der Jüngste beim Bezirksligisten TSV Freystadt.

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