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Familienbande|05.09.2018|16:45

Waldschmidt: Frauenpower in Frohnhausen

Die fußballbegeisterten Waldschmidts: Luca, Kathrin, Sven und Lisann (v.l.n.r.).[Foto: privat]

Es ist der 12. Mai 2018, als der deutsche Fußball mal wieder Geschichte schreibt. Zum ersten in der Historie der Bundesliga steigt der Hamburger SV ab. 57.000 Zuschauer im Volksparkstadion sehen am letzten Spieltag der Saison 2017/18 einen 2:1-Sieg des „Dino“ über Borussia Mönchengladbach – zu wenig, um noch den Sturz in die zweite Liga zu verhindern. Auch Luca Waldschmidt kann daran nichts mehr ändern, der Youngster wird erst in der 89. Minute für Lewis Holtby eingewechselt. Auf der Tribüne fiebert fast sein kompletter Anhang mit, darunter Schwester Lisanne, die selbst ganz gut am Ball ist – die neueste Folge unserer Serie „Familienbande“.

Dillenburg im Westerwald. Im Stadtteil Frohnhausen kickt der SSV Oranien mit seiner ersten Mannschaft in der Kreisoberliga Gießen/Marburg West. Hier spielt der inzwischen 22-Jährige Gian-Luca Waldschmidt schon als Knirps mit fünf zum ersten Mal im Verein. Auch sein Cousin Sven ist ein Oranier, heute spielt der 27-Jährige beim Bremenligisten TuS Schwachhausen, seine Freundin kommt aus der Hansestadt, wo er zurzeit seinen Master im Fach General Management baut.

Der Rest der Waldschmidts ist im Westerwald geblieben – und spielt natürlich beim Heimatverein. Bereits Lucas Vater Wolfgang und Svens Papa Uli zocken beim SSV Frohnhausen und Ulrich Waldschmidt ist noch jetzt als Finanzvorstand ehrenamtlich im Klub tätig. 13 Teams sind für die Orange-Blauen am Ball, seit 2011 auch die Damen. Ein Gründungsmitglied: Kathrin Waldschmidt, Svens Schwester und Lucas Cousine. „Im Verein habe ich vorher zwar Tennis und Tischtennis gespielt, aber ansonsten natürlich auch immer schon Fußball“, berichtet die 24-Jährige und fügt lachend an: „Das bleibt in unserer Familie ja nicht aus.“

Kicken in Oma Erikas Garten

„Für uns kam es nicht in Frage, bei einem anderen Klub als unserem Heimatverein zu spielen“

Im Garten der Oma fängt alles an. Ob ihre Kinder Wolfgang und Ulrich oder später die Enkel Sven, Kathrin, Gian-Luca oder Lisanne: Erika Waldschmidt hat ein großes Herz und lässt Jungs wie Mädels nach Herzenslust bolzen. „Sie hatte hinter ihrem Haus auch noch ein Grundstück am Wald, wo wir immer Fußball gespielt haben“, erinnert sich Kathrin Waldschmidt. „Und wenn das Wetter nicht gut genug war, um draußen zu spielen, haben wir zu Hause in der Wohnung den Ball rausgeholt. Die Heizungen waren die Tore.“

Die Waldschmidts verbringen fast die gesamte Kindheit zusammen, Sven, der älteste und Lisanne, mit 19 die jüngste, sind acht Jahre auseinander. Ein Bruch ins Familienglück kommt erst, als Luca im Fußball Karriere macht. „Für mich war es sehr schwer, als er mit 14 ins Nachwuchsleistungszentrum nach Frankfurt gezogen ist“, gibt Lisanne Waldschmidt zu. „Plötzlich war der große Bruder weg.“

Über die Stationen SSC Juno Burg und TSG Wieseck wird Luca Waldschmidt vom Talent bei der Eintracht zum Profi. Am 25. April 2015 gibt er sein Bundesliga-Debüt, ehe er 2016 zum Hamburger SV wechselt und dort nach dem Abstieg im Mai nun zum SC Freiburg. „Natürlich sind wir in der Familie alle sehr stolz darauf, was Luca im Fußball erreicht hat. Seit er bei der Eintracht spielt und auch später in Hamburg oder jetzt in Freiburg, versuchen wir, so oft es geht, ihn zu besuchen und seine Spiele zu sehen“, erzählt Lisanne Waldschmidt.

Nach dem Drama vom 12. Mai im Volksparkstadion sind alle riesig enttäuscht, doch wie so oft im Fußball – und im Leben überhaupt –, geht es dann ja doch irgendwie weiter. „Luca fühlt sich in Freiburg sehr wohl, ich denke, es war für ihn jetzt der richtige Schritt“, meint Lisanne.

Sie selbst fängt mit 14 beim SSV Frohnhausen an, zunächst bei den Mädchen in der U17. Ihre Trainerin: Cousine Kathrin. Seit fünf Jahren haben sie an der Industriestraße auch einen Kunstrasenplatz. Vorher waren sich die Waldschmidt-Mädels auch nicht zu schade, auf der harten Asche zu bolzen. „Lisanne und ich sind da nicht zimperlich. Für uns kam es nicht in Frage, bei einem anderen Verein zu spielen, nur weil der vielleicht einen besseren Platz hatte“, betont Kathrin Waldschmidt.

Doppelpack mit der U-21-Nationalelf

Seit Lisanne 16 ist, spielen Kathrin und sie bei den Oranien-Frauen in einem Team. Lucas Schwester Lisanne ist Innenverteidigerin oder räumt auf der Sechs im Mittelfeld ab, Cousine Kathrin ist Stürmerin. „Schon lustig, dass wir Mädels auf den entgegengesetzten Positionen spielen wie Sven und Luca“, kichert Lisanne Waldschmidt. Bei den Jungs ist Luca der offensive Geist, während Sven beim TuS Schwachhausen in Bremen fürs Tore verhindern zuständig ist.

Heimatverbunden wie Familienmensch Luca Waldschmidt ist, kommt er regelmäßig nach Hause und besucht seine Familie. „Luca war noch am vergangenen Wochenende da. Wenn wir dann ein Spiel haben, ist er natürlich mit auf dem Sportplatz“, berichtet Lisanne.

Wenn es für die Frauen des SSV Oranien-Frohnhausen am kommenden Samstag in der Frauen-Kreisoberliga Gießen/Marburg West beim TSV Schönbach wieder um Punkte geht, müssen Kathrin und Lisanne Waldschmidt aber wohl ohne die Unterstützung ihrer Brüder beziehungsweise Cousins auskommen. Sven Waldschmidt muss am Samstag in der Bremenliga beim OSC Bremerhaven ran – und Luca ist mit der deutschen U-21-Nationalelf gleich zweimal am Ball: Nach dem Testspiel am Freitag (19 Uhr) in Fürth gegen Mexiko geht es am Dienstag in der EM-Qualifikation in Dublin gegen Irland weiter.

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