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Kultfiguren des Amateurfußballs |27.03.2015|11:15

Kein Regionalliga-Tag ohne Bettina Kutscher

Die Moerser Trainerin Bettina Kutscher und ihr U17-Team. [Foto: Zinsel]

In diesem Jahr feiert die Frauenfußball-Regionalliga einen runden Geburtstag: Vor 30 Jahren wurde die Liga als erste verbandsübergreifende Spielklasse im Frauenfußball eingeführt. Seit dem Gründungsjahr 1985 dabei: Der Grafschafter Spielverein 1910 Moers - kurz: GSV - und dessen Frauenfußball-Urgestein Bettina Kutscher.

Dabei ist die 53-Jährige sogar noch länger für den Verein aus dem Fußballverband Niederrhein, der als einziger Klub von der Gründung bis heute ununterbrochen der Frauen-Regionalliga West angehört, am Ball: „Ich habe 1977 als Spielerin angefangen. Als 15-Jährige bei den Frauen.“

"Ich bin praktisch jeden Tag für den Verein da"

Zuvor bekam sie zu spüren, wie schwierig es damals für Mädchen war, in der Kicker-Szene durchzustarten: „Als ich mit acht Jahren mit meinem Bruder Bodo zu einem Moerser Fußballverein gegangen bin, durfte ich höchstens mit trainieren, aber kein Spiel bestreiten. Das fand ich so doof, dass ich beim Schwimmen und Handball gelandet bin“, schildert die Lehrerin, die an der Gesamtschule in Duisburg-Meiderich Deutsch und Sport unterrichtet. Zwar war die Moerserin auch im Becken spitze und wurde unter anderem Deutsche Jahrgangsmeisterin über 200 m Rücken - zur wahren Liebe, dem Fußball, fand sie aber trotzdem noch...

Bruder Bodo ist längst bei der Musik gelandet, Bettina ist bei den Gelb-Schwarzen vom GSV Moers nicht mehr weg zu denken: „Als wir 1985 die Qualifikation für die Regionalliga geschafft hatten, war das der größte Erfolg für uns“, erinnert sich Bettina Kutscher auch an eine ganze Palette von Posten und Ämtern, die sie in den vergangenen fast 40 Jahren bei ihrem GSV ausfüllte.

Gewaltiges Pensum

„Ich war zu Beginn der Regionalligazeit Spielertrainerin - rund sechs Jahre lang. Das wäre heute gar nicht mehr möglich, weil die Spielerinnen viel mehr Coaching von außen brauchen“, plaudert sie ein bisschen aus dem Nähkästchen. „Später war ich Jugendtrainerin für verschiedene Mädchen-Teams im Klub, und als wir übergangsweise auf einem Ersatzplatz spielen mussten, hab‘ ich auch als Platzwart das Spielfeld abgegrenzt“, nickt Kutscher, die heute die in der B-Juniorinnen-Niederrheinliga kickenden U17-Mädchen trainiert und als Sportliche Leiterin die Geschicke des gesamten Frauen- und Mädchenfußballs im GSV Moers lenkt.

Entsprechend gewaltig ist das Pensum, das die 53-Jährige absolviert: „Ich bin praktisch jeden Tag für den Verein da: Dreimal pro Woche U17-Training, am Wochenende Spiele. Dazwischen jede Menge Organisatorisches, Sitzungen und natürlich die Spiele aller Mannschaften.“ Drei Frauen- und vier Mädchenmannschaften bringen es zusammen mit den sieben Trainer- und Betreuerteams auf rund 150 Fußballerinnen im etwa 800 Mitglieder starken Mehrspartenverein, in dessen Fußballabteilung Bettina Kutscher auch noch die Position der stellvertretenden Abteilungsleiterin inne hat.

Viel Zeit für andere Hobbys bleibt kaum. „Skifahren oder Rafting in den Ferien muss ab und zu mal sein“, freut sich Kutscher aber auch über die Auftritte einer anderen großen Liebe vom Niederrhein: „Ich bin seit ewiger Zeit glühender Fan von Borussia Mönchengladbach. Schon als dort noch Bonhof, Simonsen oder Del‘Haye gespielt haben, war Gladbach mein Verein“, strahlt sie.

Enorme Entwicklung

Eine enorme Entwicklung hat der Frauenfußball - auch in Moers - in den vergangenen 30 Jahren erlebt. „Früher gab es viel weniger Unterstützung. Wenn du hier als Frau Fußball spielen wolltest, musstest du dich selbst darum kümmern. Hätte eine Handvoll Leute nicht so dafür gekämpft, gäbe es in Moers keinen Frauenfußball mehr“, ist Kutscher umso glücklicher über die positive Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. Zu verdanken sei dies den wichtigen „Säulen im Verein“, zu denen die Sportliche Leiterin ihre Mitstreiterinnen Edda Terwiesche, Miriam Mölders und Nina Heines zählt. Gemeinsam kämpfen die Grafschafterinnen dafür, ihren Verein auch für die Zukunft erfolgversprechend aufzustellen.

„Dazu gehört vor allem eine konzeptionelle Jugendarbeit. Ein guter Unterbau für die erste Mannschaft ist enorm wichtig. Zumal wir sowieso kleine Brötchen backen müssen. Da wäre für einen seit so vielen Jahren auf westdeutscher Ebene spielenden Verein mehr finanzielle Unterstützung durch Sponsoren wünschenswert!“ Immerhin konnten die Grafschafterinnen vor drei Jahren auf ihre neue schmucke Platzanlage umziehen. Mehrere Kunstrasenspielfelder, ein moderner Kabinentrakt und ein funkelnagelneues Vereinsheim machen den GSV erst recht zu einer guten Adresse am Niederrhein.

Spannend ist die sportliche Situation beim GSV Moers ausgerechnet in dieser Saison, in der der Regionalliga-Dino die 30 Jahre vollmacht: Die Spielzeit steht ganz im Zeichen des Klassenerhalts. „Den muss die Frauenmannschaft, die ja unser Aushängeschild ist, unbedingt schaffen!“ Schließlich wollen Kutscher und Co. die Liga in absehbarer Zeit lieber mal nach oben als nach unten verlassen.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 31: Opa Egon: Der älteste Fußballer Hamburgs

Teil 30: Joe Spielhoff: Mehr Horst geht nicht

Teil 29: Traute Wohlers: Die Fußball-Oma aus dem Guinness-Buch

Teil 28: Metin Yildirim: Der Spiel-Macher des VfB Bottrop

Teil 27: Axel Ueckerseifer: Der harte Hund aus Berlin

Teil 26: Maximilian Ulverich: Der Alleskönner

Teil 25: Das Tier Szopinski: Rebellischer als Rehhagel

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