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Familienbande |07.11.2018|11:00

Dingert-Brüder: Abwehrchef & Schiedsrichter

FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert (l.) mit Bruder und Bezirksliga-Fußballer Matthias tauschen sich regelmäßig über ihre Leistungen aus. [Foto: privat]

Das pfälzische Bezirksliga-Duell zwischen dem TuS Bedesbach-Patersbach und der SG Eppenbrunn war für Tobias Spengler eine ruhige Partie. Der Unparteiische musste zwar insgesamt sechs Gelbe Karten verteilen, aber ansonsten hielt sich die Aufregung beim 3:1-Heimsieg für den Tabellenzehnten in Grenzen. Dabei steht bei den Bedesbachern ein Spieler auf dem Platz, der zu Schiedsrichtern eine ganz besondere Beziehung hat: Matthias Dingert, der Bruder des FIFA-Referees Christian Dingert – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Es ist der 12. September 2010, als Christian Dingert sein erstes Bundesligaspiel leitet. Vorher im Team von Wolfgang Stark als Assistent sowie als Hauptschiedsrichter in der 2. Liga im Einsatz, pfeift der Diplom-Verwaltungswirt die Partie des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli. Er verteilt sechs Gelbe Karten, macht seinen Job aber so ordentlich, dass er in der Saison 2010/2011 regelmäßig in der höchsten deutschen Spielklasse ran darf. Bis heute sind es inzwischen 111 Einsätze in der Bundesliga (zwei Rote, sieben Gelb-Rote Karten, 30 Elfmeter) sowie 110 in der 2. Liga. Hinzu kommen zwei Spiele in der Europa League (sowie neun in der Europa-League-Qualifikation), 22 im DFB-Pokal und eins in der EM-Qualifikation.

Nach Gelb hängt der Haussegen schief

Angefangen hat all das auf einem kleinen Sportplatz in der Pfalz - mit einem Spiel der E-Jugend der TSG Burg Lichtenberg, dem Heimatverein der Dingerts. Vater Bernd ist der Trainer der Mannschaft, hinten in der Abwehr spielt sein jüngerer Sohn Matthias. "Christian hat ja bis zur A-Jugend selber Fußball gespielt, bei der TSG und später bei Blaubach-Diedelkopf. Auch bei unseren Spielen war er oft mit auf dem Sportplatz. In der E-Jugend war meistens kein offizieller Schiedsrichter eingeteilt und der Gastverein hatte das Recht, die Spiele zu leiten. Doch sogar die Gegner wollten bei unseren Heimspielen, dass Christian pfeift, denn er hat das vom ersten Spiel an sehr gut gemacht und war bei uns im Fußballkreis relativ schnell als guter Schiedsrichter bekannt", berichtet Matthias Dingert.

"Wir wissen beide: Er ist der bessere Schiedsrichter und ich der bessere Fußballer"

Doch so souverän der junge Christian Dingert auch als Schiedsrichter auftrat, Ärger mit Spielern gibt es im Fußball immer - und wenn der eigene Bruder auf dem Platz steht, ist der "Streit" in der Familie fast vorprogrammiert. "Als er mir in einer Partie mal die Gelbe Karte gezeigt hat, gab es aber zu Hause erst einmal Sprüche", verrät Matthias Dingert grinsend und fügt an: "Ich war auf dem Platz immer ein Hitzkopf und oft nahe an einer Verwarnung. Von daher hatte ich lange ein problematisches Verhältnis zu Schiedsrichtern, auch wenn mein Bruder selber einer ist. Im Laufe der Jahre bin ich aber etwas ruhiger geworden und bin jetzt ja auch in einem gemäßigten Alter."

In der Jugend im Klose-Klub und gegen Trapp

Matthias selbst ist seit dem sechsten Lebensjahr am Ball. Nach zwei Jahren in der E-Jugend der TSG Burglichtenberg wechselt er zur SG Blaubach-Diedelkopf, dem Heimatverein von Miroslav Klose. "Das war zu der Zeit der größte Ausbildungsverein bei uns in der Region", erklärt Matthias Dingert. Bis zur A-Jugend bleibt er in Diedelkopf, feiert als Kapitän einige Meisterschaften mit der SG und fordert in Derbys gegen den großen 1. FC Kaiserslautern auch spätere Profis wie Kevin Trapp oder Fabian Schönheim heraus. Nach Stationen beim VfR Baumholder (sechs Jahre ab der A-Jugend in der Landes- und Bezirksliga) und zwei weiteren Saisons in Blaubach-Diedelkopf, ehe der Verbandsligist nach einer Insolvenz aufgelöst wird, schließt sich der heute 31 Jahre alte Polizist im Sommer 2014 mit einigen Kumpels dem TuS Bedesbach-Patersbach an. Außerdem ist der Innenverteidiger seitdem auch als DFB-Stützpunkttrainer in Birkenfeld tätig und fördert dort D- und C-Jugendliche.

Sein sieben Jahre älterer Bruder hingegen wechselt mit 17 Jahren endgültig die Seiten, zieht die Fußballschuhe nicht mehr zum Kicken an, sondern macht nach seinem ersten erfolgreich bestandenen Lehrgang als Schiedsrichter Karriere. Zwei der wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um die Beurteilung der eigenen Spielleitung geht, findet Christian in der Familie: Papa Bernd und Bruder Matthias. "Natürlich schaue ich mir viele Spiele, die Christian leitet, im Fernsehen an oder fahre, wenn es zeitlich passt, ins Stadion. Dann tauschen wir uns telefonisch oder bei Familientreffen über seine Leistungen aus, ob er Fehler gemacht oder gut gepfiffen hat. Ich schaue mir auch die Bewertungsbögen an, die er vom DFB bekommt", berichtet Matthias Dingert.

Andersherum gibt es natürlich vom Bundesliga-Referee auch ein Feedback zur seiner Performance auf dem Platz – mit dem kleinen Unterschied, dass die Spieler und Spiele in der Bezirksliga Westpfalz gemeinhin weniger Beachtung in der Öffentlichkeit finden als der Auftritt eines Schiedsrichters in der Eliteklasse des deutschen Fußballs.

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