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Serie "Familienbande"|03.06.2015|13:30

60 Buden: Ein Knipser namens Toppmöller

Der Torschütze vom Dienst des SV Klausen: Tommy Toppmöller. [Foto: Fotos privat; Collage FUSSBALL.DE]

Er ist nicht nur der Sohn von. Er ist auch der Bruder von. Und der Cousin von. Und obendrein noch der Neffe von. Tommy Toppmöller führt eine Familientradition fort – auf dem Fußballplatz. Vater Klaus schaffte es als Spieler in die Nationalmannschaft und startete im Anschluss eine erfolgreiche Karriere als Trainer. Auch Cousin Marco und Großvater Heinz kickten einst in der Bundesliga, Bruder Dino in der zweiten Liga und in England für Manchester City.

Tommy brachte es wie Cousin Timo bis in die Oberliga. „Wir sind eine Fußballerfamilie“, sagt Tommy. Im Moment spielt er nur zum Spaß – aber auch in der B-Liga will er nicht nur Mitläufer sein. 60 Tore hat er in dieser Spielzeit bereits für den SV Klausen erzielt, mit Abstand führt er die Torjägerliste an. Und die Saison ist noch nicht zu Ende. An diesem Freitag trifft Klausen in der Aufstiegsrelegation auf die SG Traben-Trarbach .

Für den Klub aus der Nähe von Trier ist der Spieler mit dem berühmten Nachnamen Gold wert. Mehr als die Hälfte aller Treffer des SV hat Torjäger Tommy im Alleingang erzielt – im Schnitt schoss Toppmöller 3,5 Tore pro Spiel. Nur deshalb erreichte Klausen als Tabellenzweiter die Relegation. „Es ist gut gelaufen dieses Jahr“, sagt Tommy, der Strafraumstürmer. Er weiß instinktiv, wo er zu stehen hat, wo der Ball vielleicht aufschlagen könnte. „Ich bin nicht der Angreifer, der sich an der Mittellinie den Ball holt. Aber wenn ich im Strafraum angespielt werde, sind acht von zehn Bällen drin.“

Verletzung warf ihn zurück

„Wenn ich im Strafraum angespielt werde, sind acht von zehn Bällen drin“

Es könnte demnächst wieder ein Stückchen aufwärts gehen für den 26-Jährigen - immerhin in die A-Liga. Schließlich kommt er von oben. Dem SV Klausen schloss er sich erst vor der Saison an. Zuvor hatte er in neun Einsätzen für den SV Gonzerath in der Kreisliga A achtmal getroffen. Und neunmal in 32 Partien in der Oberliga. Beim FSV Salmrohr und beim SV Mehring stürmte er Seite an Seite mit seinem acht Jahre älteren Bruder Dino. 2013 fing der gelernte Speditionskaufmann jedoch an, im Schichtbetrieb zu arbeiten. Noch dazu in Luxemburg. 60 Kilometer einfache Strecke legt er täglich in der Fahrgemeinschaft zurück. Da war an Oberligafußball nicht mehr zu danken. Ein Freund der Familie lockte ihn schließlich nach Klausen. Unter Markus Zimmer ist Tommy nun spielender Co-Trainer beim SV.

„Wir wollen in Klausen etwas aufbauen“, sagt Toppmöller, der die Trainer-Lizenz besitzt. Den Hobbyfußballern versucht er im Verbund mit Zimmer die Grundlagen des Fußballs zu vermitteln. Das ist nicht immer einfach. „Aber ich bin nicht nur nach Klausen gekommen, um hier Tore zu schießen. Wir wollen gute Kicker aus den unteren Klassen zu uns holen und in zwei bis drei Jahren vielleicht an die Bezirksliga anklopfen.“ Und bevor er seine erste Mannschaft als Cheftrainer übernimmt, will er noch sieben bis acht Jahre selbst kicken. Falls es die Gesundheit zulässt. Denn die verhinderte einst vielleicht Größeres.

In der A-Jugend in Salmrohr, dem früheren Klub seines Vaters, musste Toppmöller elf Monate lang mit dem Fußball aussetzen. Wegen eines Knorpelschadens wurde er am Knie operiert. „Es war einiges kaputt“, erinnert sich Toppmöller. „Deshalb habe ich gerade die prägende A-Junioren-Zeit verpasst.“ Der Vater riet ihm daraufhin dazu, eine Ausbildung zu machen, statt auf die Karte Profifußball zu setzen. „Er weiß schließlich, wie das Geschäft läuft“, sagt Tommy. „Er kennt auch die negativen Seiten.“ Die hat allerdings auch Tommy zu spüren bekommen.

Der Vater schaut zu

Denn der Name Toppmöller ist ein klangvoller im deutschen Fußball. Aber er kann auch eine Last sein. Dino Toppmöller litt phasenweise unter den Vergleichen mit seinem erfolgreichen Vater. Und Tommy musste sich in der Schule viele Sprüche anhören. 2002 verlor Klaus Toppmöller mit Bayer Leverkusen der Finale der Champions League gegen Real Madrid. „Die Jahre danach waren hart. Toppmöller hier, Toppmöller da. Damals hatte der Nachname überwiegend Nachteile, heute bin ich stolz drauf“, sagt Tommy. Auch wenn mancher Verteidiger in der B-Liga besonders hart draufgeht, weil er einen Toppmöller zum Gegner hat.

Klaus Toppmöller schaut regelmäßig zu, wenn seine Söhne kicken. Dabei muss er sich aufteilen. Denn Dino ist gerade gelungen, was Tommy noch vorhat: er ist aufgestiegen. Als Spielertrainer in Luxemburg in die erste Liga. „Mein Vater ist eher der stille Beobachter. Er versucht die Spiele zu genießen, was gerade in den unteren Klassen nicht immer einfach ist“, sagt Tommy. Vater Klaus, der wie seine Söhne wieder in den Heimatort Rivenich zurückgekehrt ist, hat derzeit kein Traineramt. „Im Moment trainiert er nur seine Enkelkinder im Garten“, sagt Tommy.

Knipser Tommy ist in der B-Liga unterfordert. Sollte es mit dem Aufstieg klappen, „bekomme ich vielleicht mehr Gegenstrom“. Und ganz vielleicht greift er sogar nochmal weiter oben an. Den Traum von der Oberliga hat er noch nicht ganz aufgegeben. Schließlich ist er nicht nur der Sohn von. Und der Bruder von. Und der Cousin von. Und auch noch der Enkel von.

Alle Folgen der Serie:

George Boateng: Rapper statt Fußballprofi

Die Brüder Frings: Nur einer biss sich durch

Marcel Basler: Freistöße wie einst der Vater

Die Mustafis: Vier Fußballer, ein Weltmeister

Rudis Sohn: Es gibt nur einen Kevin Völler

Albtraum Kreisliga: Asamoah hat’s erwischt

Wörns, Ziege, Lehmann: Drei Söhne suchen ihren Weg

Florian Rudy: Großer Bruder sucht neue Heimat

Patrick Draxler: Aus Neid ist längst Stolz geworden

Schiri Marcel: Schalke hat doch einen Neuer

Köppel und Wohlers mischen die Kreisliga auf

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