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Beste Knipser |14.07.2017|09:00

Tore ohne Ende: Die Mega-Stürmer Deutschlands

Diesem Duo macht vor dem Tor niemand etwas vor: Ertugrul Biligili (links) und Jon Robin Nicolas Schwertfeger. [Foto: Verein (2) / Collage: FUSSBALL.DE]

Mit 31 Toren wurde Pierre-Emerick Aubameyang der Torschützenkönig der Bundesliga. Ertugrul Bilgili kann über diese Quote nur müde lächeln. Der Stürmer vom FSV Wiesbaden 07 erzielte in der vergangenen Saison 83 Tore und ist damit der erfolgreichste Torjäger Deutschlands. Auch Jon Robin Nicolas Schwertfeger von Rasensport Uetersen II hat eine Bestmarke aufgestellt.

Bei ihm endet fast jeder Angriff mit einem Tor : Ertugrul Bilgili hat den FSV Wiesbaden 07 zur Meisterschaft in der Kreisliga B geschossen. 83 der insgesamt 150 Tore gingen auf sein Konto. „Ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wie viele Tore ich geschossen habe. Aber meine Mitspieler haben immer mitgezählt“, berichtet er im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

"Ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wie viele Tore ich geschossen habe. Aber meine Mitspieler haben immer mitgezählt"

Die Torjägerqualitäten von Bilgili waren bekannt. In der Vorsaison schoss er bereits 72 Tore. Nun hat er nicht nur seine eigene Bestmarke überboten, sondern ist zum erfolgreichsten Stürmer im deutschen Fußball geworden. „Ich bin sehr stolz, praktisch die Nummer eins zu sein. Aber man sollte das nicht zu hoch bewerten. Schließlich habe ich nur in der B-Liga gespielt“, gibt er sich bescheiden. Kommt der Torjäger erst einmal in Fahrt, ist ein Kantersieg vorprogrammiert. Sechs oder sieben Tore in einem Spiel sind bei ihm keine Seltenheit. „Letzte Saison gelangen mir einmal sogar zwölf Tore“, erzählt er.

Unglaublich: Der Mega-Stürmer des Amateurfußballs hat den Großteil seiner Karriere als Verteidiger gespielt. „Ich hatte immer Lust, Tore zu schießen. Aber meine früheren Trainer haben mich immer als Außenverteidiger gesehen“, berichtet er. Als Jugendlicher trainierte er einige Monate in der Nachwuchsabteilung des 1. FSV Mainz 05 mit. „Ich habe natürlich immer davon geträumt, Profi zu werden“, erzählt er. „Es lief damals auch richtig gut. Ich wurde sogar von der DFB-Auswahl eingeladen. Leider habe ich mich bereits nach zwei Monaten schwer am Knöchel verletzt. Danach ging es in Mainz nicht mehr weiter.“ In den höherklassigen Fußball schaffte er es trotzdem. Bilgili spielte für den FV Biebrich in der Verbandsliga Hessen-Mitte.

Als er jedoch seine Berufsausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann begann, fehlte ihm die Zeit für das viele Training. Also wechselte er zur SKG Karadeniz Wiesbaden in die Kreisoberliga Wiesbaden, in der Saison 2014/15 dann zu seinem aktuellen Verein. Bilgili war der Garant dafür, dass der FSV Wiesbaden 07 kommende Saison in der Kreisliga A spielen wird. Noch ist allerdings nicht sicher, ob der Topstürmer dabei sein wird. Bilgili hat sich mit seiner unglaublichen Torausbeute in den Fokus anderer Vereine gespielt. „Ich möchte so hochklassig spielen wie möglich, zumindest die Oberliga traue ich mir zu“, sagt er.

Schwertfeger aus Uetersen: Insgesamt 94 Tore

Ertugrul Bilgili ist nicht der einzige Stürmer im deutschen Amateurfußball, der gegnerischen Torhütern das Fürchten lehrt: Jon Robin Nicolas Schwertfeger von Rasensport Uetersen II ist ebenfalls ein echter Vollstrecker. Rechnet man nämlich all die Tore zusammen, die ein Spieler in unterschiedlichen Ligen und in offiziellen Freundschaftsspielen erzielt hat, ist der 23-Jährige der erfolgreichste Stürmer im deutschen Fußball. 94 Tore hat er in der vergangenen Spielzeit insgesamt erzielt, teilweise für die zweite Mannschaft, teilweise aber auch für die Drittbesetzung von Rasensport Uetersen. Zweifelsohne könnte Schwertfeger auch höherklassig spielen als in der Kreisklasse B. „Aber ich habe in der zweiten Mannschaft so viele Freunde und Arbeitskollegen. Deshalb spiele ich hier am liebsten“, verrät er gegenüber FUSSBALL.DE .

Seine Bestmarke in der zurückliegenden Saison waren 16 Tore in einem Spiel. „Irgendwann zählt man nicht mehr mit. Man konzentriert sich einfach auf das Spiel und versucht, immer noch ein Tor zu schießen“, erzählt er. So führte der Stürmer seine Mannschaft zur Meisterschaft und zum Aufstieg. Trotz seiner starken Quote ist ein Vereinswechsel für ihn kein Thema: „Ich fühle mich in der Mannschaft einfach sehr wohl und möchte versuchen, noch einmal so viele Tore zu machen.“ Für die kommenden Gegner dürfte das wie eine Drohung klingen.

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