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Kultfiguren des Amateurfußballs, Folge 61 |09.10.2015|10:35

Kultfigur Kluth: Mit 82 immer noch Schiri

Eine Schiedsrichter-Legende am Mittelrhein: Paul Kluth im Einsatz. [Foto: Archivfoto: privat]

Schaut man sich Jugend- oder Seniorenspiele des Kölner Amateurvereins VfL Rheingold Poll an, so kommt man um eine bestimmte Person kaum herum: Paul Kluth ist mit 82 Jahren einer der ältesten aktiven Schiedsrichter Deutschlands und steht noch immer Woche für Woche mehrmals als Unparteiischer auf dem Platz, um die Spiele seines Vereins zu leiten.

"Von der Haustür bis zum Platz sind es nur 50 Meter. Daher bin ich auch immer gerne bereit auszuhelfen, wenn ein anderer Schiedsrichter nicht kommt"

Seine Anfänge hat das größte Hobby des pensionierten Gerüstbauers in den 1960er Jahren gefunden. „1961 gab es im Umkreis meines Heimatortes Poll viele Thekenmannschaften, welche gegeneinander angetreten sind. Zunächst habe ich noch mitgespielt, aber wenn es keinen Schiedsrichter gab, bin ich oft eingesprungen“, erzählt Kluth von seinen ersten Versuchen an der Pfeife. Mehr als zehn Jahre später, vor der Saison 1973/74, legte Kluth seine Schiedsrichter-Prüfung in Köln ab und pfiff seitdem unzählige Spiele in den Kreisklassen des Verbandes Mittelrhein. „Ich habe Spiele bis hoch zur Kreisliga A gepfiffen, inzwischen bin ich aber nur noch in der C-Liga und bei Jugendspielen aktiv“, sagt Paul Kluth.

Seine Liebe zum Fußball und zum Verein ist seit seiner späten Jugend stetig gewachsen. Zunächst zog es den heute 82-Jährigen jedoch in den Boxsport. „1946, ein Jahr nach dem Krieg, haben wir in der katholischen Jugendgruppe einige Male geboxt. Von meinem zwölften Lebensjahr an habe ich den Boxsport dann etwa zehn Jahre lang betrieben und stand später in der Seniorenleichtgewichtsklasse im Ring“, erinnert sich Kluth, der in seiner kurzen Karriere sogar gegen zwei Box-Europameister antreten durfte. „Mit Anfang 20 hat es mich dann aber zum Fußball gezogen.“ Seine neue Heimat fand er dann beim VfL Rheingold Poll. Nicht zufällig, schließlich wohnt Kluth nur einen Steinwurf vom Vereinsgelände des VfL entfernt: „Von der Haustür bis zum Platz sind es nur 50 Meter. Daher bin ich auch immer gerne bereit auszuhelfen, wenn ein anderer Schiedsrichter nicht kommt“.

Alle zwei Wochen leitet er die Heimspiele der Alten Herren, doch mit seinen vielen spontanen Einsätzen kommt Kluth oft auf drei oder vier Spiele pro Wochenende. Der Höhepunkt seiner langen, aber noch nicht beendeten Schiedsrichter-Karriere war für Paul Kluth die Leitung eines Freundschaftsspiels des damaligen Bundesliga-Aufsteigers Fortuna Köln gegen eine Auswahl aus Köln-Kalk im Jahr 1973. „Darauf bin ich besonders stolz. Es war schön, die damaligen Kölner Stars wie Fortunas Torhüter Wolfgang Fahrian aus der Nähe zu erleben und ihr Spiel leiten zu dürfen“, sagt der Rentner.

Seit 1945 ist Kluth bereits Mitglied, inzwischen ist er Ehrenvorsitzender des VfL Rheingold Poll . Ans Aufhören denkt der Pensionär derweil auch im fortgeschrittenen Alter nicht. Solange die Gesundheit es noch zulässt, möchte Paul Kluth weiter das Schiedsrichter-Trikot tragen und die Spiele seines Vereins leiten. „Das ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt der Ur-Kölner, dessen Leidenschaft aber dem FC Bayern gilt. Genauso gehört es für Kluth nicht nur dazu, auf dem Spielfeld zu stehen und für Ordnung zu sorgen, sondern auch bei jeder anderen Angelegenheit des Vereins ist der Ehrenvorsitzende mit tatkräftiger Unterstützung dabei.

Frank Large, Vorsitzender des VfL Rheingold, schwärmt vom Poller Urgestein: „Er war und ist immer für den Verein da und ist stets sehr engagiert. Paul lebt für den Verein, der eine echte Heimat für ihn geworden ist“. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz sei Kluth jederzeit ein besonderer Ansprechpartner. „Wir sind sehr dankbar für seine Arbeit für den VfL“, betont Large.

Wenn man Paul Kluth einmal nicht im Schiedsrichter-Dress auf dem Platz sieht, so verbringt er seine Zeit gerne mit seiner Frau Elfi im heimischen Garten. „Wir haben einen großen Garten, um den sich meine Frau mit viel Leidenschaft kümmert. So hat sie ihren Platz und ich habe meinen“, sagt der Familienmensch. Seine sechs Kinder, 15 Enkelkinder und inzwischen sechs Urenkel kommen gerne zu Besuch in den Garten der Familie Kluth. „Da kommen dann immer ganze Massen“, lacht Kluth. Und klingelt während der regelmäßigen Familienbesuche wieder einmal das Telefon, um den 82-Jährigen spontan auf den Sportplatz zu rufen, so hat es Paul Kluth nicht weit, um wieder für seinen VfL Rheingold im Einsatz zu sein.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 60: Anton Plattner: Tiki-Taka mit dem Altmeister

Teil 59: Die Ibrahimis: Hier pfeift die Schiri-Familie

Teil 58: Hier kommt Kurt: Auch mit 81 noch der Macher

Teil 57: Mirko Kluges schlauer Plan: Kicken statt Langeweile

Teil 56: Talent-Spürnase Wimmer: Er förderte Schweini

Teil 55: Legende Burgbacher: Keine fliegt so schön

Teil 54: Der Trainer-Trainer-Spieler: Markus Marburg ist Kult!

Teil 53: Hans Lubberich: Der 650-Kilometer-Chronist

Teil 52: Urgestein Karl Schmidt: Vorbild seit 1948

Teil 51: Mr. Meckinghoven: Wassereis statt Magnum Gold

Teil 50: Wie Treter Dieter Becker zum Kultschiri wurde

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