Hilfe-Center

Hilfe-Center:

Regionalliga

Regionalligen:

Verbände

Verbände:

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Anmelden

Serie "Heimathäfen der Kapitäne"|04.02.2015|14:00

Angerer hält den ASV Hofstetten zusammen

Nadine Angerer bei ihrem letzten Spiel in Frankfurt im Kreise ihrer Fans aus Hofstetten. [Foto: privat]

Aus ihren kleinen Heimatvereinen zogen sie einst aus, um die große Fußballwelt zu erobern und die deutsche Nationalmannschaft aufs Spielfeld zu führen. FUSSBALL.DE stellt die Heimathäfen der Kapitäne vor. Heute: Schon beim ASV Hofstetten glänzte Nadine Angerer - als Torjägerin.

Sie gehört zu den ganz Großen im internationalen Frauenfußball. Nadine Angerer wurde 2013 Weltfußballerin – als erste Torhüterin überhaupt. Sie ist ein Vorbild für alle Fußballerinnen, nicht nur in Deutschland. Und doch war es eigentlich der Zufall, der „Natze“ dorthin brachte, wo sie heute ist. Der ASV Hofstetten , Heimatverein der Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, der Welt- und Europameisterin, spürt die Folgen bis heute.

Denn eigentlich begann die Karriere von Nadine Angerer als Stürmerin. Zunächst beim ESV Gemünden in einer reinen Jungenmannschaft, dann beim ASV Hofstetten unter Mädchen. Hofstetten gehörte im Frauenfußball in den 80er und 90er Jahren zu den besten Klubs in Unterfranken. Nadine Angerer hatte ihren Anteil am Erfolg - als treffsichere Torjägerin.

Beim Sichtungsspiel erstmals im Tor

„Das Sportheim ist der einzige Gemeinschaftsraum, den wir in Hofstetten haben“

Dann schlug das Schicksal zu. Ausgerechnet bei einem Sichtungsspiel verletzte sich die Torhüterin des ASV. Angreiferin Angerer sprang ein – und verließ das Tor nie wieder. Denn prompt war eine Berufung in die Bayernauswahl gefolgt. 1995, im Alter von 17 Jahren, verließ sie schließlich den ASV Hofstetten, um eine Weltkarriere zu beginnen, die sie bis nach Australien führte.

Ihr Heimatverein verfolgt „Natzes“ Weg bis heute. Nicht nur in den Medien, sondern auch vor Ort. Zu ihrem letzten Spiel beim FFC Frankfurt im Mai 2013 reiste eigens ein kleiner Fanclub aus Franken an. Ehemalige Spielerinnen hielten Plakate hoch, alle klatschten und unterstützten Nadine Angerer. „Wir wollten die Gelegenheit nutzen, bevor sie ins Ausland geht“, erzählte Vereinsvorsitzender Christoph Rüb. Für Nadine Angerer war es eine gelungene Überraschung, über die sie auch 2015 noch gerne spricht: „Es hat mich sehr gefreut, dass sie bei meinem letzten Spiel dabei waren. Das zeigt, dass die Verbundenheit noch da ist“, sagt die 136-malige Nationaltorhüterin, die im Sommer in Kanada mit der DFB-Auswahl noch einmal Weltmeisterin werden will.

Auch bei großen Turnieren treffen sich die ASV-Mitglieder, um ihre „Natze“ zu unterstützen. Während der Heim-WM 2011 fieberten die ehemaligen Mitspielerinnen von Gemünden aus mit. Natürlich im passend zur WM geschmückten Vereinsheim. Vereinsvorsitzender und Wirt Christoph Rüb hatte als Kellnerschürze die Deutschlandfahne umgebunden. Das Vereinsheim war voll. Man ist stolz auf das Mädchen aus dem 400-Seelen-Ort. Auch für „Natze“ selbst spielt der Verein noch eine große Rolle. „Schließlich bin ich dort groß geworden“, sagt Angerer.

Die WM-Vorbereitungen laufen schon

Nachdem Nadine Angerer den Verein verlassen hatte, ging es mit der Mädchenmannschaft des ASV bergab. Heute wird der Frauenfußball nur noch neben dem Platz gelebt. Der ASV Hofstetten musste seine Frauenmannschaft wegen Nachwuchsmangels aufgeben. Die Spielerinnen schlossen sich dem TSV Halsbach an. Nadine Angerer erinnert ihren Heimatverein stets an die erfolgreiche Zeit - als der Klub noch eines der besten Frauenteams der Region aufstellte.

Beim ASV Hofstetten sind sie dennoch froh, dass sie trotz der geringen Einwohnerzahl überhaupt noch eine eigene erste Mannschaft haben. Die Jugendteams bilden mit Nachbarvereinen Spielgemeinschaften. Von den Bambinis bis zur ersten Mannschaft sind alle Altersgruppen vertreten.

Nadine Angerer ist für den Verein also weit mehr als nur eine Erinnerung an die schöne Zeit, als in Hofstetten erfolgreich Frauenfußball gespielt wurde. Sie verbindet die Mitglieder bis heute. Macht ihnen Freude. Macht sie stolz. Die WM in Kanada wollen alle wieder gemeinsam verfolgen. „Das Sportheim ist der einzige Gemeinschaftsraum, den wir in Hofstetten haben“, erzählt Vereinsvorsitzender Christoph Rüb. Der Fernseher und ein Beamer stehen für das Public Viewing schon bereit. Man will schließlich mitfiebern, wenn „Natze“ sich ein weiteres Mal mit den weltbesten Spielerinnen misst.

Alle Folgen der Serie:

Paul Janes‘ VfL Leverkusen: Im Schatten des Bayer-Kreuzes

Siegburger SV: Jubiläumsfeier ohne Overath

Für Willi Schulz kam Schalke nach Günnigfeld

Bierhoff: Essen profitiert noch heute von ihm

TSV Feytal: Wiegmann macht es den Jungs vor

Weltmeister Lahm: Besonders gern in Gern

1906 Haidhausen: Kaiser Beckenbauer auf Roter Erde

Union Altona: Schon Adolf Jäger zog es zu 93

Ballack: Der Capitano aus dem Chemnitzer Kombinat

Kohler: Zu Hause in Lambsheim feierte ihn sogar der Rivale

Ludwig Leinberger: Der vergessene DFB-Kapitän des TSV 1846 Nürnberg

TB Gingen: Ein Klinsmann unter lauter Turnern

SW Düren: Von Toni Schumacher Kämpfen gelernt

SV Lippstadt: In der Not hilft Rummenigge

In Herzogenaurach hat Messi Matthäus abgelöst

Blaubach-Diedelkopf: Ein Klose war zu wenig