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Internet-Hit |20.12.2016|14:00

Fair Play-Held Munoz: "Wahnsinn, was abging"

Ein echtes Vorbild: Toni Munoz. [Foto: RevierSport/Ketzer]

Es war eine bemerkenswerte Fair Play-Aktion, die - dem Internet sei Dank - internationale Aufmerksamkeit erregte. Antonio „Toni“ Munoz vom 1. FC Bocholt aus der Oberliga Niederrhein sorgte in der Partie gegen die Sportfreunde Baumberg (1:3) für Aufsehen, da er zum Schiedsrichter ging und eine Elfmeterentscheidung zu seinen Ungunsten korrigierte. Riesiges mediales Interesse und positiver Zuspruch in den sozialen Netzwerken folgten. Viele sehen im 27-jährigen Versicherungskaufmann Munoz einen Gegenentwurf zu Timo Werner, Angreifer des Bundesliga-Spitzenklubs RB Leipzig. Werner musste nach einer Schwalbe und dem selbst verwandelten Strafstoß in der Partie gegen den FC Schalke 04 (2:1) viel Kritik einstecken. Nun könnte es zum Aufeinandertreffen der beiden Angreifer kommen. Ex-Zweitligist Bocholt hat die Leipziger zu einem Freundschaftsspiel eingeladen.

Im aktuellen FUSSBALL.DE -Interview spricht Antonio „Toni“ Munoz über das mediale Aufsehen, die Gründe für seine faire Aktion, Timo Werner und die Werbekampagne für seine Arbeit.

Hier Munoz' Aktion im Video

FUSSBALL.DE: Sind Sie nach dem medialen Echo auf Ihre vorbildliche Fair Play-Aktion wieder etwas zur Ruhe gekommen, Herr Munoz?

"Auch die Baumberger Spieler sind alle zu mir gekommen und haben mir Respekt gezollt. Das war ein tolles Erlebnis"

Antonio Munoz: Ja schon. Mittlerweile hat sich das Ganze ein wenig gelegt. Es war schon der Wahnsinn, was da alles auf mich eingeprasselt ist. Ich habe jeden Bericht und jedes Foto, das in den Medien war, von meinen Freunden zugeschickt bekommen.

Haben Sie die Aufmerksamkeit genossen?

Munoz: Absolut! Der Auslöser war positiv. Deshalb war es angenehm, im Mittelpunkt zu stehen. Ich finde es beeindruckend, welch große Kreise diese Aktion zieht. Die Resonanz war überwältigend. Immerhin haben auch spanische Zeitungen davon Wind bekommen und wollten mich interviewen. Wegen meines spanischen Nachnamens sind die davon ausgegangen, dass ich auch Spanisch spreche. Das ist aber leider nicht der Fall. (lacht) Via WhatsApp hat es aber am Ende geklappt.

Werden Sie plötzlich auf der Straße erkannt und angesprochen?

Munoz: Nein, das ist bislang noch nicht vorgekommen.

Wie lange haben Sie überlegt, nach dem Elfmeterpfiff zum Schiedsrichter zu gehen?

Munoz: Ich habe direkt zum Unparteiischen geschaut und gesehen, dass er nach meinem Sturz im Baumberger Strafstoß auf Elfmeter entschieden hat. Da bin sofort zu ihm hingegangen und habe die Situation aufgeklärt. Gezögert habe ich keine Sekunde.

Wie war die Reaktion des Schiedsrichters?

Munoz: Er war zunächst perplex. Dann hat er sich bei mir bedankt und die Entscheidung zurückgezogen. Auch die Baumberger Spieler sind alle zu mir gekommen und haben mir Respekt gezollt. Das war ein tolles Erlebnis.

Hand aufs Herz: Wären Sie auch ohne das mediale Echo auf Timo Werners Schwalbe gegen Schalke zum Schiedsrichter gegangen?

