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Ex-Profi |31.07.2020|12:00

Weltmeister lotst Ex-Profi in die Landesliga

Reichwein stürmt künftig für Türkspor Dortmund: "Ich will meinen Teil zur Erfolgsgeschichte des Vereins beitragen."[Foto: imago/Revierfoto]

Ex-Profi Marcel "Cello" Reichwein (34), der 2012 Torschützenkönig in der 3. Liga wurde (17 Treffer für Rot-Weiß Erfurt), läuft künftig für den Aufsteiger Türkspor Dortmund in der Landesliga auf. Es ist sein 14. Verein im Seniorenbereich. Bei Türkspor trifft er auch auf Weltmeister Kevin Großkreutz, der als Co-Trainer tätig ist. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Reichwein über seinen neuen Klub.

FUSSBALL.DE: Warum gehen Sie künftig für den Landesliga-Neuling Türkspor Dortmund auf Torejagd, Herr Reichwein?

Marcel Reichwein: Den Kontakt hatte Kevin Großkreutz hergestellt, mit dem ich für kurze Zeit beim KFC Uerdingen 05 zusammengespielt hatte. Kevin wusste, dass ich mich im Dortmunder Raum niedergelassen habe und nach meiner Station beim Westfalen-Oberligisten Holzwickeder SC etwas Neues suche.

Musste der Weltmeister, der auch Co-Trainer bei Türkspor Dortmund ist, viel Überzeugungsarbeit leisten?

"Ich habe immer noch die Motivation, Spiele zu gewinnen, zu trainieren und Fußball zu spielen"

Reichwein: Kevin hat mich über WhatsApp mehrfach angeschrieben und mir den Verein schmackhaft gemacht. Bisher hatte ich noch nie tiefer als Oberliga gespielt. Türkspor Dortmund ist aber ein sehr ambitionierter Verein und zuletzt dreimal in Folge aufgestiegen. Ich will nun meinen Teil zur Erfolgsgeschichte des Vereins beitragen.

Haben Sie schon mit der Mannschaft trainiert?

Reichwein: Wir befinden uns seit vier Wochen im Training. Zum Einstand werde ich das Team zum Pizza-Essen einladen und auch eine Getränke-Runde geben.

Sie haben unter anderem 64 Zweit- und 193 Drittligaspiele auf dem Buckel. Im DFB-Pokal ging es mit Preußen Münster gegen Bayern München. Warum ist Ihnen der Sprung zu einem Erstligisten dennoch verwehrt geblieben?

Reichwein: Im Alter von 19 Jahren war ich für die U 23 von Bayer 04 Leverkusen am Ball, hatte dort sehr gut performt. Damals lagen mir Angebote von der SpVgg Greuther Fürth und vom SC Paderborn 07 vor. Eine Kreuzband-Operation hatte mich jedoch acht Monate zurückgeworfen. Damals sind junge Spieler nicht so schnell nach oben gekommen, wie es heutzutage oft der Fall ist. In der A-Junioren-Bundesliga hatte ich zuvor schon sehr viele Tore erzielt. Aber das hat damals keinen so wirklich interessiert. (lacht) Es hätte für mich sicher besser laufen können, aber unter dem Strich bin ich mit dem Erreichten zufrieden. Nach meiner Kreuzband-OP hatte mich Friedhelm Funkel angerufen, wollte mich zu Eintracht Frankfurt holen, weil dort sämtliche Stürmer ausgefallen waren. Leider ist dieser Wechsel nicht zustande gekommen.

Sie haben in Ihrer Karriere schon für 13 verschiedene Vereine gespielt. Mal ehrlich: Wo hat es Ihnen denn am besten gefallen?

