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Amateurstatistiken

Kurioser Sieg |21.06.2017|14:00

Verrückt: Mit 9 Mann Tabellenzweiten besiegt!

Hatten allen Grund zum Feiern: die Altherren des SV Schleußig nach ihrem Überraschungscoup. [Foto: privat]

Eine Altherren-Mannschaft, die zu neunt gegen den Tabellenzweiten gewinnt. Ein Achtjähriger, der in einer Saison zweimal Meister wird. Ein Verein, der in einer Saison mit drei Senioren-Mannschaften aufsteigt. Und zwei Spieler, die mit rekordverdächtigen Hattricks ihr Team zur Meisterschaft schießen. Nicht-Alltägliches aus dem deutschen Amateuralltag in unserer Rubrik Kurzpass kurios.

Schleußig kann nicht nur fair

Unfassbares spielte sich am Wochenende im südwestlichen Leipziger Auenwald auf dem Sportplatz Nonnenwiese ab. Wohl eines der kuriosesten Spiele in 110 Jahren Vereinsgeschichte. Über die gesamte Spieldauer zu neunt (acht Feldspieler, ein Torwart) vermiesten die lange Zeit abstiegsbedrohten Alten Herren des SV Schleußig im letzten Stadtklassen-Saisonspiel dem bis dato Tabellenzweiten SV Leipzig-Ost noch die Vizemeisterschaft – durch ein Eigentor in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Einige der neun Starter des SVS waren zudem noch angeschlagen, aber sie wollten das Spiel unbedingt bestreiten. Erstens wollten die Alten Herren vor der Sommerpause unbedingt nochmal spielen und zweitens wollten sie den Fairnesspreis gewinnen, dessen Wertung sie anführten. SV Leipzig-Ost ging als haushoher Favorit mit elf Mann ins Spiel. Im Gegensatz zu Schleußigs 39 Saisontoren, schossen die Sachsen bereits 91. Mehr als doppelt so viel also. Doch es kam alles anders. Nachdem der SVS leidenschaftlich verteidigte und sogar drei Aluminiumtreffer überlebte, stand es bis zur 90. Minute immer noch 0:0.

"Er betont immer wieder, dass die Mannschaften nicht gewonnen haben, nur weil er dabei war"

Dann wurde die Partie noch einmal richtig spannend. Gäste-Kapitän Carsten Langheld stand nach einer Hereingabe in der ersten Minute der Nachspielzeit plötzlich frei vor SVS-Torwart Glowacki – Abseits. Glück für die Heimmannschaft, die dann in der vierten Minute der Nachspielzeit tatsächlich nochmal vors Tor kam. Ein letzter Freistoß für die neun wackeren Kämpfer von der Strafraumgrenze. Hereingabe von Schleußigs Spieler Ronny Wichary und wieder war es Gäste-Kapitän Langheld, der die Kugel vor dem Tor auf den Fuß bekam. Diesmal aber tragischerweise bedrängt ins eigene Gehäuse lenkte. 1:0 – Abpfiff. Für Schleußig ein unglaublicher Sieg der Moral, belohnt mit dem Fairnesspreis. Für den SV Leipzig-Ost eine ganz bittere Nummer, denn mit der Niederlage rutschten sie noch auf Platz drei der Tabelle.

Lukas-Cem gleich doppelt Meister

Gleich zweimal hat es Lukas-Cem Schulze in dieser Saison geschafft, Meister zu werden. Der 8-Jährige schaffte es sogar mit zwei verschiedenen Vereinen, und dazu noch in jeweils verschiedenen Altersklassen: Einmal mit der F-Jugend der TuS Elsfleth und einmal mit der E-Jugend des VfL Stenum : Chapeau! Aber möglich macht das überhaupt erst das Zweitspielrecht. In Lukas-Cems Fall demnach das Jugendzweitspielrecht.