Munoz: Klares Ja! Die Oberliga steht nicht so sehr im Fokus wie die oberen Ligen. Ich denke, dass falsche Elfmeterentscheidungen in der 5. Liga keine große Aufmerksamkeit erfahren. Deshalb habe ich auch nicht damit gerechnet, dass die Aktion eine solche Welle auslösen könnte.

Gab es auch kritische Stimmen? Immerhin waren Sie mit Ihrer Aktion entscheidend daran beteiligt, dass die Partie gegen Baumberg verloren ging.

Munoz: Einige Jungs aus meiner Mannschaft meinten spontan, dass wir auch schon einige Elfmeter hinnehmen mussten, die unberechtigt waren. ‚Während einer Saison gleicht sich so etwas wieder aus‘, war die Meinung. Als es dann aber am Montag mit der medialen Aufmerksamkeit und den positiven Meldungen in den sozialen Netzwerken losging, war das kein Thema mehr.

Ist der Fußball in der 5. Liga unfairer geworden?

Munoz: Nein, das glaube ich nicht. Ich spiele schon seit einigen Jahren in der Oberliga, da hat sich nichts geändert.

Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass sich zukünftig durch Ihre Aktion etwas in Sachen Fairness ändert?

Munoz: Auch wenn ich nicht so recht daran glauben mag: Es würde mich sehr freuen!

Was halten Sie vom Offenen Brief Ihres Vereins an RB Leipzig?

Munoz: Wenn wir die Aufmerksamkeit nutzen und einen solch hochkarätigen Testspielgegner verpflichten könnten, wäre das super. Leipzig ist aktuell in aller Munde, das würde viele Zuschauer anziehen. Das Geld kann der Verein gut gebrauchen, damit der Neubau einer Tribüne umgesetzt werden kann. Bislang steht nach meinem Kenntnisstand eine Antwort aber noch aus.

Falls RB nach Bocholt kommt: Würden Sie Timo Werner ein paar Worte mit auf den Weg geben?

Munoz: Nein, da will ich auch gar nicht den Moralapostel spielen. Das Medienecho auf seine Aktion war ausreichend. Da muss ich mich nicht auch noch einreihen.

Denken Sie, dass RB Leipzig in der Bundesliga auf Dauer ein Wort im Titelrennen mitsprechen kann?

Munoz: Ja, davon gehe ich aus. Insgesamt wird in Leipzig sehr gute Arbeit geleistet. Auch die Nachwuchsmannschaften sind sehr stark. Und wenn man einen Blick auf die Zugänge wirft, stellt man fest, dass viele andere Vereine sich das auch hätten leisten können. Deshalb zolle ich RB großen Respekt.

Sie sind im Hauptberuf Versicherungskaufmann. Werden Sie künftig mit Ihrem guten Namen werben?

Munoz: Das ist tatsächlich schon in Planung. Die Versicherungsbranche hat ja grundsätzlich nicht den besten Ruf. Dem kann ich jetzt hoffentlich etwas entgegensetzen. Ich bin gespannt, wie das am Ende realisiert wird.


DFB honoriert Fair Play

Ohne Fair Play geht es nicht. Fairness ist die Grundlage des Fußballs, bedeutet aber mehr als das Einhalten der 17 Fußball-Regeln. Dem sportlichen Gegner – auch in der Hitze des Wettkampfs – mit Respekt zu begegnen, seine Chancengleichheit zu wahren, das ist Fairness. Faire Prinzipien dienen als Kompass für erfolgreiches Handeln in vielen Lebenssituationen. Der Fußball kann hierfür ein Vorbild sein, insbesondere wenn bereits Kindern und Jugendlichen bei der Ausübung ihres Sports eine faire Grundeinstellung vermittelt wird.

Aus diesem Grund verleiht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jährlich die "Fair Play-Medaille". Bereits seit 1997 zeichnet er mit dieser Verleihung besonders faire Spieler, Mannschaften und Funktionäre aus. Besonders faire Aktionen können in der Rubrik Fair ist mehr gemeldet werden.

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