23.12.2012, 09:52 Uhr | FUSSBALL.DE
Dieter Hecking freut sich auf seine Zukunft in Wolfsburg. (Quelle: imago)
Paukenschlag beim VfL Wolfsburg. Nachdem die Niedersachsen bereits Manager Klaus Allofs trotz bestehenden Vertrags bei Werder Bremen verpflichtet hatten, wilderten die Wölfe nun erneut bei einem Liga-Konkurrenten: Dieter Hecking wechselt mit sofortiger Wirkung vom 1. FC Nürnberg in die VW-Stadt - und das, obwohl er gar nicht der Favorit auf den Posten war. Denn wie jetzt bekannt wurde, verzockte sich der designierte neue Übungsleiter Bernd Schuster in letzter Sekunde und machte so den Weg frei für Hecking.
Der Knackpunkt: Schuster wollte ein komplettes Trainerteam mit nach Wolfsburg bringen - Allofs war aber nur bereit, einen weiteren Co-Trainer unter Vertrag zu nehmen. Die Gespräche gerieten ins Stocken, eine Einigung war plötzlich nicht mehr möglich. Und so nahm Allofs wieder Kontakt zu Club-Präsident Martin Bader und Trainer Hecking auf, mit denen er zuvor parallel lose verhandelt hatte - letztlich mit Erfolg. "Wir haben uns geeinigt. Die Vorstellung von Dieter Hecking bei uns erfolgt in einigen Tagen", sagte Allofs gegenüber der "Bild am Sonntag".
Möglich wurde der Transfer durch eine Klausel im Arbeitspapier von Hecking, die ihm einen Wechsel für eine Ablösesumme von 750.000 Euro ermöglicht. Allofs zückte das Scheckheft, den Club-Verantwortlichen waren die Hände gebunden: "Ohne die Klausel hätte ich Dieter nicht gehen lassen. Er ist als Fachmann und Mensch ein enormer Verlust und hinterlässt eine funktionierende Mannschaft", sagte Bader.
Für Hecking hingegen erfüllen sich kurz vor Weihnachten gleich zwei Träume: Zum einen arbeitet er nun in einem Verein, der finanziell auf Rosen gebettet ist und somit langfristig wieder um das europäische Geschäft mitspielen kann, zum anderen ist er jetzt endlich wieder näher bei Ehefrau und Kindern. Heckings Familie wohnt in Bad Nenndorf, rund 110 Kilometer von Wolfsburg entfernt.
Diese Chance konnte und wollte sich Hecking, der nur seinen Assistent Dirk Bremser mit nach Wolfsburg nimmt, nicht entgehen lassen. "Sicherlich spielen auch die wirtschaftliche und familiäre Situation eine Rolle. Ich habe in den letzten Tagen die ganze Zeit hin und her überlegt. Es fällt mir schwer, Nürnberg zu verlassen. Aber ich habe mir auch gesagt: Dieter, jetzt musst du auch an dich denken", so Hecking.
Quelle: FUSSBALL.DE
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