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Torfestival |10.10.2021|09:30

15:14! 29 Tore beim vereinsinternen Spektakel

Das Duell zwischen der ersten und zweiten Mannschaft der Westerwälder Kickers endete 15:14.[Foto: Westerwälder FC Kickers 2019]

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Zehn begeisterte Fans, 14 Torschützen, 17 Spieler und satte 29 Treffer: Das Duell der beiden Seniorenteams des Westerwälder FC Kickers sorgte in der Kreisliga D Westerwald/Wied (11. Liga) für jede Menge Aufsehen. Denn die erste Mannschaft, nach acht Spieltagen mit 22 von 24 möglichen Punkten souveräner Spitzenreiter und bereits eine Woche zuvor nach Abschluss der Hinserie als Herbstmeister gefeiert, landete gegen die erst im Sommer neugegründete "Zweite" (sieben Zähler) nicht etwa einen Kantersieg wie beim 12:2 im Hinspiel. Vielmehr behielt der Ligaprimus nach einem spektakulären Duell auf dem Kunstrasen in Buchholz hauchdünn 15:14 (9:6) die Oberhand.

"Geiler geht es nicht"

"Auf dem Platz wussten wir hinterher gar nicht mehr, wie es steht", räumt Metehan Volkan ehrlich ein. Der 29-Jährige ist einer der Gründer des erst seit 2019 bestehenden Vereins und aktuell Vorstandsmitglied. "Zum Glück hatte der trotz seiner erst 15 Jahre bereits sehr umsichtige Schiedsrichter Dominik Schäfer aus Montabaur genau mitgezählt und für die zweite Halbzeit eine zusätzliche Spielnotizkarte dabei", fügt der etatmäßige Stammtorhüter Volkan mit einem Augenzwinkern hinzu.

Doch wie konnte es überhaupt zu diesem außergewöhnlichen Spielverlauf und Ergebnis kommen? Eine entscheidende Rolle spielte dabei auf jeden Fall die Tatsache, dass sich auf dem Platz nicht - wie gewöhnlich - jeweils elf Spieler beider Teams gegenüberstanden, sondern die "Erste" mit nur acht Mann gegen neun Akteure der zweiten Mannschaft antrat. Und das, obwohl sonst insgesamt um die 40 Spieler für beide Teams zur Verfügung stehen. "Es kamen aber noch einige weitere Faktoren hinzu", klärt "Meti" Volkan auf.

Vier Gründe für das Spektakel

Die Spielansetzung: Statt wie sonst üblich am Sonntag musste das Vereinsduell der Kickers, mit dem bereits die Rückrunde in der Achterstaffel eröffnet wurde, am Samstag ausgetragen werden. Grund: Der C-Kreisligist SV Buchholz 05, mit dem sich der Verein den Kunstrasenplatz ("Auf dem Otenbruch") teilt, hatte am Sonntag ebenfalls ein Heimspiel (5:0 gegen Grün-Weiß Mühleip). Kuriosität am Rande: Obwohl die Gemeinde Buchholz politisch zu Rheinland-Pfalz gehört, spielt der SV - im Gegensatz zu den Kickers - nicht im Fußballverband Rheinland (FVR), sondern wegen der Grenznähe zu Nordrhein-Westfalen aus historischen Gründen im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM), was eine Abgleichung der Spieltermine zumindest nicht einfacher macht. Fakt ist: Wegen der Verlegung auf Samstag fehlten einige Spieler berufsbedingt.

Die Verletzungsmisere: Da aktuell zahlreiche Kickers-Spieler verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden können und auch eine Erkältungswelle die Runde macht, verständigten sich die beiden Mannschaften bereits beim gemeinsamen Training am Freitagabend darauf, keine - auch nur leicht - angeschlagenen Akteure in der vereinsinternen Ligapartie auflaufen zu lassen, um das Risiko weiterer Verletzungen oder Erkrankungen zu verringern. "Dadurch blieben letztlich nur noch 18 Spieler übrig", so Metehan Volkan. "Bei uns hat sich dann noch ein eingeplanter Spieler verspätet, weil er beruflich noch im Rettungsdienst eingespannt war. Deshalb blieb es dann halt bei acht gegen neun."

Die Umstellungen: Von insgesamt fünf Torhütern in den Aufgeboten beider Mannschaften war allein "Meti" Volkan fit. Im Kasten der "Zweiten" wechselten sich daher zwei eigentliche Stürmer ab. Der Fairness halber agierte deshalb auch Volkan bei der ersten Mannschaft nicht zwischen den Pfosten, sondern in der Innenverteidigung. "Wir haben eine Zweierkette gebildet, die unter dem Strich jedoch ziemlich löchrig war und dem Gegner eine Menge Räume und Chancen zum Abschluss angeboten hat, auch wenn unsere Abseitsfalle mehrfach zuschnappte", grinst er.

