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Jeddeloh-Coach |14.02.2019|12:15

Weusthof: "Halbes Leben im Hotel oder Auto"

Die Sportlichen Leiter Ansgar Schnabel (l.) und Frank Claaßen (r.) begrüßen Alo Weusthof als neuen Trainer.[Foto: SSV Jeddeloh]

Generationenwechsel auf der Trainerbank des SSV Jeddeloh aus der Regionalliga Nord : Der 60 Jahre alte Alfons „Alo“ Weusthof beerbte Trainertalent Key Riebau (28). Für den erfahrenen Weusthof ist es bereits die 13. Station als Coach. Im FUSSBALL.DE -Interview spricht er über seine neue Aufgabe und fast 30 Jahre Trainer-Dasein.

FUSSBALL.DE: Nach dreieinhalb Jahren als Leiter der Nachwuchsabteilung des Drittligisten SV Meppen sind Sie nun Cheftrainer des SSV Jeddeloh in der Regionalliga Nord. Wie kam es zum „Tapetenwechsel“, Herr Weusthof?

Alfons Weusthof: Ich kenne Frank Claaßen, den neuen Sportlichen Leiter des SSV Jeddeloh, noch sehr gut von früher. Wir haben von 2002 bis 2004 als Trainerteam gemeinsam beim VfB Oldenburg gearbeitet und sind bis heute in Kontakt geblieben. Frank sagte mir mal, dass er auf jeden Fall auf mich zurückkomme, wenn er auf Trainersuche sei. Als er mich dann anrief, musste ich nicht lange überlegen, um zuzusagen.

Der VfB Oldenburg ist der „große Nachbar“ des SSV Jeddeloh. Als Sie dort arbeiteten, spielte Jeddeloh noch in der Kreisliga. Kannten Sie den Verein zu dieser Zeit überhaupt?

"Viele Trainingsinhalte und Werte wie Disziplin und Ehrgeiz sind zeitlos"

Weusthof: Der SSV Jeddeloh war damals noch ein sehr kleiner Verein, das stimmt. Aber zumindest den Ort kannte ich. Auf dem Rückweg vom Trainingsgelände des VfB Oldenburg fuhr ich jeden Tag durch Jeddeloh. Und spätestens in Freundschaftsspielen kam ich dann auch mit dem Verein in Kontakt.

Nach mehreren Aufstiegen folgte 2017 erstmals der Sprung in die Regionalliga. Das war schon eine rasante Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren, oder?

Weusthof: Auf jeden Fall. Und dafür gebührt allen Beteiligten der größte Respekt. Auch der siebte Platz in der zurückliegenden ersten Regionalliga-Saison, noch gekrönt durch die Qualifikation für den DFB-Pokal, war eine fantastische Leistung. Allerdings weiß jeder im Verein, wie schwierig es ist, sich in der 4. Liga zu etablieren. Dafür bin ich jetzt da. Ich möchte dem SSV Jeddeloh dabei helfen, eine Institution in der Regionalliga Nord zu werden. Außerdem glaube ich, dass der Verein ein hervorragendes Sprungbrett in den Profibereich für ambitionierte Talente werden kann. Ich habe in der Vergangenheit schon viele Spieler auf dem Weg zum Profi begleitet – dazu zählt beispielsweise auch Jörg Heinrich, der später sogar Champions League-Sieger mit Borussia Dortmund und deutscher Nationalspieler wurde. Ich verspüre weiterhin große Lust, ehrgeizige Spieler zu formen und zu verbessern.

Sie haben in Jeddeloh die Nachfolge von Key Riebau angetreten, der mit seinen erst 28 Jahren zu den jüngsten Regionalligatrainern zählte. Sie sind mit 60 Jahren nun einer der ältesten und erfahrensten. Muss sich Ihre Mannschaft auf ein komplett anderes Training einstellen?

Weusthof: Nein, ganz bestimmt nicht. Sicherlich hat jeder Trainer seine eigenen Methoden, mit denen er seine Mannschaft zum Erfolg führen möchte. Und es mag auch stimmen, dass einige Trainertalente anders ticken als erfahrene Haudegen wie ich (lacht) . Viele Trainingsinhalte und Werte wie Disziplin und Ehrgeiz sind aber zeitlos – auch wenn sich der Fußball im Laufe der Zeit verändert hat.

