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Familienbande |06.02.2019|10:00

"Ah, da ist ein Reck im Tor!"

Ein Ball ist immer dabei: Der kleine Marc-Philip Reck mit dem DFB-Pokal.[Foto: Privat]

Daniel Reck wollte eigentlich kein Torwart werden. Seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Marc-Philip ging es ganz genauso. Doch wo landeten die beiden Söhne von Ex-Nationalkeeper Oliver Reck? Natürlich doch im Kasten! Der eine steht aktuell bei Eintracht Braunschweig II zwischen den Pfosten, der andere macht nach einem Engagement bei Schwarz-Weiß Oldenburg derzeit eine Pause vom Fußball – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Oldenburg gilt als Kohltour-Hauptstadt. Ja, richtig gelesen, Kohltour statt Kultur! Seit 150 Jahren wird hier dem gesunden Wintergemüse gehuldigt, vor allem dem Grünkohl. Dann ziehen wieder gut gelaunte Leute durch die Stadt in Norddeutschland und vereinen Geselligkeit mit Tradition. So auch Marc-Philip und Daniel Reck. „Das läuft so: Man fährt mit einem Bollerwagen durch die Stadt und muss an jeder Ecke einen Kurzen trinken. Am Ende der Tour gibt es dann Grünkohl“, erklärt Marc-Philip lachend.

Er ist dann in der Gastgeberrolle, schließlich lebt der 25-Jährige seit 2015 in Oldenburg. 50 Kilometer von Bremen entfernt, wo einst der in Frankfurt am Main geborene und bei Kickers Offenbach mit knapp 19 Lenzen schon in die Bundesliga berufene Oliver Reck die längste Zeit seiner Torhüter-Karriere verbringt, studiert dessen Sohn Marc-Philip heute Umweltwissenschaften mit dem Schwerpunkt Landschaftsökologie. Und natürlich spielt er auch Fußball, beim Kreisligisten Schwarz-Weiß Oldenburg. „Mein letzter Einsatz ist aber schon mehr als zwei Jahre her“, berichtet er, „und zwar als Feldspieler.“

Mit sechs Jahren wird er beim FC Oberneuland angemeldet. Papa Oliver ist zu der Zeit Keeper beim SV Werder. In der F-Jugend geht es auch für den kleinen Marc-Philip rüber an den Weserdeich, ehe er in der E-Jugend wieder zum FC Oberneuland zurückgekehrt und dort bis zur B-Jugend bleibt. „Bis dahin habe ich immer im Feld gespielt, meistens in der Abwehr. Torwart wurde ich dann erst bei Union 60 Bremen “, verrät er und gibt lachend zu: „Eigentlich hat es mir als Feldspieler mehr Spaß gemacht, aber ich es hat sich dann gezeigt, dass ich wohl eine gewisse Veranlagung als Torwart hatte.“

„Eigentlich hat es mir als Feldspieler mehr Spaß gemacht, aber ich hatte wohl eine gewisse Veranlagung als Torwart...“

Als Vorbild taugt nicht nur Papa Oliver, sondern auch der große Bruder. Daniel Reck durchläuft in der Jugend ebenfalls die Stationen FC Oberneuland, Werder Bremen und VSK Osterholz-Scharmbeck , wo später auch Marc-Philip landet. „Als Kinder haben wir jeden Ort, an dem wir waren, einfach zum Fußballplatz gemacht“, erinnert sich der jüngere Reck-Bruder. „Ob in der Flughafen-Halle, in der Lodge im Stadion oder auf dem Parkplatz vor dem Restaurant. Wir haben überall gekickt, bis es Ärger gab, aber unsere Eltern waren da zum Glück sehr tolerant“, meint Marc-Philip grinsend.

Nationalspieler als Trainer

Sein erster Verein im Herren-Fußball ist Osterholz-Scharmbeck. Der Trainer heißt Günter Hermann, früher ebenfalls Bundesliga-Profi bei Werder und zweifacher Nationalspieler. Nach drei Jahren beim VSK schließt sich Marc-Philip Reck im Sommer 2015 Schwarz-Weiß Oldenburg an, da er sein Studium an der dortigen Hochschule aufnimmt. „Aktuell spiele ich aber nicht mehr im Verein, sondern lediglich mit Kumpels von der Uni und ansonsten Basketball bei TuRa 76“, sagt Marc-Philip Reck und kündigt an: „Wenn es zeitlich und gesundheitlich passt, fange ich im Sommer wieder bei Schwarz-Weiß an. Vorerst steht aber der Abschluss meines Studiums im Vordergrund.“

So regelmäßig er sich mit Bruder Daniel trifft, so gut ist inzwischen auch wieder der Kontakt zu seinem Vater. Der lebt zwar in Düsseldorf, aber zuletzt waren Oliver und Marc-Philip Reck zusammen im Skiurlaub. „Meine Eltern haben sich getrennt, als ich sieben Jahre alt war und ich bin bei meiner Mutter in Bremen geblieben“, verrät Marc-Philip Reck. „In den Ferien war ich aber öfter mal bei meinem Papa oder wir haben uns getroffen, wenn er mal in Bremen war.“

Einlaufkind im Weserstadion

Einmal darf er sogar an der Hand seines Vaters ins Weserstadion einlaufen, als Oliver Reck 2001 mit Schalke bei Werder gastiert. „Als Kind fand ich es cool, einen Vater zu haben, der in der Bundesliga spielt. Als ich später selber Torwart wurde, habe ich nie daran gedacht, dass ich an seinem Namen gemessen werde“, meint Marc-Philip Reck. Ja, die Sprüche vom „Pannen-Oli“, mit denen sein Vater trotz einer starken Karriere mit insgesamt 471 Bundesligaeinsätzen – davon 173 Mal zu Null – leben musste: Auch Sohn Marc-Philip kann ein Lied davon singen. „Manchmal kamen Sprüche von Gegenspielern wie: 'Ah, da ist ein Reck im Tor'. Gerade bei Derbys mit dem VSK haben sich Zuschauer hinter meinen Kasten gestellt und etwas von 'Pannen-Oli' erzählt. Ich habe aber immer versucht, darüber hinwegzuhören und mich nicht unter Druck setzen zu lassen“, winkt Marc-Philip Reck ab.

Jetzt spielt er ohnehin wieder lieber vor dem Tor statt im Kasten, wie früher als Kind. In der Familie sind schließlich Torleute genau so häufig zu finden wie Feldspieler. Sein Bruder Finn, 15 Jahre jung und Sohn seiner Mutter mit deren neuem Lebenspartner, kickt in der C-Jugend des FC Oberneuland.

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