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Fairplay|13.08.2015|09:00

SV Schlebusch: Die fairsten sind die ersten

Ganz fair: Nedim Basic (rechts) und der SV Schlebusch [Foto: Kämpf]

Der 14. August wird in die Geschichte des SV Schlebusch eingehen. Erstmals ist der Klub aus Leverkusen Gastgeber der offiziellen Eröffnung des Spielbetriebs im Fußballverband Mittelrhein. Und diese Premiere haben sich die Spieler, Verantwortlichen und Anhänger des Bezirksligisten redlich verdient. Genauer gesagt: die Akteure der ersten Mannschaft um Trainer Stefan Müller. Sie überzeugten in der abgelaufenen Serie als fairste Seniorenmannschaft am Mittelrhein.

Die Schlebuscher erhielten die wenigsten Minuspunkte für Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten oder anderes unsportliches Verhalten und sicherten ihrem Klub nebenbei ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Dabei war es ein enges Rennen um den ersten Platz. Doch letztlich behaupteten die Schlebuscher mit nur 9,0 Maluspunkten in 31 Spielen vom 23. Spieltag an ihre Führung in der Fair-Play-Wertung. Die Plätze zwei bis zehn lagen so dicht zusammen, dass die Gelben Karten über die Platzierungen entschieden. Als ärgster Verfolger des SV erwies sich der zweitplatzierte FC Inde Hahn vor dem SSV Merten und dem TSC Euskirchen sowie den beiden punktgleichen fünftplatzierten SC Brühl und TuS Oberpleis.

Nun heißt es also, Bühne frei für den 1923 gegründeten Verein. Am besagten Freitagabend wird nur auf dem Kunstrasenplatz im Bühl gespielt, während andernorts noch einige Stunden auf den ersten Anpfiff der Saison 2015/16 gewartet werden muss. „Für uns ist das eine tolle Belohnung, wir dürfen uns in einem ganz besonderen Rahmen als Team und Verein präsentieren“, sagt Coach Müller, dessen Elf sich außerdem auf ein Derby freuen darf. Von 19 Uhr an geht es, wie von den Verantwortlichen aus Schlebusch gewünscht, gegen den Aufsteiger SV Altenberg.

Gegner nach Wahl

"Uns geht es nicht darum, um jeden Preis Erfolg zu haben"

Auch die Möglichkeit, den Kontrahenten selbst zu bestimmen, war ein Teil des Lohnes für das vorbildliche Verhalten der Schlebuscher Spieler. Müller und die übrigen Macher beim SV waren sich schnell einig, weniger auf die sportliche Klasse des Gegners zu schauen, als vielmehr für eine stimmige Kulisse zu sorgen. „Das dürften wir mit dem Lokalduell gegen Altenberg erreichen. Zumal dort einige ehemalige Schlebuscher spielen. An diesem Abend wird richtig Betrieb auf unserer Anlage herrschen.“

Damit dürfte der Trainer Recht behalten. Zumal auch die Repräsentanten der Gewinner-Mannschaften des ODDSET-Fair-Play-Pokals im Frauen- und Nachwuchsbereich kommen werden. „Ich rechne mit 250 bis 300 Besuchern, aber natürlich hängt das immer auch vom Wetter ab. Rund 20 Vereine werden ihre Vertreter schicken und vor dem Anpfiff geehrt werden“, sagt Ercihan Kurt, der Geschäftsführer des SV, der viel Zeit in die Organisation der Veranstaltung investiert.

Für seinen Vater Nuri Kurt ist es eine ungewohnte Situation - was angesichts seines inzwischen 45-jährigen ehrenamtlichen Engagements im Jugendfußball nicht mehr häufig vorkommt. „Bisher bin ich fast jedes Jahr mit einer unserer Nachwuchsmannschaften zu einer Fair-Play-Ehrung gefahren, jetzt kommen alle zu uns“, sagt der Jugendleiter des SV. Da fuchst es ihn beinahe etwas, dass ausgerechnet in diesem Jahr kein Schlebuscher Junioren-Team unter den Geehrten auftaucht. „Aber wir sind bestimmt nächstes Mal wieder dabei“, sagt der 81-Jährige. Die Chancen, dass seine Ankündigung zur Realität wird, stehen nicht schlecht.

Interne Sanktionen

Denn die Schlebuscher Talente gehören gewissermaßen zur Stammbesetzung der Top Ten in Sachen Fair-Play. Laut FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen ist das kein Zufall: „In Schlebusch gehört Fair-Play zur Vereinskultur. Wie auch in einigen anderen Klubs wird dort ein anständiges Miteinander besonders gepflegt und gefördert. Dazu gehören auch interne Sanktionen bei Fehlverhalten und natürlich Menschen mit vorbildlichem Charakter.“

Zu dieser Kategorie zählt zweifellos auch Nuri Kurt, der 2006 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde und eine klare Position vertritt: „Uns geht es nicht darum, um jeden Preis Erfolg zu haben. Ein anständiges Miteinander und soziales Engagement sind uns unheimlich wichtig. Das vermitteln wir den Nachwuchsspielern und deren Eltern, auch wenn das nicht immer einfach ist. Ganz wichtig ist daher die gute Ausbildung unserer Jugendtrainer.“

Müller pflichtet dem Jugendleiter bei: „Wir haben eine Vorbildfunktion. Der Umgang mit Schiedsrichtern, Gästen und Gegnern muss einwandfrei sein.“ Daher freut er sich auch besonders über die Auszeichnung, „schließlich ist das eine Bestätigung dafür, dass wir unser Ziel erreichen“, erklärt der Trainer. Dass diese Einstellung keinen negativen Einfluss auf den sportlichen Erfolg hat, beweist das gute Abschneiden der Schlebuscher, die die vergangenen zwei Spielzeiten auf Rang vier abschlossen und den Aufstieg nur knapp der Konkurrenz überlassen mussten. In der kommenden Serie soll sich dies ändern. Wie es sich anfühlt, ganz vorne zu stehen, werden die SV-Spieler jedoch schon am ersten Spieltag erfahren, denn in Sachen Fair-Play war niemand besser als der SV Schlebusch.

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