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Serie "Familienbande" |17.06.2015|15:00

Der Gündogan, der für Gelsenkirchen trifft

Ab und an in der Gelsenkirchener Kreisliga A am Ball: Ilker Gündogan. [Foto: Buschmann]

Vor wenigen Tagen ging es für Gündogan nach Tokio. Wie, nicht Barcelona, Manchester oder London? Nein, der Weg führt tatsächlich nach Japan. Und auch nicht der von Ilkay, sondern der von Ilker Gündogan. Der 26-Jährige ist der ältere Bruder des deutschen Nationalspielers Ilkay, der vor seinem Weggang von Borussia Dortmund steht und vor allem beim zurzeit besten Klub der Welt, dem Champions-League-Sieger FC Barcelona gehandelt wird. Tokio ist auch nicht das Ziel seiner fußballerischen Träume, Ilker besucht im Land der aufgehenden Sonne einfach einen Kumpel.

Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen, schreibt die Fußball-Familie Gündogan die typische Geschichte von zwei Brüdern, die in etwa das gleiche Talent als Kicker mitbrachten, aber später einen ganz anderen Verlauf nahmen. Ilkay hat mit seinen erst 24 Jahren fast schon alles erreicht, was ein Fußball an großen Titeln mitnehmen kann. Er ist zweifacher Deutscher Meister sowie je einmal Doublesieger und Champions-League-Finalist – ausgerechnet mit Borussia Dortmund, dem Erzrivalen des FC Schalke 04 aus seiner Heimatstadt. Wäre nicht eine schrecklich lange Rückenverletzung hinzu gekommen, dürfte sich Ilkay Gündogan sogar auch Weltmeister nennen. Mehr geht nicht im Fußball.

Ilker hingegen hat mit Fußball nicht mehr viel zu tun. In der Jugend spielten sie noch im gleichen Verein, in ihrem Stadtteil beim Kreisliga-Klub SV Hessler 06. Ilkay wurde mit 18 Profi, allerdings nicht im Revier und schon gar nicht bei Schalke, sondern wechselte von den A-Junioren des VfL Bochum nach Nürnberg, ehe er mit dem BVB so richtig durchstartete.

Mit nach Nürnberg gegangen

Ilker begleitete seinen jüngeren Bruder zwar einst mit nach Nürnberg und spielte in der U23 des 1. FCN, aber mit der Profikarriere wurde es nichts. „Gut so“, findet er und ist glücklich darüber, so wie es gelaufen ist.

Nach Tokyo geht es auch nicht von ungefähr, denn vor drei Jahren hat Ilker Gündogan an der Ruhr-Uni Bochum ein Studium der Wirtschaft und Politik Ostasiens begonnen. Den Bachelor hat er bereits in der Tasche, in einem Jahr soll der Master folgen. „Die Masterarbeit will ich über den chinesischen Fußball schreiben“, kündigt er an.

Dafür soll es im September für drei bis vier Monate zur Feldforschung nach Shanghai gehen. Dann muss der Fußball wieder hintanstehen, denn Ilker spielt nach wie vor bei seinem Stammverein Blau-Weiß Gelsenkirchen. Der Klub aus dem Stadtteil Schalke hat am vorigen Sonntag in einem furiosen Finale die Meisterschaft in der Kreisliga A verpasst. Das 2:2 gegen Hessler 06 warf den wochenlangen Spitzenreiter am letzten Spieltag von Platz eins noch auf drei zurück, weil die Verfolger Westfalia 04 und Genclerbirligi ihre Hausaufgaben jeweils mit 3:0-Siegen besser lösten.

Treffer in der Nachspielzeit

Ilker Gündogan hätte sich das Drama am Sportzentrum Schürenkamp normalerweise angeschaut, aber die Hochzeit eines Freundes kam ihm dazwischen. Am 12. April stand er selbst noch auf dem Platz, eine 2:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen Westfalia 04 war sein letzter Einsatz in dieser Saison für Blau-Weiß. „Dabei habe ich in der Nachspielzeit noch ein Tor gemacht“, lacht Ilker.

Nicht dass der Kicker mit dem prominenten Nachnamen sogar zu schlecht für ein Kreisligisten wäre, „aber die Zeit reicht einfach nicht. Ich war von morgens bis abends in der Uni. Zum Training bin ich abends noch häufig gegangen, aber ich konnte sonntags, wenn ein Spiel war, meistens nicht.“

Jetzt ist eh Sommerpause, erst im August geht es wieder los. Wenn Ilker Gündogan am Jahresende aus Shanghai zurück nach Gelsenkirchen kommt, will er, so oft er kann, wieder bei den Blau-Weißen trainieren gehen. Mit Trikots seines berühmten Bruders musste er übrigens bei seinen Mannschaftskollegen nie ankommen. „Die sind natürlich fast alle Schalker“, lacht er.

Und wie früher fast alle in der Familie Gündogan, Vater Irfan und Onkel Ilhan, die Ilkay beraten, Opa Ismael und Cousin Ilkan, der bei Arminia Ückendorf ebenfalls in der Gelsenkirchener Kreisliga spielt. „Als Ilkay nach Dortmund gegangen ist, haben wir natürlich zu ihm und dem BVB gehalten. Andererseits sind Gelsenkirchen und Schalke unsere Wurzeln“, erzählt Ilker. Ein Dilemma, das andere Familien im Ruhrpott schon tief entzweit hat – die Gündogans nicht.

Alle Folgen der Serie:

60 Buden: Ein Knipser namens Toppmöller

George Boateng: Rapper statt Fußballprofi

Die Brüder Frings: Nur einer biss sich durch

Marcel Basler: Freistöße wie einst der Vater

Die Mustafis: Vier Fußballer, ein Weltmeister

Rudis Sohn: Es gibt nur einen Kevin Völler

Albtraum Kreisliga: Asamoah hat’s erwischt

Wörns, Ziege, Lehmann: Drei Söhne suchen ihren Weg

Florian Rudy: Großer Bruder sucht neue Heimat

Patrick Draxler: Aus Neid ist längst Stolz geworden

Schiri Marcel: Schalke hat doch einen Neuer

Köppel und Wohlers mischen die Kreisliga auf

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