Die Aussicht auf Tordebüts: Je wilder die Torfolge und je höher das Ergebnis wurde, umso mehr schickten beide Kickers-Teams vor allem die Spieler nach vorne, die noch auf ihren ersten Saisontreffer warteten. Das Kalkül: Für jedes Tordebüt wird schließlich bei der "dritten Halbzeit" eine Kiste Bier fällig. Prompt waren unter anderem vier zuvor noch torlose Spieler, darunter auch der sonstige Schlussmann Volkan, als Schützen erfolgreich. Weil außerdem Jannik Machholz für die zweite Mannschaft seinen ersten Dreier- und Viererpack schnürte (darunter drei Tore in den ersten 20 Minuten), musste nachher sogar ein Quintett in die Tasche greifen.

11:11, 12:12, 13:13

Spektakulär war auch die Torfolge, obwohl der Außenseiter nur einmal (nach dem 1:0 von Jannik Machholz) für drei Minuten in Führung lag. Allerdings kämpfte sich das Team auch nach teilweise deutlichen Rückständen (1:3, 3:6, 6:10) immer wieder ins Spiel zurück. Beim 11:11, 12:12 und 13:13 gelang sogar jeweils der Ausgleich, ehe Falk Udo Scheel und der insgesamt dreimalige Torschütze Manuel Hardt dann doch den Dreier für den Spitzenreiter unter Dach und Fach brachten. Manuel Lohr, gleichzeitig Betreuer und Spieler der zweiten Mannschaft, setzte dann den Schlusspunkt zum 14:15.

"Unter dem Strich hat es richtig Bock gemacht", schwärmt Metehan Volkan und wertet das turbulente Duell im Nachhinein als "optimale Teambuilding-Maßnahme", die so zwar nicht geplant war, sich aber einfach aus dem gemeinsamen Spiel heraus ergeben hatte.

Bei allem Spaß sind die Westerwälder Kickers, die 2019 von neun Kumpels um den Vorsitzenden Sebastian Czerwinski gegründet worden waren, aber auch ehrgeizig genug, um in dieser Saison endlich den ersehnten Aufstieg in die C-Kreisliga zu schaffen und damit erstmals die unterste Spielklasse zu verlassen. "In den ersten beiden Spielzeiten nach unserer Vereinsgründung ist uns jeweils die Corona-Pandemie mit den folgenden Saisonabbrüchen in die Quere gekommen", so der 2. Vorsitzende und Sportliche Leiter "Meti" Volkan: "Diesmal wollen wir es wissen."

Besonders bemerkenswert: Bis auf das erste Ligaspiel der Saison 2019/2020 (1:2 gegen die SG Puderbach III) ist die erste Mannschaft der Kickers in der Meisterschaft noch nie als Verlierer vom Platz gegangen. Und nur wenige Gegner waren seitdem so nah dran, dem Team eine Niederlage beizubringen, wie jetzt die eigene zweite Mannschaft.

Highlights auf YouTube

Genau verfolgt werden kann die Entwicklung des Vereins auch im Netz. Gemeinsam mit seinem Mitspieler und Kumpel Patrick Wolff betreibt Social Media-Experte Metehan Volkan unter anderem den erfolgreichen Youtube-Kanal " PMTV ", der aktuell rund 286.000 Abonnent*innen hat. Hier werden auch regelmäßig die Highlights der Kickers-Spiele in der Kreisliga D gezeigt. Auch bei Instagram und TikTok sind Volkan und die Kickers sehr aktiv. Da wird auch schon mal scherzhaft ein Transfer von Lionel Messi in den Westerwald angekündigt oder ernsthaft zu einer Spendenaktion für Hochwasser-Opfer aufgerufen.

Diese Werbung verfehlt ihre Wirkung nicht. So war zum vereinsinternen Duell der Westerwälder Kickers sogar eine dreiköpfige Familie aus dem rund 200 Kilometer entfernten Mannheim angereist, um sich selbst mal vor Ort ein Bild von diesem äußerst aktiven und aufstrebenden Verein zu machen. "Ich hatte ihnen im Vorfeld sogar noch empfohlen, besser ein anderes Spiel zu besuchen, weil ein Duell mit der eigenen zweiten Mannschaft ja sportlich meistens nicht unbedingt ein Leckerbissen ist", verrät Metehan Volkan: "Zum Glück sind sie dennoch gekommen."

Das Urteil der weitgereisten Anhänger unter den insgesamt zehn Zuschauer*innen nach dem 29-Tore-Spektakel: "Geiler geht es nicht."

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