Lukas-Cem ist seit vier Jahren Mitglied in seinem Heimatverein TuS Elsfleth. Offensichtlich will der Bursche aus Niedersachsen es aber im Alter von acht Jahren schon richtig wissen und spielt zudem in der E-Jugend des Vereins seines kleinen Bruders, beim VfL Stenum. Nach sechs Spielen für den VfL und fünf für Elsfleth war der Dauerbrenner dann doppelt Meister und bleibt dennoch bescheiden. Die Bild zitiert Vater Ralf: „Er betont immer wieder, dass die Mannschaften nicht gewonnen haben, nur weil er dabei war.“ Fußballerisch und menschlich Top. Weiter so, Lukas!

Die wichtigsten Infos zum Thema Zweitspielrecht, könnt ihr hier nachlesen.

Wuppertal feiert Dreifach-Aufstieg

Mit einem irren Aufstiegs-Triple hat Eutin 08 in der abgelaufenen Spielzeit für Furore gesorgt. Marcel Zielinski, Torhüter vom TSV Union Wuppertal II, las die Meldung auf FUSSBALL.DE und fühlte sich an seinen eigenen Verein erinnert. Denn auch den Herren-Mannschaften vom TSV Union Wuppertal sind in diesem Jahr drei Aufstiege gelungen.

Die erste Mannschaft schaffte den Sprung von der Kreisliga in die Bezirksliga. Die Zweitvertretung feierte die Meisterschaft in der Kreisliga C Gruppe 1 und die dritte Mannschaft sicherte sich den ersten Platz in der Kreisliga C Gruppe 2. In 81 Spielen erzielten alle drei Mannschaften zusammen sage und schreibe 385 Tore. Wenig überraschend, dass der TSV gleich zweimal auch den besten Torjäger der Liga stellte: Kabiru Hashim Mohammed war mit 42 Treffern der erfolgreichste Torschütze in der Kreisliga A im Kreis Wuppertal-Niederberg und Mustafa Sungur mit 73 Toren der beste Vollstrecker in der Kreisliga C Gruppe 2.

Trotz der Vielzahl an Toren war das Rennen um die Meisterschaft für die zweite und dritte Mannschaft am Ende knapp. Beide Teams wurden jeweils mit einem Punkt Vorsprung Meister. Bei der ersten Mannschaft des Vereins fiel die Meisterschaft mit neun Punkten Vorsprung deutlicher aus. Am Ende der Saison konnte das allen Beteiligten aber herzlich egal sein. Denn Grund zum Feiern hatten schließlich alle drei. Irre!

Mit zwei Hattricks zur Meisterschaft

Dieser Schlussspurt hatte es in sich. Mit einem 19:2-Sieg über die TSG Bergedorf machten die A-Junioren vom SV Eidelstedt am vergangenen Wochenende in letzter Sekunde die Meisterschaft in der A-Junioren-Bezirksliga perfekt. Durch ein um ein Tor besseres Torverhältnis zogen sie am letzten Spieltag an ihrem Konkurrenten, dem SV Lieth, vorbei. Doch damit nicht genug: Zwei Spielern des SVE gelang in diesem Spiel jeweils ein Hattrick – in rekordverdächtiger Zeit.

Morina Agonis schoss sein Team innerhalb von 2:03 Minuten mit drei Treffern in Front. Sein Mannschaftskollege Tim Friedrich brauchte 1:23 Minuten länger und vollendete seinen Hattrick innerhalb von 3:26 Minuten. Diese Zahlen beeindruckten selbst Jörg Wiltschek, Schiedsrichter dieser Begegnung. Mit seiner Uhr hatte er alles haargenau festgehalten. Dreieinhalb Stunden nach dem Spiel wandte er sich schließlich mit seinen gestoppten Werten an die FUSSBALL.DE -Redaktion.

Neben seinem Hattrick erzielte Agonis in dem entscheidenden letzten Saisonspiel noch vier weitere Tore. Kaum verwunderlich, dass er mit 15 Treffern am Ende der erfolgreichste Torjäger der Liga war. Den letztlich entscheidenden Treffer zum 19:2  in der 87. Minute markierte jedoch ein anderer: Marvin Frederic Runge. Kurios: Es war sein erstes und zugleich wichtigstes Saisontor.


Ihr habt auch eine kuriose, lustige, originelle Geschichte aus Eurem Verein auf Lager? Dann schickt sie an redaktion@fussball.de.

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