Sind Sie selbst im Laufe der Jahre denn ein anderer Trainertyp geworden?

Weusthof: Man muss immer ein wenig mit der Zeit gehen, sich weiterbilden und neue Möglichkeiten ausschöpfen. Als Typ habe ich mich aber nie verändert. Meine Einstellung zum Fußball und mein Ehrgeiz sind noch genauso wie früher. Ich bin nach wie vor sehr fleißig, um meine Ziele zu erreichen, und außerdem ein Teamplayer. Nie würde ich behaupten, für einen Erfolg alleine verantwortlich gewesen zu sein.

Seit fast 30 Jahren sind Sie nun Trainer. Meist betreuten Sie dabei Klubs aus dem Norden Deutschlands. Dort kennen Sie sich also bestens aus, oder?

Weusthof: Ich maße mir sicher nicht an, jeden zu kennen oder alles zu wissen. Aber klar: Ich habe viele Vereine im Norden trainiert und dabei zahlreiche Erfahrungen sammeln können, die mich bei meiner täglichen Arbeit als Trainer eines Nordklubs weiterbringen. Und ich bin ja nicht nur beruflich, sondern auch privat bereits viele Jahrzehnte im Norden heimisch. Mit meiner Frau Hanne lebe ich seit 35 Jahren in Meppen. Auch für Trainerjobs in anderen Regionen sind wir nie umgezogen. Für mich hieß es dann, das Hotel meine vorübergehende Heimat zu nennen (lacht) . Ich habe die Hälfte meines Lebens im Hotel, im Bus oder im Auto verbracht, weil die Wege zum Trainingsgelände und zu den Spielen so weit waren. Auch jetzt bin ich wieder in einem Hotel. Aber das ist nicht schlimm, ich habe mich daran gewöhnt und mich damit arrangiert.

Warum fiel die Wahl bei Ihrem Wohnsitz auf Meppen?

Weusthof: Ich komme schon gebürtig aus dem Emsland. Meine Eltern haben dort gelebt und mich aufgezogen. Es ist ruhig, gemütlich, familiär und man hat alles, was man braucht. Der Wohlfühlfaktor ist insgesamt sehr hoch und ich konnte mir immer vorstellen, nach meinem Studium in Bielefeld zurückzukehren. Dass es dann tatsächlich so gekommen ist, lag auch daran, dass meine Frau in Meppen eine Arbeitsstelle gefunden hat. Wir kamen her und sind – im positiven Sinne – im schönen Emsland hängengeblieben.

Sie gelten im Fußball-Norden als ein echtes „Original“. Können Sie sich erklären, woran das liegt?

Weusthof: Vielleicht wegen meiner Wortwahl und Aussprache, bei der man merkt, dass ich nicht gerade aus dem Süden komme (lacht) . Sonst besitze ich vor allem die Eigenschaften, die man von einem Trainer erwarten sollte: Ich lege viel Wert darauf, mit Menschen anständig umzugehen und habe eine offene Art. Von meinen Eltern habe ich gelernt: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Kommunikation ist im Fußball wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden und Probleme aus dem Weg zu räumen. Außerdem versuche ich, meinen Spielern ein Vorbild zu sein. Was ich von ihnen erwarte, lebe ich vor. Ich denke, dass ich mithilfe dieser Eigenschaften vieles richtig gemacht habe. Zu einigen meiner ehemaligen Weggefährten habe ich immer noch Kontakt. Das ist im schnelllebigen Fußballgeschäft nicht selbstverständlich. Im Sommer treffe ich mich beispielsweise mit unserer Meistermannschaft des BSV Kickers Emden aus dem Jahr 1994. Das wird ein schönes Wiedersehen.

Mit dem SSV Jeddeloh starten Sie am 23. Februar in die zweite Saisonhälfte. Auf Platz neun rangiert Ihr Team im „Niemandsland“ der Tabelle. Wie lautet das Ziel für die verbleibenden zwölf Partien?

Weusthof: Wir haben zwar einen vermeintlich komfortablen Vorsprung auf die Abstiegszone, müssen aber dennoch aufpassen, dass wir nicht noch einmal unten reinrutschen. Noch ist der Klassenverbleib längst nicht sicher. Schließlich könnten theoretisch sogar bis zu fünf oder sechs Mannschaften absteigen.

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