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Serie "Familienbande" |01.07.2015|10:40

Mutlu Özil: Bruder, Mitspieler, Berater

Der große Bruder von Weltstar Mesut: Mutlu Özil. [Foto: Heiko Buschmann]

Alles fing auf einem kleinen Bolzplatz in Gelsenkirchen-Bismarck an. Die Geschichte vom Affenkäfig in der Olgastraße, in dem die atemberaubende Karriere von Mesut Özil begann, ist eines der spannendsten Kapitel Fußballgeschichte, das die Weltmeister von 2014 schrieben. Über den Werdegang des früheren Schalkers und heutigen Spielmachers beim FC Arsenal in London ist fast alles gesagt und geschrieben worden. Seinen älteren Bruder Mutlu kennt man dagegen nur als vermeintlichen Gewinner eines Streits innerhalb der Familie Özil. Dabei war Mutlu selbst Fußballer.

Aber wie so oft in Sportlerfamilien ist das Talent nicht gleich verteilt. Bis vor zwei Jahren kickte Mutlu noch für Firtinaspor Gelsenkirchen in der Kreisliga, ehe die professionelle Vermarktung des Global Players Mesut Özil seine gesamte Aufmerksamkeit einforderte. „Ich bereue es nicht und bin auch so glücklich. Einer hat es geschafft, das ist das wichtigste“, sagt Mutlu.

Zu Firtinaspor, seinem letzten Verein, halten er und Cousin Serdar Özil auch heute noch Kontakt, selbst wenn sie nicht mehr spielen. Der kleine Klub mit seinen nur drei Seniorenmannschaften hätte vielleicht eine große Nummer im Amateurfußball im Ruhrpott werden können, wenn die Özils sich weiter an der Plauener Straße im Stadtteil in Bulmke-Hüllen engagiert hätten.

Geschäft in Familienhand

"Ich bereue es nicht und bin auch so glücklich. Einer hat es geschafft, das ist das wichtigste"

So aber reichte es in der abgelaufenen Saison nur zu Platz zehn in Gelsenkirchens Kreisliga A2, mit 36 Punkten Rückstand zum Meister Westfalia 04 Gelsenkirchen – dem ersten Jugendverein der Özils. Ralf Maraun war Mesuts erster Trainer, 1995 in der F-Jugend. Auf dem Trinenkamp fiel der Siebenjährige gleich doppelt auf. „Er war sehr klein und dünn und hat kaum gesprochen, erinnert sich Maraun, „aber auf dem Platz war er ein Riese und hat die Gegner fast alleine vernascht.“

Auch in der Bundesliga schlug Mesut Özil auf Anhieb ein, allerdings wurde das Talent von seinem Jugendverein Schalke 04 im Streit nach Bremen geschickt. Bei Werder wurde der Deutsche mit den türkischen Vorfahren zum Nationalspieler, ehe die Bundesliga für ihn zu klein wurde. Der größte Klub der Welt musste es sein, Real Madrid. Den Kontakt zu den Königlichen stellte damals noch Reza Fazelli her, ein in der Szene renommierter Berater, ehe die Özils das Geschäft mit dem Star in der Familie selbst in die Hand nahmen.

Global Player aus Bismarck

Vater Mustafa, der älteste Sohn Mutlu und Cousin Serdar gründeten die Özil Marketing GmbH, als Firmensitz musste es schon die feinste Adresse in NRW sein, die Königsallee in Düsseldorf. Nach einem Streit übernahm Mutlu die Geschäfte um Mesut, er fädelte auch den 50 Millionen Euro schweren Transfer von Real Madrid zum FC Arsenal im Sommer 2013 ein. „Ich bin stolz auf meinen Bruder. Er hat das erreicht, wovon viele andere Fußballer träumen“, sagte Mutlu seinerzeit der Bild .

Wenn Mesut Özil in Gelsenkirchen ist, um seine Mama zu besuchen, dann ist vom Millionen Euro schweren Weltstar mit Arbeitsplatz in der Metropole London nichts zu spüren. „Mesut ist ganz normal, wir gehen in Gelsenkirchen dann auch mal einen Döner essen und nicht nur in teure Restaurants“, erklärt Mutlu grinsend.

Mesut Özils Heimatverein Westfalia 04 ist gerade erst nach sage und schreibe vier Entscheidungsspielen endlich in die Bezirksliga aufgestiegen. Die Bismarcker haben eine gute Truppe zusammen, aber einer wie Mesut Özil ist natürlich nicht dabei. „Er hat damals in jedem Spiel mindestens drei bis vier Tore geschossen und einfach jede Woche den Unterschied ausgemacht“, blickt Mesuts erster Trainer Fabian Maraun 20 Jahre zurück. Sein Sohn spielt immer noch für die Westfalia.

Nicht nur Trainer Maraun fände es schön, wenn sich die früheren Kumpel Mesut und Mutlu Özil mal wieder am Trinenkamp blicken lassen würden.

Alle Folgen der Serie:

Die Gentner-Brüder: Einer muss absteigen

Der Gündogan, der für Gelsenkirchen trifft

60 Buden: Ein Knipser namens Toppmöller

George Boateng: Rapper statt Fußballprofi

Die Brüder Frings: Nur einer biss sich durch

Marcel Basler: Freistöße wie einst der Vater

Die Mustafis: Vier Fußballer, ein Weltmeister

Rudis Sohn: Es gibt nur einen Kevin Völler

Albtraum Kreisliga: Asamoah hat’s erwischt

Wörns, Ziege, Lehmann: Drei Söhne suchen ihren Weg

Florian Rudy: Großer Bruder sucht neue Heimat

Patrick Draxler: Aus Neid ist längst Stolz geworden

Schiri Marcel: Schalke hat doch einen Neuer

Köppel und Wohlers mischen die Kreisliga auf

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