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Familienbande |24.10.2018|15:00

Yannick Bremser: Das Megafon des SV Eichede

Die Bremsers: Familientreff im Stadion - allerdings hier noch zu Wolfsburger Zeiten des Vaters Dirk (2.v.l.).[Foto: privat]

Wenn am 10. November Werder Bremen die Borussia aus Mönchengladbach zum Duell der Überraschungsmannschaften in der Bundesliga empfängt, dann befindet sich ein Zuschauer im Zwiespalt. Eigentlich hält er zu Werder, doch sein Vater arbeitet beim Gegner. Es ist Yannick Bremser, der älteste Sohn von Gladbachs Co-Trainer Dirk Bremser. Der 24-Jährige kickt selber beim Oberligisten SV Eichede, zusammen mit seinem Bruder Nico (20) – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Der Trainer und sein „Co“: Oft ist es eine ewig lange Beziehung, die Fußballlehrer und ihre Assistenten verbindet. Sie halten zusammen, sind ein eingespieltes Team und ziehen von Verein zu Verein. So wie Peter Herrmann viele Jahre an der Seite von Jupp Heynckes unauffällig seine Arbeit verrichtete, so ist es auch bei Dirk Bremser und Dieter Hecking. Der eine ist aus Bochum, der andere nebenan aus Castrop-Rauxel, ein Team sind sie seit 2001.

Beim VfB Lübeck löst Dieter Hecking seinen Vorgänger Dirk Bremser als Trainer ab, doch der zieht nicht von dannen, sondern sich ins zweite Glied zurück – und bleibt bis heute an dessen Seite. Alemannia Aachen , Hannover 96, VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach heißen bis heute die gemeinsamen Stationen des Duos. Als Spieler bringt es Dirk Bremser zuvor für den MSV Duisburg und Bayer 05 Uerdingen auf 55 Einsätze in der ersten und 153 in der 2. Bundesliga (für Preußen Münster, den MSV Duisburg und Hertha BSC).

Unglaubliche Frisuren

„Da für mich der Zug zum Profifußball abgefahren ist, wollte ich etwas von der Welt sehen. Das sind Dinge, von denen man ein Leben lang erzählen kann.“

„Als Papa noch Profi war und in der Bundesliga gespielt hat, waren wir Jungs ja noch klein. Von daher haben wir ihn live auf dem Platz nicht gesehen und von seiner Karriere erst richtig etwas mitgekriegt, als er in Lübeck war und dort auch Trainer wurde“, berichtet Yannick Bremser. „Aber natürlich haben wir uns später einige seiner wichtigsten Spiele und schönsten Tore auf DVD angeschaut – und uns vor allem über die unglaublichen Frisuren, die komischen kurzen Hosen und Trikotdesigns kaputt gelacht!“

Er selbst wird in Berlin geboren, ehe die Familie nach Lübeck zieht. Yannick Bremser wächst im Grunde dort auf, wo andere Urlaub machen: Der Timmendorfer Strand und das Ostseebad Scharbeutz sind ganz in der Nähe. Statt Fußball spielt der Erstgeborene zunächst Eishockey und Tennis, ehe er sich mit sechs dem VfB Lübeck anschließt. Nach einem Jahr an der Lohmühle und einer weiteren Saison beim Timmendorfer SV – heute NTSV Strand 08 – wechselt er zum TSV Pansdorf. Beim heutigen Landesligisten spielt er durchgehend bis zum ersten Seniorenjahr, ehe es zu Eutin 08 geht. Weitere Stationen sind dann erneut der VfB Lübeck und der SC Victoria Hamburg . Seit dem Sommer 2017 spielt Yannick Bremser nun beim SV Eichede und zum ersten Mal mit seinem Bruder Nico zusammen in einer Mannschaft – wie früher daheim.

Papa Dirk als Rasenmäher

„Sobald der Kleine laufen konnte, waren wir immer zusammen draußen und haben gebolzt“, erinnert sich Yannick Bremser. „Wir hatten hinterm Haus eine Wiese mit ziemlich hohem Gras, das war unser Platz. Papa hat die Wiese gemäht und dann ging es los und oft hat auch er mitgespielt.“ Kumpel Nicolas, mit dem der ausgebildete Physiotherapeut später in Hamburg zusammen wohnt und der heute bei der SVG Pönitz kickt, ist immer dabei. „Ein Nachbar hat sogar für uns Tore gebaut, das war für uns natürlich das Größte. Wir haben da jede WM und EM nachgespielt und wenn gerade kein großes Turnier lief, dann eben die Bundesliga“, verrät Yannick Bremser.

Beim Fünftligisten Eichede ist er heute Vizekapitän, spielt im zentralen Mittelfeld auf der Sechs oder der Acht und ist der Chef auf dem Platz. „Ich übernehme gerne Verantwortung , dirigiere und rede viel. Man könnte fast meinen, ich wäre ein Megaphon“, sagt Yannick Bremser und lacht. Der jüngere Bruder Nico hat sich inzwischen in die zweite Mannschaft des SVE zurückgezogen, weil er in der Oberliga auf wenig Einsätze kam. Yannick hingegen muss in der Woche Kilometer fressen, denn er studiert Physiotherapie in Bremen.

Ohnehin haben der Beruf und andere Dinge abseits des Fußballs mehr Platz in seinem Leben genommen. Von April bis Juni war er mit einem Freund für zwei Monate in Südostasien, bereiste Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien. „Da für mich der Zug zum Profifußball abgefahren ist, wollte ich unbedingt mal etwas mehr von der Welt sehen. Das sind einfach Dinge, von denen man ein Leben lang erzählen kann“, weiß Yannick Bremser.

Mittagessen wird zum Stammtisch

Nun aber ist auch auf dem Platz wieder wichtig, in Eichede und in der Bundesliga. Wenn Dirk Bremser am Wochenende von Möchengladbach nach Hause fährt, kommt die Familie sonntags zum Mittagessen zusammen. Das Thema am Tisch: natürlich der Fußball. Оbwohl ich zu Werder halte, bin ich selbstverständlich immer auch Fan des Vereins, bei dem Papa Trainer ist. Deshalb werde ich auch für Gladbach sein, wenn die Borussia in zweieinhalb Wochen in Bremen spielt, gibt Yannick Bremser zu. Ich versuche, so viele Spiele wie möglich zu sehen, die Gladbacher Auswärtsspiele im Norden sowieso, aber auch möglichst viele Heimspiele. Ich finde die Stimmung im Borussia-Park genial und momentan läuft es ja auch sportlich sehr gut.“

Wer hätte schon vor Beginn dieser Bundesliga-Serie gedacht, dass die Partie Bremen gegen Gladbach am elften Spieltag im Schatten des Gipfels Dortmund gegen Bayern ein echtes Spitzenspiel sein wird? Im Hause Bremser jedenfalls wird der Haussegen nicht schief hängen, egal, wie es ausgeht.

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