Reichwein: Es gab viele Höhen und Tiefen. Mit Rot-Weiß Erfurt hatte ich zwei überragende Jahre - mit sehr vielen Toren und Vorlagen. Auch die Zeit beim damaligen Zweitligisten VfR Aalen unter dem späteren Bundesligatrainer Ralph Hasenhüttl war großartig. Die Erfahrungen bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg, bei der ich unter professionellen Bedingungen der "Leitwolf" für junge Spieler war, werde ich ebenfalls nicht vergessen. Auch bei Preußen Münster hatte ich eine geile Zeit. Leider konnten wir nie die guten Leistungen aus der Hinrunde bestätigen. Sonst wäre der Aufstieg in die 2. Bundesliga möglich gewesen.

Warum haben Sie es nie allzu lange bei einem Verein ausgehalten?

Reichwein: Das hatte viel mit Trainerwechseln und anderen Dingen zu tun. Ein Wandervogel wollte ich jedenfalls nie sein. (lacht) Ich habe stets versucht, den kürzesten Weg in den professionellen Fußball zu finden. Vielleicht wäre es für mich besser gewesen, wenn ich bei Bayer 04 Leverkusen geblieben wäre und mich im Training mit den Profis für höhere Aufgaben empfohlen hätte. In Wolfsburg hätte ich auch gerne verlängert. Aber damals stand die Einschulung meines Sohnes Toni an. Ich wollte ihm die ständigen Schulwechsel ersparen, bin deshalb nach Uerdingen gewechselt.

Nach einer Suspendierung 2018 beim KFC ging es für Sie schleichend abwärts. Welche Bedeutung hat für Sie der Fußball heute?

Reichwein: In meinem ersten Jahr sind wir mit Uerdingen in die 3. Liga aufgestiegen. Der Verein hat nach dem Aufstieg jedoch einen Großteil der Mannschaft ausgetauscht - was durchaus legitim ist. Ich wollte wechseln, aber der KFC hat eine Frist verstreichen lassen, so dass ich zwar einen Vertrag beim KFC hatte, aber nicht trainieren durfte, weil ich freigestellt worden war. Ich klagte mich ins Training ein, wurde anschließend fristlos gekündigt. Vor Gericht hatte ich in allen Belangen Recht bekommen, konnte im Winter den Verein verlassen. Seit meinem vierten Lebensjahr betreibe ich diesen Sport. Es macht mir heute immer noch Spaß, die Bälle zu versenken. Diese Leidenschaft ist ein Teil von mir und es schön, jetzt meinem Sohn zuzusehen, wie er in meine Fußstapfen tritt.

Für welchen Verein ist er am Ball?

Reichwein: Toni spielt seit diesem Jahr für die U 9 bei Borussia Dortmund. Er wurde zu einem Sichtungstraining des BVB eingeladen und gehörte zu den zehn bis zwölf Spielern, die von den insgesamt 560 Mitbewerbern genommen wurden. Das macht mich schon ein wenig stolz. Unter Druck werde ich ihn aber definitiv nicht setzen.

Sie sind mit 34 Jahren nun auf der Zielgeraden Ihrer Karriere eingebogen. Wie lange wird man Sie noch in einer Amateurspielklasse sehen?

Reichwein: Ich habe immer noch die Motivation, Spiele zu gewinnen, zu trainieren und Fußball zu spielen. Solange mein Körper das mitmacht, denke ich nicht ans Aufhören und will auch nicht auf den Fußball verzichten.

Wie sieht Ihr Karriereplan nach der aktiven Zeit aus?

Reichwein: Ursprünglich wollte ich in einem Nachwuchsleistungszentrum als Trainer arbeiten. Momentan absolviere ich jedoch zunächst eine Umschulung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Ich hoffe, dass ich nach meinem Abschluss im Unternehmen, das hauptsächlich Profisportler in Rechtsfragen betreut, bleiben darf. Da ich bereits im Besitz der B-Lizenz bin und weitere Scheine machen möchte, schließe ich in Zukunft grundsätzlich eine Trainertätigkeit als Nebenjob nicht aus.

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